Bonsaiformen – finde die passende Stilart zu deinem Bonsai

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Bonsaiformen – finde die passende Stilart zu deinem Bonsai

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Januar 20, 2022

Inhaltsverzeichnis

Die frei aufrechte Form (Moyogi)

Einen Moyogi kannst du an seinem elegant geschwungenen Hauptstamm erkennen, er ist meist in einer U- oder S-Form gewachsen. Bäume die in der Moyogi Form wachsen sind eine Augenweide. Der Besitzer des Bonsais lässt den Stamm kurven artig in die Höhe wachsen. Das Wichtigste an der Moyogi-Form ist, dass die erste Neigung des Hauptstammes am weitesten außen liegt. Die weiteren Neigungen werden immer enger, je länger der Baum wird. 

Charakteristisch für den Moyogi ist seine asymmetrische Baumkrone, das bewirkt, dass viele Bäume in der Moyogi Form individuell wirken.

Die Position der Baumkrone sollte im Lot zum Wurzelballen liegen. Je solider das Wurzelsystem des Bonsais ist, desto besser wirkt sich das auf die Gewichtsverteilung aus, so wird ein sicherer Stand gewährleistet.

Die streng aufrechte Form (Chokkan)

Diese Form ist eine gängige natürliche Stilform, die du oft in der Natur antreffen kannst. Daher ist es nicht allzu schwer, deinen Bonsai in die streng aufrechte Form zu bringen. Allerdings können die Bäume diese Form nur erreichen, wenn sie ausreichend Platz und die entsprechenden Nährstoffe zum Wachsen erhalten. Nur unter diesen Bedingungen kann sich die Baumkrone prächtig entwickeln. In der Chokkan-Form ist der breiteste Teil des Stammes am Wurzelballen. Je höher der Bonsai wird, desto dünner wird sein Hauptstamm. Die Äste stehen oft im rechten Winkel vom Hauptstamm ab und stehen sind asymmetrisch verteilt. Bäume, die von Natur aus einen kerzengeraden Stamm entwickeln eignen sich für diese Form sehr gut (z.B. Lärche, Fichte oder Kiefern). Nichtsdestotrotz kannst du mit dem Einsatz von Bonsaidraht einen krumm wachsenden Bonsai in die Chokkan-Form bringen. Die ersten Äste sollten ab dem unteren Drittel des Hauptstammes beginnen, um ein schöne asymmetrische Krone zu erhalten. Die darauffolgenden Ebenen sollten nicht zu nah aneinander liegen, da der Baum in der Chokkan-Form es sehr luftig mag. 

Die geneigte Form (Shakan)

Das Erkennungsmerkmal der Shakan-Form ist, dass der Stamm des Baumes mit seiner Krone in eine bestimmte Richtung ausgerichtet ist. In der Natur entsteht solch eine Form nur mit sehr starken Winden, durch teilweises Umkippen des Baumes oder durch einen schattigen Platz an dem sich der Baum einen Weg zu Sonne sucht. Dass man diese Form nicht allzu häufig bei normalen Bäumen in der Natur sieht, macht sie umso interessanter. Es wirkt so, als wirken auf den Baum starke Windböen, da er stark zur Seite gelehnt ist. Bei der Bestimmung der Wuchsrichtung solltest du darauf achten, von wo die Sonne deinen Bonsai erreicht. Die Spitze des Bonsai wird immer in Richtung der Sonnenenergie wachsen. Durch die vergrößerte Oberfläche spendet die Shakan-Form vergleichsweise viel Schatten. Der Baum sollte eine Neigung von ca. 60-80 Grad zum Boden haben. Die Wurzeln müssen auf einer Seite stärken sein, um das ungleichmäßige Gewicht des Bonsai auszugleichen. In der Shakan-Form sollte der erste Ast auf der Gegenseite wachsen, um das Gleichgewicht zu stärken.

Die Besenform (Hokidachi)

Die Besenform ist charakterisiert durch einen langen Hauptstamm mit wenig Ästen und einer üppigen gut verzweigten Krone. Für die Hokidachi-Form eignen sich Laubbäume mit einer feinen Verzweigung sehr gut, da sie natürlich in der Besenform wachsen. 

