Die Amaryllis – so sorgst du für eine gelungene Pflege!

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Die Amaryllis – so sorgst du für eine gelungene Pflege!

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Juni 3, 2022
Amaryllis

Inhaltsverzeichnis

Bei der Amaryllis handelt es sich um eine äußerst beliebte Zimmerpflanze, die bis zu 80 Zentimeter in die Höhe wächst. Mit ihren prächtigen Blüten in Rot, Rosa oder Weiß wird sie dabei gut erkennbar und lässt sich ohne viel Aufwand in der gewünschten Umgebung kultivieren. Nach der Pflanzung der Zwiebel dauert es dabei nicht lange, bis die als Ritterstern bekannte Pflanze ausgewachsen ist und sich bewundern lässt. Doch wie lässt sich die Amaryllis am besten pflegen? Das zeigen wir dir hier.

Die wichtigsten Eigenschaften der Amaryllis im Überblick

Mit der Amaryllis erwartet dich eine idyllische Zwiebelpflanze, die sowohl in die Höhe als auch in die Breite wächst. So überzeugt die Pflanze nach ihrer Wachstumsphase mit einer Höhe von bis zu 80 Zentimetern und einer Breite von rund 60 Zentimetern. Dabei blüht die Amaryllis sowohl direkt im Dezember als auch von Januar bis Februar. Vor allem in leicht frischer Erde mit etwas Kalk wächst die Pflanze hervorragend an und präsentiert sich schnell von ihrer besten Seite. Im Folgenden haben wir dir die wichtigsten Eigenschaften der vielfältigen Amaryllis noch einmal im Detail zusammengefasst:

  • Starkes Wachstum als vielfältige Zwiebelblume
  • Ausprägung roter, rosafarbener und weißer Blüten
  • Giftige Struktur von sämtlichen Blättern und Blüten
  • Frostempfindliche Beschaffenheit bei niedriger Temperatur
  • Optimale Verwendung als Innenraumbegrünung
  • Positive Entwicklung an halbschattigen Plätzen

Nicht nur als Zimmerpflanze, sondern auch zur Gestaltung moderner Topfgärten bist du rund um die Amaryllis auf der sicheren Seite. Ursprünglich stammt die Pflanze aus der Gattung Ritterstern dabei aus dem Süden Afrikas, wodurch es sich um eine subtropische Zwiebelblume handelt. Bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Pflanze jedoch auch in Europa vertreten und wird seitdem von zahlreichen Hobbygärtnern genutzt. Die Bezeichnung Amaryllis ist dabei bis heute am häufigsten.

So entwickeln sich Blüten und Blätter der Amaryllis im Topf

Grundsätzlich handelt es sich bei der Amaryllis um eine krautige Pflanze. Die Zwiebel ist dabei das zentrale Speicherorgan, welches das Wachstum auf bis zu 80 Zentimeter koordiniert. Während die Amaryllis ursprünglich ein eher trockeneres und kühles Klima gewohnt ist, hat sie sich über die Jahre auch an die europäischen Gegebenheiten angepasst. Dennoch ist die richtige Pflege sehr wichtig.

Ein Highlight der Amaryllis sind zudem ihre einzigartigen Blüten, die verglichen zum Rest der Pflanze einen hervorragenden Eindruck machen. So bilden sich an jedem Schaft mehrere Blütenblätter, wobei sich der Blütenstand auf einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern entwickeln kann. Doch nicht nur an den Blüten wird die Amaryllis dabei erkennbar. Auch die riemenartigen, langen Blätter in starkem Grün machen die Amaryllis als sehr vielfältige Topfpflanze zu einem echten Hingucker.

Darauf ist beim Standort deiner Rittersterne zu achten

Der Standort ist einer der schwierigsten Bereiche beim Ritterstern, da die Pflanze in jeder ihrer drei Vegetationsperioden unterschiedliche Standortansprüche mit sich bringt. In ihrer Wachstumsphase, die sich vom Frühjahr bis zum Sommer erstreckt, ist ein halbschattiger Platz im Freien bei etwa 25 Grad die beste Wahl. Anders ist es während der Blühphase der Pflanze, die immer im Winter liegt.

Zu dieser Zeit kannst du die Amaryllis problemlos im Wintergarten platzieren. Dort wächst sie am besten bei rund 20 Grad, leichte Abweichungen stellen kein Problem dar. Die dritte Phase rund um deine Amaryllis ist die Ruhephase. Diese liegt im Herbst und erfordert einen möglichst dunklen und kühlen Standort. Die Temperaturen sollten bei ungefähr 15 Grad liegen. Frost und Kälte sind für die Amaryllis dabei zu jedem Zeitpunkt zu vermeiden, um ihren Ansprüchen voll gerecht zu werden.

Ebenfalls sehr wichtig für einen geeigneten Standort ist das passende Substrat. Während die Lage bei deiner Amaryllis nicht ganz so einfach zu durchschauen ist, wächst die Pflanze in der Regel mit ganz normaler Zimmerpflanzenerde. Etwas zusätzlicher Kalk oder ein paar weitere Nährstoffe können an dieser Stelle nicht schaden. Mehr dazu erfährst du im Abschnitt Düngen, später in diesem Beitrag.

