Amaryllis im Topf ziehen – diese Methoden lohnen sich!

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Amaryllis im Topf ziehen – diese Methoden lohnen sich!

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Juni 17, 2022
Amaryllis Topf

Inhaltsverzeichnis

Die Amaryllis (hippeastrum) gehört zur Pflanzengattung der Rittersterne und gehört insbesondere im Winter zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Mit der richtigen Pflege wirst du die hübschen und großen Blüten pünktlich zur Weihnachtszeit genießen können und hast dabei die Qual der Wahl: Pflanzt du deine Amaryllis in Erde, Wasser oder sogar Wachs? Wir erklären dir hier im Details, wie du den Ritterstern im Topf mit Erde kultivierst!

Diese Vorteile hat die Anzucht der Amaryllis im Topf

Die Amaryllis stammt nicht aus unserer Region, sondern ursprünglich aus dem subtropischen Klima Südamerikas. Genau deswegen richtet der Vegetationszyklus dieser Zwiebelblume sich nicht nach unseren Jahreszeiten, sondern nach dem Wechsel aus Sonnen- und Regenzeiten. Dies wiederum bedeutet, dass deine Amaryllis drei verschiedene Vegetationsphasen durchlebt: Die Blütezeit, die Wachstumsphase sowie die Ruhephase. 

Die jeweilige Phase muss von einer passenden Pflege begleitet werden. So muss deine Amaryllis in der Ruhephase an einem kalten und dunklen Ort gestellt und in Ruhe gelassen werden. In der Wachstumsphase hingegen sollte die Ritterstern-Pflanze in den Garten umziehen und dort Sonne und reichlich Wasser erhalten. Eine Pflanzung im Topf gibt dir also die Möglichkeit, deine Amaryllis optimal zu pflegen und sie an die passenden Standorte zu setzen. Drei Umzüge der Amaryllis im Jahr sind unumgänglich!

Das perfekte Vorgehen zur Pflanzung der Amaryllis im Topf

Die Amaryllis ist aufgrund ihrer Herkunft ein mineralhaltiges und lockeres Substrat gewohnt. Was die Zwiebel der Amaryllis gar nicht leiden kann, ist zu starke Nässe oder gar Staunässe. Deswegen solltest du bei der Pflanzung deiner Amaryllis im Topf folgendes beachten: 

  • Verwende einen Topf mit guter Drainage.
  • Gib Blähton, Kieselsteine oder andere Drainage-Hilfen auf den Boden des Topfes. 
  • Verwende hochwertige Zimmerpflanzenerde (dann musst du deine Amaryllis nicht düngen).
  • Pflanze die Zwiebel nur zu zwei Dritteln ein. Ein Drittel der Pflanzenzwiebel sollte mehrere Zentimeter weit aus der Erde herausragen. 

So ist beim Gießen und Düngen im Topf vorzugehen

Solltest du deine Amaryllis neu mit frischer Zimmerpflanzenerde eingetopft haben, dann musst du sie diesen Zyklus nicht mehr düngen. Die Pflanzenerde enthält in der Regel ausreichend Nährstoffe für deine Zwiebelblume. Solltest du die Zwiebel nicht neu eintopfen oder umtopfen, ist es ratsam, alle zwei Wochen eine kleine Menge Flüssigdünger hinzuzufügen – dies jedoch nur während der Wachstumsphase der Amaryllis!

Auch das Gießen dieser besonderen Pflanze sollte gelernt sein! So darfst du niemals die Zwiebel selbst befeuchten, sondern solltest ausschließlich die Wurzeln treffen. Damit du nicht aus Versehen Fäulnis bei der Zwiebel hervorrufst, bietet es sich an, den Pflanztopf deiner Amaryllis auf einen flachen Teller mit Wasser zu stellen. Durch das Drainage-Loch sowie durch die Kapillarkraft der Wurzeln zieht die Pflanze sich ausreichend Wasser nach oben. 

Tipp:
Das Gießen während der Ruhephase solltest du auf jeden Fall vermeiden! Weitere Informationen zum Gießen der Amaryllis findest du in unserem Beitrag zu diesem Thema.

Praktische Tipps zum Schneiden und Umtopfen der Pflanze

Die Amaryllis sollte nach Ende ihrer Blütezeit umgetopft werden. Der Grund hierfür ist der Vegetationszyklus der Pflanze. Sie benötigt in der Wachstumsphase vermehrt Nährstoffe und Wasser, um diese für die Ruhephase in der Knolle speichern zu können. Die Blüte bildet sich nach der Ruhephase ausschließlich mithilfe der Energie, die während der Wachstumsphase gewonnen wurde. Daher trägt die Ruhe schnell zum Blühen bei und stärkt die Blütenschaft.

Somit solltest du deine Amaryllis im Februar in einen neuen Topf mit neuer und frischer Pflanzenerde setzen. So erhält sie die wichtigen Nährstoffe für das Beginnen des neuen Zyklus. Darüber hinaus solltest du welke Blütenstände nach Ende der Blütephase abschneiden. Die Blätter und Stängel hingegen lässt du die Wachstumsphase überstehen und entfernst sie erst kurz vor der Ruhephase, wenn die Pflanzenteile gelblich verfärbt sind und verdorren. 

Beachte trotz aller Schönheit, dass es sich bei der Amaryllis um eine giftige Pflanze handelt. Verwende also immer Handschuhe, wenn du die Zwiebelblume berührst oder schneidest! Dies gilt auch für die Knospen sowie am Blütenstiel, da alle Pflanzenteile der Amaryllis von Giftstoffen betroffen sind. Vorsicht ist beim Ritterstern im Topf daher entscheidend.

Erfahre mehr über die Formen der Kultivierung deiner Amaryllis!

Die Amaryllis begeistern nicht nur durch ihre riesigen und farbigen Blütenblätter, die sich pünktlich zur Weihnachtszeit öffnen – auch die verschiedenen Möglichkeiten der Kultivierung der Amaryllis machen diese Pflanze zu etwas ganz Besonderem! Erfahre noch mehr zur Kultivierung der Amaryllis im Glas oder zur Amaryllis im Wachs in unseren Beiträgen zu diesen Themen! Solltest du dich zur Giftigkeit des Rittersterns bei Katzen informieren wollen, lies hier weiter.

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