Der große Vorteil der Besenform ist, dass du den Baum nicht in die Besenform bringen musst, sondern nur dafür sorgen musst, dass er die Besenform behält und sich die Krone weiter verzweigen kann.

Wenn du deinen Bonsai in die Besenform schneidest, achte darauf, dass du eine scharfe Bonsaischere oder Konkavzange benutzt. Falls du mit stumpfem Werkzeug arbeiten solltest, werden die Schnittwunden nicht so gut verheilen wie bei einem Schnitt mit scharfem Werkzeug. Deshalb achte immer darauf, dass du mit scharfem Werkzeug arbeitest.

Den Bonsai in der Besenform solltest du je nach Baumart ca. alle zwei bis vier Jahre etwas stärker zurückschneiden. Somit verstärkst du die Verästelung und wirkst kahlen Stellen in der Baumkrone entgegen. Nach dem Schnitt dauert es ein bis zwei Jahre bis dein Bonsai wieder voluminöser wird.

Um die Verzweigung zu fördern, sollte im Winter, wenn der Bonsai alle Blätter abgeworfen hat, die Krone mit einem Band zusammengebunden werden. Sobald die ersten Blätter austreiben sollte das Band wieder entfernt werden.

Kleiner Bonsai (Shohin & Mame Bonsai)

Shohin heißt übersetzt “kleiner Gegenstand”, was uns auf einen sehr kleinen Bonsai schließen lässt. Alle Bonsai, die kleiner als 25 Zentimeter sind, werden als Shohin oder Mame Bonsai bezeichnet. Die ungewöhnliche Größe bringt andere Pflegeeigenschaften mit sich. Durch die kleineren Schalen muss der Bonsai öfters gedüngt und gegossen werden. 

Die Kaskade (Kengai)

Die Kaskaden Bonsaiform ist eine der ausgefallenen Stilformen, die auch als Kengai bezeichnet wird. Du erkennst einen Kengai daran, dass seine Zweige stets nach unten gerichtet sind. Dieser ungewöhnliche Stil kann nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgreich sein.

Die Kaskadenform ist vor allem durch Pflanzen geprägt, welche z.B. direkt am Wasser oder an Klippen wachsen. Diese Gewächse wachsen bedingt durch ihre Umgebung nach unten.

Der Kengai wächst von seinem Wurzelballen aus erst ein kleines Stück nach oben, ändert aber nach wenigen Zentimetern seine Richtung. Sobald der erste Ast nach unten gebeugt ist, werden andere Triebe von diesem Ast aus weiter nach unten wachsen.

Ein Bonsai in der Kaskadenform benötigt eine vergleichsweise tiefe Bonsaischale, um der ungewöhnlichen Gewichtsverteilung standzuhalten. Mit der tiefen Bonsaischale hast du genügend Gegengewicht, dass dein Bonsai nicht umfällt. Überprüfe im Laufe der Zeit, ob du eventuell das Gegengewicht erhöhen musst, falls dein Kengai droht umzukippen.

Nur, wenn der Kengkai einem erhöhten Podest oder Vitrine steht, bekommt er trotz seiner eigenen Verzweigung an allen Ästen genügend Licht. 

Die Halbkaskadenform (Han-Kengai)

Die Halbkaskadenform ist eine Mischung aus der Kengai und Moyogi Form. Ein Teil des Bonsai steht frei aufrecht über der Bonsaischale, dabei ist der Hauptstamm S-förmig gewachsen. Kurz über dem Boden teilt sich der Baum: Ein Ast wächst in die Höhe und ist für die Moyogi Form verantwortlich. Ein weiterer Ast wächst nach unten, jedoch üblicherweise nicht niedriger als die Bonsaischale. Der Han-Kengai Bonsai benötigt eine größere Schale als die meisten Bonsaiarten, da sich sehr viel Gewicht auf einer Seite befindet. Wacholder- und Lärchenbonsai eignen sich perfekt für die Han-Kengai-Form.

Die Literatenform (Bunjingi)

Die Bunjingi-Form ist durch ihre geneigte Haltung charakterisiert. Schon zu sehr früher Zeit haben sich Menschen nachdenkende Menschen als leicht gebeugt mit einer Brille oder Hut vorgestellt. Die nachdenkenden Literaten werden hier durch die geneigte Form des Bonsais widergespiegelt. 