Die bestmögliche Pflege für eine optimale Entwicklung

Während die Amaryllis, auch als Hippeastrum-Vittatum-Hybriden bekannt, ihren Standort sehr häufig ändert, wirkt sich dies zusätzlich auf die Pflege aus. Behalte dabei die unterschiedlichen Phasen der Amaryllis möglichst genau im Blick. Die folgenden Hinweise sind für eine gute Pflege dabei relevant:

Gießen

Sowohl während der Blühphase als auch in der Wachstumsphase verträgt die Amaryllis durchaus große Mengen Wasser. Steigere die Menge des Wassers während beim Gießen dazu direkt ab dem ersten Austrieb bis hin zur Wachstumsphase, vermeide jedoch immer Staunässe. Im Freien benötigt die Amaryllis dabei mehr Wasser. Für die Ruhephase solltest du das Gießen unterlassen.

Düngen

Nachdem sich die ersten verwelkten Stellen am Ritterstern zeigen, solltest du die erste Ladung Dünger ergänzen. Anschließend kannst du die zusätzlichen Nährstoffe im Rhythmus von etwa drei bis vier Wochen erneut zuführen, um ein kontinuierliches Wachstum zu ermöglichen. Nutze zu diesem Zweck am besten etwas Blühpflanzendünger und steigere die Häufigkeit ab Mitte Mai.

Schneiden

Sobald die Blüten der Amaryllis verwelkt sind, kannst du die Bestandteile problemlos mit einem scharfen Messer abschneiden. So holst du das Beste aus der Blütezeit deiner Pflanze heraus und sorgst für eine optimale Entwicklung. Um die Entfernung der Blätter solltest du dich dann erst im Spätsommer kümmern. Diese lassen sich schneiden, sobald die Pflanze dann eingetrocknet ist.

Umtopfen

Etwa ein bis zwei Monate vor dem Beginn der Blütezeit solltest du die Zwiebel der Amaryllis in einen etwas größeren Topf umpflanzen. Entferne zu diesem Zweck die oberste Schicht der Erde und ergänze etwas frisches Substrat. Anschließend stellst du den Topf der Pflanze an einen kühlen Ort und regst ihn mit frischem Wasser anschließend zum direkten zum Neuaustrieb an.

Amaryllis

Weitere Tipps zur besten Pflege in jeder Jahreszeit

Auf den ersten Blick ist es gar nicht so einfach, in jeder Jahreszeit auf die richtige Pflege zu setzen. Aus diesem Grund haben wir dir für die Amaryllis im Topf noch ein paar Tipps zusammengefasst, die du je nach Saison und Jahreszeit beachten kannst. Setze folgende Vorschläge dabei am besten um:

  • Frühjahr: Wachstumsphase – vor allem im März und April benötigt deine Pflanze etwas mehr Wasser und sollte es möglichst warm haben. Zusätzlicher Dünger ist ebenfalls gut geeignet.
  • Sommer: ab Juni darfst du den Umfang beim Düngen durchaus noch etwas steigern. Ab August solltest du das Gießen und Düngen zum Übergang in die Ruhephase jedoch einstellen.
  • Herbst: Ruhephase – vor allem im September und Oktober braucht die Amaryllis ihre Ruhe. Schneide hierzu die eingetrockneten Blätter ab und gib die Wurzel in etwas kältere Erde.
  • Winter: Ab November kannst du die Zwiebel wieder in frische Erde pflanzen und die Pflanze an eine helle Position stellen. Im Januar und Februar wird der Ritterstern dann austreiben und sollte dabei direkt über den Untersetzer gegossen werden. So bleibt die Zwiebel trocken.
Tipp:
Kleinere Abweichungen sind je nach Temperatur und Jahreszeit durchaus möglich. Orientiere dich am besten direkt am Aussehen der Pflanze und leite daraus die derzeit richtige Pflege ab.

So lassen sich die Sorten der Amaryllis ideal vermehren

Sollte deine Amaryllis nach einigen Jahren nicht mehr ganz so schön blühen, kannst du die Pflanze mithilfe der Tochterzwiebeln durchaus erfolgreich vermehren. Entscheidend ist dabei, dass deine Amaryllis im Sommer von guten Bedingungen profitiert und über ausreichend Wärme und Wasser im Topf verfügt. Sollte dies problemlos möglich sein, kannst du die Tochterzwiebeln während der Ruheperiode von der Mutterzwiebel trennen und anschließend auch in eigene Töpfe überführen.

Grundsätzlich lassen sich die Sorten der Amaryllis auch aus Samen ziehen. Dies ist im Vergleich zur Vermehrung mit den Tochterzwiebeln deutlich aufwendiger und führt nicht immer zu einer schönen und eindrucksvollen Blüte. Mehr zur damit verbundenen Entwicklung der Pflanzen am gewählten Standort erfährst du in unserem Beitrag zur Vermehrung. Dort stellen wir dir beide Methoden vor.

Mit der richtigen Pflege zum besten Schutz vor Schädlingen!

Die richtige Pflege deiner Amaryllis sorgt schnell für eine bessere Entwicklung und trägt dazu bei, dass sich aus der Zwiebel schnell die ersten Knospen und später schöne Blüten entwickeln. Sowohl auf der heimischen Fensterbank als auch im Topf auf deiner Terrasse macht die Amaryllis dabei einen guten Eindruck. Überzeug dich daher gerne selbst von den robusten Rittersternen für deinen Garten und profitiere von eindrucksvollen Blüten. Wie du beim Einpflanzen vorgehen solltest, liest du hier.

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