Amaryllis übersommern – so gehst du am besten vor!

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Amaryllis übersommern – so gehst du am besten vor!

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Juni 17, 2022
amaryllis übersommern

Inhaltsverzeichnis

Die Amaryllis (hippeastrum) ist als Ritterstern ein besonderer Anblick, bei dem die Blüten vor allem im Winter ersichtlich sind. Im Sommer benötigt die Pflanze hingegen eine Pause, weshalb du sie angemessen übersommern solltest. Das bedeutet, dass die Zwiebelblume einen ganz eigenen Vegetationszyklus besitzt, nach dem du deine Pflege ausrichtest. Wenn die Amaryllis nach dem Winter also verblüht ist, muss sie nicht weggeworfen werden, du kannst ihre Blüte auch im nächsten Winter wieder genießen – wir erklären dir, wie das geht!

Die verblühte Amaryllis ist kein Fall für die Mülltonne

Die Amaryllis stammt ursprünglich aus dem subtropischen Klima Südamerikas und ist somit keine Jahreszeiten gewohnt, sondern einen Wechsel aus Regen- und Sonnenzeiten. Das bedeutet, dass der Vegetationszyklus der Amaryllis sich auf drei Phasen aufteilt: 

  • Die Blühphase: Die Amaryllis steht vom November bis zum Februar in ihrer Blüte. 
  • Die Wachstumsphase: Nach Ende der Blütezeit beginnt im Frühjahr die Wachstumsphase, welche sich bis zum Spätsommer zieht. 
  • Die Ruhephase: Ende August beginnt die Ruhephase der Amaryllis, welche bis zum November andauert, wenn die Blütezeit wieder beginnt. 

Wenn deine Amaryllis also im Februar verblüht ist, bedeutet das noch lange nicht, dass deine Zimmerpflanze stirbt. Stattdessen beginnt der nächste Part des Zyklus und du musst deine Pflege anpassen und die Amaryllis richtig übersommern. So kann sie wieder Nährstoffe und Energie aufnehmen, in der Wurzel speichern und nach der Ruhephase wieder in voller Blüte stehen. Für vitale Blüten und Blätter ist die Ruhephase dabei eine echte Lebensversicherung.

So lässt sich die Amaryllis übersommern

Sobald die Blüten des Rittersterns beginnen zu welken oder abzufallen, ist das Ende der Blühphase erreicht. Nun beginnt die Wachstumsphase deiner Amaryllis und du solltest deine Pflege der Blume an den nächsten Part des Zyklus anpassen. Bei dem sogenannten Übersommern der Amaryllis solltest du folgende Dinge beachten: 

  • Entferne die vergilbten oder welken Blütenstiel und Blätter noch nicht. Die Pflanze benötigt etwas Zeit, um die Energie aus den Pflanzenteilen in die Knolle zu ziehen. Erst vor der Ruhephase entfernst du welke und trockene Pflanzenteile.
  • Topfe die Amaryllis vor der Wachstumsphase um und versorge sie so mit frischen Nährstoffen. Alternativ kannst du deine Amaryllis regelmäßig düngen
  • Platziere die Amaryllis an einem sonnigen und hellen Standort. Gewöhne sie jedoch mehrere Tage zuvor im Halbschatten an die neuen Bedingungen. 
  • Versorge die Amaryllis regelmäßig mit Wasser. Die Zwiebel darf nicht austrocknen und gleichzeitig darf keine Staunässe entstehen, denn diese führt zu Fäulnis. Das direkte Gießen auf die Zwiebel solltest du vermeiden. 

Damit die Amaryllis auch im nächsten Jahr wieder blühen kann, ist der Sommer bei möglichst nicht mehr als 20 Grad entscheidend. Im Idealfall erreichst du diesen Standard an einem eher kühlen Ort, wobei sich der Ritterstern als Zimmerpflanze kultivieren lässt. Dies wirkt sich auf deine Zwiebelpflanze positiv aus, wodurch du sie nach dem Sommer dann rausstellen kannst.

Die beste Vorbereitung für eine starke Ruhephase

Wenn das Ende des Sommers, beziehungsweise der Spätsommer, erreicht ist, beginnt die Ruhezeit der Amaryllis. Nun möchte die Zwiebelblume tatsächlich in Ruhe gelassen werden und sollte an einen dunklen Ort mit niedrigen Temperaturen umziehen. Zuvor ist es sinnvoll, alle abgestorbenen, welken oder gelben Pflanzenteile zu entfernen. Während der Wachstumsphase hat die Amaryllis alle wichtigen Nährstoffe sowie die Energie in der Knolle gespeichert und hält sie dort, bis die Blühphase wieder beginnt. 

Du kannst deine Amaryllis darüber hinaus vor Beginn der Ruhephase ein zweites Mal umtopfen. Dies ist nicht unbedingt notwendig, wenn du das Umtopfen bereits im Frühjahr durchgeführt hast, jedoch kannst du die Zwiebel und Wurzeln so erneut auf Krankheiten oder Fäulnis untersuchen. Das Abschneiden kranker Teile ist in diesen Fällen die beste Lösung.

Durch das Umtopfen zu neuen Blüten im Winter

Dadurch, dass du deine Amaryllis mit dem Umtopfen immer wieder mit frischer Zimmerpflanzenerde versorgst, bietest du ihr auch neue Nährstoffe, die sie dringend benötigt, um den Zyklus fortführen zu können. Ein Umtopfen deines Rittersterns trägt also bereits im Frühjahr seinen Teil dazu bei, dass im nächsten Winter wieder Blüten ausgebildet werden können. Gieße die Erde rund um deine Amaryllis-Zwiebel Anfang November einmalig gut an, damit der nächste Teil des Zyklus deiner Amaryllis beginnt. 

Jetzt selbst für eine optimale Pflege der Pflanzen sorgen!

Die Amaryllis begeistert nicht nur durch ihre außergewöhnliche und exotische Optik, sie lässt sich auch Jahr für Jahr zur Winterzeit als hochwertige Dekoration verwenden und ist einfach in der Pflege. Dabei kannst du deinen Ritterstern nicht nur in der Erde kultivieren, sondern auch in einer Vase in Wasser oder in einem Wachsmantel. Mehr zur unterschiedlichen Kultivierung der Amaryllis kannst du in unseren Beiträgen zu diesem Thema erfahren!

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