Die Baumkrone zeigt ebenfalls charakteristische Merkmale der Literaten der alten Zeit. Sie ist im Vergleich zum restlichen Baum relativ klein, man kann die Krone als Kopf des Literaten interpretieren. Der Wurzelansatz (Nebari) der Bunjingi-Form ist normalerweise zurückhaltend und fällt nicht so sehr ins Auge.

Durch die geschwungene Form muss die Bonsaischale einiges an Gewicht ausgleichen, um die Stabilität zu wahren und den Bonsai nicht umkippen zu lassen. Daher empfehlen wir eine relativ flache Bonsaischale zu nutzen, um die Stabilität zu erhöhen.

Die windgepeitschte Form (Fukinagashi)

Die windgepeitschte Form (Fukinagashi) ist eine der auffälligen Bonsaiformen. Du erkennst einen Fukinagashi daran, dass alle Äste in eine Richtung wachsen, als würde der Baum konstantem Wind von einer Seite aus ausgesetzt sein. In der Natur wachsen solche Bäume auf freien Feldern und Küstenregionen, in denen starke Winde herrschen. Um Gleichgewicht zu schaffen befindet sich der stützende Wurzelteil auf der gegenüberliegenden Seite der Äste. Die Zugwurzeln sind dem konstanten Wind ausgesetzt und erhalten so ihren Namen. 

Da Fukinagashi meist auf freien Feldern oder an Klippen wachsen, sind sie vergleichsweise sehr anfällig, um vom Blitz getroffen zu werden. Daher wird bei dieser Form häufig mit Totholz gearbeitet, um den Baum einzigartig zu gestalten. Bei einem ganz oder teilweise entrindeten Zweig spricht man von einem Jin. Wenn der Stamm zum Teil aus Totholz besteht, spricht man von einem Shari.

Das Formen eines Fukinagashi bringt viel Aufmerksamkeit mit sich um die besondere Form halten zu können, ohne den Bonsai selbst zu beschädigen. Für Fukinagashi Bonsai eignet sich nicht jede Baumart. Unserer Erfahrung sind Nadelbäume und einheimische Laubbäume sehr geeignet um sie als Fukinagashi zu halten.

Die Stelzenwurzelform (Neagari)

Eine sehr ungewöhnliche Form ist die Stelzenwurzelform (Neagari), Neagari bedeutet auf Japanisch freiliegende Wurzel, weshalb diese Art auch als Oktopus Bonsai bezeichnet wird. 

Die Neagari kann man durch die freiliegenden stelzenartigen Luftwurzeln erkennen. In der Natur kommt diese Form oft an Mangrovenbäumen  beobachten, sie ragen bei Ebbe ihre Stelzenwurzeln ins Wasser, um nicht auszutrocknen. 

Der Neagari-Stil kann mit anderen Bonsaiformen verbunden werden, da beim Neagari-Stil nur das Wurzelsystem charakterisiert wird, nicht die Baumkrone. Die Krone kann z.B. in der geneigten Form wachsen. 

Für die Stelzenform eignen sich tropische und subtropische Pflanzen sehr gut, Nadel und Laubbäume kommen mit der Neagari ebenfalls gut zurecht. 

Felsenform auf Stein (Ishizuki / Ishitzuki)

Wenn es ein Baum in der Natur schafft auf einem Felsen zu wachsen, erzeugt es ein beeindruckendes Bild. Dieses Naturschauspiel kannst du dir mit einem Ishizukin - Bonsai in deine Wohnung holen. Bei einem Ishizuki umschlingen die Wurzeln des Bonsais einen Stein und ragen nur ein wenig in das Erdreich rein, so kann der Baum die notwendigen Nährstoffe sammeln. 

Wurzel über Felsen (Sekijoju)

Die Sekijoju Form ist nur eine von zwei Arten, die ihr Wurzelsystem (Nebari) oberirdisch haben. Im Gegensatz zum Ishitsuki hat der Sekijo-ju sein Wurzelsystem an der Oberfläche von Stein oder Fels. Diese Wurzeln sind wichtig für die Form und Stabilität des Bonsais. Die Wurzeln bei diesen erstaunlichen Bäumen gehen zwar nicht tief in den Boden, liegen aber fest auf ihm auf. Sie dienen als Stütze für diese schönen Bonsaibäume. Diese Wurzeln haben hakenförmige Teile, die es ihnen ermöglichen, sich fest an alles zu klammern, was sie berühren. Für Sekijoju Bäume wird meistens ein Bonsaisubstrat aus Sand und Ton verwendet, um den speziellen Bedingungen dieser Form gerecht zu werden.

