Hortensien überwintern - Tipps & Tricks für Beet & Kübel

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Hortensien überwintern - Tipps & Tricks für Beet & Kübel

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Februar 21, 2022
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Inhaltsverzeichnis

Ob deine Hortensien einen Winterschutz benötigen, ist abhängig von der Hortensienart und ob sie im Topf oder im Freiland kultiviert sind. Wir zeigen dir, welche Hortensien einen Winterschutz in Form von Wintervlies oder ähnliches benötigen und welche Arten winterhart sind. Einige Hortensien benötigen zusätzlich zum Wintervlies eine schützende Schicht aus Laub, um den Winter zu überleben, wir zeigen dir welche.

Sind Hortensien winterhart?

Bauern- und Tellerhortensien werden immer häufiger als Kübel- oder Zimmerpflanzen gepflegt. Aus diesem Grund ist die Winterhärte der Pflanzen kein hochpriorisiertes Zuchtziel.  Ältere Sorten sind nicht winterhart, da es Halbsträucher sind, bei denen neue Triebe nur an der Basis verholzen. Die Triebspitzen, an denen Blütenknospen für das darauffolgende Jahr wachsen, verholzen nicht bis zum Winter und können daher stark zurückfrieren. Der Winterschutz für Freilandhortensien ist in Regionen mit starken Wintern anzuraten. In den meisten Gebieten ist es nicht so kalt, dass die Hortensie abstirbt. Bei Nachttemperaturen von -20 Grad können die Blütenknospen absterben, somit ist die Blütenpracht für das nächste Jahr hinüber. Um das Zurückfrieren der Knospen zu verhindern, solltest du einen Winterschutz für deine Hortensie anbringen. 

Überwinterung im Topf

Hortensien, die als Topfpflanzen gepflegt werden, können mit einem Winterschutz an einem windgeschützten Platz im Freiland überwintern. Ohne Winterschutz solltest du deine Hortensie keinen Minusgraden aussetzen. Für den Winterschutz benötigst du isolierte Luftpolsterfolie und eine Kokosmatte. Wickle deine Hortensie in die isolierte Luftpolsterfolie, hülle sie anschließend in die Kokosmatte und fixiere das Ganze mit einer Schnur. Dabei sollte die Kokosmatte ungefähr 10 Zentimeter über den Kübelrand hinausragen. Diese Fläche solltest du mit Laub abdecken, um den Wurzelballen zu schützen. 

Stelle deine eingepackte Hortensie an einen schattigen, wind- und regengeschützten Standort, hierzu eignen sich Hauswände und Zäune sehr gut. Wenn deinen Kübel auf Steinboden steht, solltest du ihn auf eine Unterlage stellen, sodass die Kälte nicht von unten in den Topf ziehen kann. Nutze eine Styroporplatte, oder ein dickes Holzbrett zum Schutz von unten. 

Im Winter solltest du den Erdboden deiner Hortensie regelmäßig auf Feuchtigkeit überprüfen. Wenn sie an einem regengeschützten Standort steht, musst du die Wasserversorgung der Kübelpflanze übernehmen, sodass sie Wurzeln nicht austrocknen. Die meisten Hortensienarten kommen damit zurecht, wenn der oberirdische Teil einfriert. Sie bilden neue Triebknospen, welche noch im selben Jahr anfangen zu blühen. 

In besonders kalten Regionen sollte die Hortensie im Topf zur Sicherheit lieber im Haus überwintert werden. Das Kalthaus, ein unbeheiztes Gewächshaus, ist das ideale Winterquartier für Hortensien. Um starke Temperaturschwankungen zu vermeiden, solltest du das Gewächshaus gegen die Wintersonne schattieren. Falls du kein Gewächshaus hast, solltest du deine Hortensie im Dunkeln überwintern. Dabei sollten Temperaturen von ungefähr fünf Grad herrschen, sodass der Stoffwechsel fast vollständig beendet wird. 

Winterzeit bedeutet Ruhezeit für die Hortensien, daher sollten sie nicht an einem hellen und warmen Standort überwintern. Bei dieser Art zu überwintern, ist die Pflanze ein leichtes Opfer für Schildläuse. Zusätzlich schwächt die fehlende Ruhezeit die Pflanze, sodass die nächstjährige Blüte nicht so üppig ausfallen wird. 

Tipp: Erfrorene oder abgestorbene Triebe sollten erst im Frühjahr entfernt werden, wenn die tiefen Fröste vorüber sind. Ansonsten kann der Frost die Hortensie an der Schnittstelle schädigen. 

Schutz für Hortensien im Freiland

Bei milden Wintern benötigen ältere ausgepflanzte Bauern- oder Tellerhortensien bei der richtigen Pflege keinen Winterschutz in Form von Vlies. In Regionen mit kälteren Wintern (zum Beispiel Ostdeutschland) sollten die Sträucher mit Laub, oder Rindenmulch bedeckt werden, so können wir den unterirdischen Teil der Pflanze schützen. Um den oberirdischen Teil, solltest du ein Wintervlies legen, sodass bei anhaltendem Frost die Blütenknospen nicht verletzt werden. 

Ältere Bauern- und Tellerhortensien können nicht remontieren, sodass bei starken Frostschäden die darauffolgende Blüte ausfällt, da die Knospen abgestorben sind. Je jünger deine Hortensie ist, desto mehr empfehlen wir die einen Winterschutz anzulegen. Jungpflanzen, die noch keinen Winter im Freiland durchgehalten haben, sollten besonders geschützt werden. Nachdem sie einen Winter unter besonderer Beobachtung stehen, können die Hortensien im zweiten Winter  wie ältere Hortensien überwintert werden. 

Frostharte Hortensienarten

Rispen- und Schneeballhortensien sind frosthart und kommen ohne Winterschutz aus. Bei diesen Arten besteht nicht die Gefahr, dass die Blüte wegen Frostschäden im nächsten Jahr ausbleibt. Diese beiden Hortensienarten entwickeln die Blütenknospen erst im Frühjahr, sodass sie im Winter nicht abfrieren können. Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) und Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) können im Frühjahr stark zurückgeschnitten werden und dabei Frostschäden entfernt werden. Diese beiden Arten können problemlos in deinem Garten überwintern.

Hortensienpflege leicht gemacht!

Je nach Sorte sind die Bedürfnisse der Hortensie für ihre Überwinterung unterschiedlich. Teller- und Bauernhortensien sollten mit entsprechendem Winterschutz überwintern, egal ob sie im Topf, oder im Gartenbeet wachsen. Zusätzlich solltest du diese beiden Arten nicht im Frühjahr zurückschneiden, da so die Blüte der Hortensie ausfallen kann. Nach dem Überwintern sollte bei Rispen- und Schneeballhortensien ein starker Rückschnitt durchgeführt werden. Falls du dich fragst, wieso eine Hortensie nicht mehr blüht, wie du eine Hortensie umpflanzt, oder was der beste Hortensiendünger ist, zeigen wir dir die Lösung in diesen Artikeln.

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