Dadurch, dass nicht überall im Land Gebirge ist, findet man die Sekijoju Form nicht so häufig in der Natur. Wenn man die Felsenform dann in der freien Natur sieht, ist sie umso schöner! Wenn du deinen Bonsai als Sekijoju pflanzen möchtest, solltest du schon etwas Bonsaierfahrung haben, die Sekijoju-Form ist definitiv nichts für Anfänger!

Durch ihre Robustheit sind Hainbuchen, Spitzahorn und Weissdorn sehr gut geeignet für diese Form.

Doppelstamm (Sokan)

Bei einem Sokan ist es wichtig, dass zwei Stämme aus einem Wurzelsystem V-förmig herauswachsen. Es ist optimal, wenn der größere Trieb auch dicker ist, der kleinere Trieb sollte also dünner sein. Der stermförmige Wurzelansatz des Sokan verleiht dem Baum eine sehr große Standfestigkeit und ist ein sehr gutes Qualitätsmerkmal. 

Es eignen sich prinzipiell alle Laub- und Nadelbäume um sie als Doppelstammbonsai zu gestalten

Zu einem Sokan passt unserer Meinung nach eine unglasierte runde Bonsaischale am besten. Alternativ kannst du auch eine rechteckige Schale mit abgerundeten Ecken auswählen.

Drei- bzw. Mehrfachstamm (Sankan bzw. Kabudachi)

Hier liegt dasselbe Grundprizip wie beim Doppelstamm (Sokan) vor. Der Sankan bzw. Kabudachi besteht aus mehreren Stämmen, die in einem Wurzelsystem verbunden sind. Eine ungerade Anzahl an Stämmen wirkt eleganter und authentischer, als eine gerade Zahl. Anders als bei der Waldform, bei der die Stämme senkrecht in die Luft wachsen, haben wir bei einem Sankan bzw. Kabudachi das Problem, dass sich die einzelnen Äste beim Wachsen gegenseitig behindern können. Dieses Problem tritt vor allem bei Mehrfachstämmen mit einer hohen Anzahl von Stämmen auf.

Waldform (Yose-Ue)

Die Schönheit und Faszination der Yose-Ue ist kaum zu überbieten. Diese filigrane Kunstform beginnt mit einer sorgfältig arrangierten Gruppe von kleinen, jungen Bäumen, die im Laufe der Zeit zu einer Mini-Waldlandschaft heranwachsen werden. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass der Hauptbaum nicht in der Mitte einer Bonsaischale platziert werden sollte. Vielmehr empfehlen wir, den dicksten Baum auf beiden Seiten zu pflanzen und Platz für eine weitere Pflanze zu lassen.

Wir empfehlen, dass du deine Bäume in der Yose-ue so auf einer einheitlichen Höhe in deiner Bonsaischale pflanzt. Zusätzlich solltest du darauf achten, eine ungerade Anzahl von Bäumen zu verwenden, was als natürlicher und harmonischer in der Natur angesehen wird. 

Je unregelmäßiger die dreieckige Form der Krone ist, desto charakteristischer für den Yose-Ue. Je höher die Gruppe von Bonsai ist, desto edler und gepflegter wirken sie. In der Waldform sind aufrechte Hauptstämme gewünscht, ein geneigter Stamm ist nicht gewünscht. Achte darauf, dass die Hauptstämme deiner Yose-Ue senkrecht aus dem Boden sprießen. Grundsätzlich möchtest du eine gleichmäßige Baumkrone, die jeden Baum im Honbachi bedeckt. Das bedeutet, dass alle Bäume eine konvexe Kronenform haben, die sich nach innen wölbt und einen Punkt auf der Spitze jedes Baumes bildet.

Ein breiter Topf wird einem Yose-ue nicht gerecht. Aus diesem Grund empfehlen wir die Verwendung einer flachen, länglichen oder ovalen Schale, so kann deine Waldform optimal wachsen. Darüber hinaus ist auch die Verwendung von dekorativen Natursteinen eine gern gesehene Option. 

Flossform (Ikadabuki)

Die Flossform bedient sich demselben Grundprinzip wie der Mehrfachstamm, es wachsen mehrere Stämme aus einem Wurzelsystem. Bei der Flossform gibt es jedoch eine andere Ursache: Der Baum ist umgestürzt und aus den Ästen des umgestürzten Baumes haben sich neue Stämme entwickelt. Ab einem gewissen Alter kann man von der Seite fast nicht mehr unterscheiden, ob es sich um eine Flossform oder um eine mehrstämmige Form handelt. Wenn du genauer hinschaust, kannst du an der Erdoberfläche den Unterschied erkennen.

Die Flossform ist dafür bekannt mindestens fünf Stämme zu haben. Davon sollte der größte Stamm nicht ganz außen oder in der Mitte stehen. Für Bonsai in der Floßform solltest du eine flache große Bonsaischale verwenden.

Jin & Sharimiki

Bäume können ihre Äste verlieren. Ein Blitz kann einen Ast abbrechen und er hinterlässt eine Gaffel. Der Ast kann wirklich beschädigt sein, aber trotzdem bleibt er am Baum und wird nach einiger Zeit hell. Das passiert auch, wenn die Rinde von oben bricht oder sich spaltet und einen länglichen Streifen bildet, der langsam verblasst und dem Baum ein dramatisches Aussehen verleiht.

Wir können diesen Effekt auch erreichen, indem wir nicht alle nicht benötigten Äste wegschneiden, sondern Stücke stehen lassen und in dein Design einbauen. So sieht es aus, als wäre es auf natürliche Weise durch Schnee, verbissene Tiere oder einen Sturm beschädigt worden.

Wenn du die Rinde von dem neu zu gestaltenen Ast (Stummel) entfernen möchtest, solltest du ebenfalls die Rinde um den Stamm herum abschneiden.

Schneide dann die Rinde mit einem scharfen Messer von der Schnittstelle bis zur Spitze. Wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite, falls nötig. Nun kannst du die Rinde vorsichtig mit der Jin oder Spaltzange abziehen. Die Oberfläche des freigelegten Holzes kann nun mit Holzfräse, Messer und Spachtel in jede gewünschte und vor allem natürliche Form gestylt werden.

Entferne die Rinde von deinem Bonsaibaum, ohne dem Baum Schaden zuzufügen. Markiere als Erstes mit einem Stift die Stelle, an der die Rinde entfernt werden soll. Ziehe diese Linien vorsichtig mit deinem Messer nach, schneide auf keinen Fall tiefer als die Rinde dick ist.

Entferne auf keinen Fall mehr als ein Drittel der Rinde eines Astes. Es kann sein, dass der Ast ohne Rinde nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird und abstirbt.

Nachdem du die Rinde abgezogen hast, kannst du die fertige Sharifläche mit Schmirgelpapier und Dremmel glatt schleifen.

Um das Totholz ansehnlicher zu machen, kannst du es zweimal im Jahr mit einer Lösung aus ungelöschtem Kalk und Schwefelpulver bestreichen. Nimm dazu einen feinen Pinsel und bestreiche die betroffene Stelle. Die Lösung sollte nur auf die betroffene Stelle kommen, da du es sehen wirst, falls du aus Versehen auf die Blätter o.Ä. tropfst. Wenn du die Lösung häufiger aufträgst, wird der Jinbereich silberweiß. Die Lösung sollte zweimal im Jahr aufgebracht und anschließend wieder abgewaschen werden. 

Wenn du deinen Bonsai vor dem Winter entrindest, achte darauf, dass du für ausreichend Frostschutz sorgst. Entrindete Bonsais sind frostempfindlicher als sonst.

Erfahre mehr über die Pflege von Bonsai!

Wenn du dich zwischen den vielen Bonsaiformen für eine entschieden hast, kannst du dich hier über die Pflege und das Schneiden von Bonsai informieren. Außerdem haben wir viele Artikel zu verschiedenen Bonsaiarten geschrieben, eventuell ist auch dein Lieblingsbonsai dabei.

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