Amaryllis in Wachs pflanzen – lohnt es sich?

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Amaryllis in Wachs pflanzen – lohnt es sich?

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Juni 17, 2022
Amaryllis in Wachs

Inhaltsverzeichnis

Die Amaryllis (hippeastrum) ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen in der Winterzeit. So bildet die Zwiebelpflanze pünktlich zur Weihnachtszeit ihre großen und farbigen Blütenblätter aus. Neben der Pflanzung in der Erde im Topf und im Wasser in der Vase ist die Amaryllis auch im Wachsmantel erhältlich. Wir zeigen dir hier, was es mit einem solchen Wachsmantel auf sich hat und inwiefern er sich bei der Kultivierung der Amaryllis lohnt!

Diese Vorteile hat die Pflanzung der Amaryllis in Wachs

Die Amaryllis gehört zur Pflanzengattung der Rittersterne und entspringt aus einer Pflanzenzwiebel. Diese Zwiebel ist dabei der Knackpunkt bei der Kultivierung einer Amaryllis. So darf sie weder zu feucht werden oder Staunässe erhalten, denn dann fault sie – noch darf die Zwiebel austrocknen. 

Während bei der Kultivierung in Erde schwieriger einzuschätzen ist, ob die Zwiebel und Wurzeln zu viel Feuchtigkeit erhalten, bietet der Wachsmantel eine einfache Lösung: Die Zwiebel der Amaryllis muss nicht zwingend Wurzeln ausbilden, damit Pflanzenstängel, Blätter und Blüten wachsen. Die Energie hierfür ist bereits in der Knolle gespeichert. Der Wachsmantel sorgt dabei dafür, dass die Zwiebel nicht austrocknet. 

Auch dekorativ ist Wachs eine gute Option

Der Wachsmantel der Amaryllis schützt und unterstützt die Zwiebelblume nicht nur in der Blühphase, sondern hat auch einen dekorativen Nutzen. So erhältst du die gewachste Amaryllis-Knollen in unterschiedlichen farblichen Ausführungen oder sogar mit Glitzer. Du kannst die Amaryllis dabei sofort an jeglichen Standorten platzieren und benötigst weder Topf und Erde noch Amaryllis-Vasen, wie es bei der Pflanzung im Glas der Fall ist. 

Ob mit zusätzlicher Dekoration, mit Kerzen, Drähten oder Figuren oder ganz minimalistisch als einzelne Dekoration auf dem Wohnzimmertisch – die Amaryllis macht mit ihrer Wachsschicht auf jeden Fall einiges her und bedarf sehr wenig Pflege! Auch als Deko kann die Amaryllis nach der Entwicklung aus ihren Zwiebeln daher in Wachs durchaus überzeugen.

Schritt für Schritt zur Pflanzung der Amaryllis in Wachs!

Die Amaryllis richtet sich nicht nach den Jahreszeiten unserer Region, denn sie ist nicht heimisch und richtet ihren Vegetationszyklus auf das subtropische Klima Südamerikas und seiner Sonnen- und Regenzeiten aus. So beginnt nach der Blühphase im Winter die Wachstumsphase der Amaryllis im Frühjahr bis zum Spätsommer und der Zyklus endet mit der Ruhephase vom Spätsommer bis zum November. 

In dieser Zeit benötigt dein Ritterstern wieder Nährstoffe und zusätzliches Gießen mit Wasser. Sobald die Blütenstände deiner Amaryllis also verblüht sind, solltest du handeln und sie in einen Topf pflanzen, damit sie im nächsten Winter wieder blühen kann. Gehe dabei folgendermaßen vor, um auch bei der Amaryllis in Wachs erfolgreich zu sein:

  1. Knibble die Wachschicht vorsichtig von der Knolle ab. Wenn du keine Wurzelansätze findest, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Blumenzwiebel kein zweites Mal austreiben wird. Solltest du jedoch kleine Wurzelansätze finden, kann deine Amaryllis einen neuen Zyklus beginnen. Reinige auch die Wurzelansätze gründlich. 
  2. Entferne die verblühten Stängel und Blätter nicht, denn die Amaryllis benötigt in der Wachstumsphase Zeit, um die Energie aus den Pflanzenteilen wieder in die Zwiebel zu ziehen. 
  3. Befülle einen Pflanztopf mit nährstoffreicher Zimmerpflanzenerde und pflanze die Zwiebel deiner Amaryllis zu zwei Dritteln in die Erde. Ein Drittel sollte einige Zentimeter über das Substrat hinausragen. 
  4. Halte dich an die Vegetationsphasen der Amaryllis. Weitere Informationen zu den Vegetationsphasen und ihren passenden Standorten findest du in unserem Beitrag zu diesem Thema!
Tipp:
Die Amaryllis ist, wie die Hyazinthen auch, eine giftige Pflanze! Du solltest sie also ausschließlich mit Handschuhen einpflanzen, schneiden und umtopfen!

So schützt du die Wachs-Amaryllis vor dem Verblühen

Insbesondere die Temperatur hat einen Einfluss auf die Blütezeit deiner Amaryllis – unabhängig von der Pflanzung in Wachs, in Gläsern oder in der Erde. So sollte deine Amaryllis an einem hellen und nicht zu warmen Standort platziert werden, sobald die Blütezeit beginnt. In der Nacht sollten die Temperaturen zwischen 14° und 16° Celsius schwanken und am Tag nicht die 22° Celsius überschreiten. 

Erfahre jetzt mehr über die Bedeutung von Wachs!

Die hippeastrum-Pflanze ist nicht nur in eine wahre Schönheit, sie kann auch mehrere Jahre bei dir zu Hause überleben und dich Winter für Winter mit ihren hübschen Blütenständen begeistern. Dabei ist aber auch Vorsicht geboten, denn die Amaryllis ist giftig für Mensch und Tier. Erfahre noch mehr zur Toxizität der Amaryllis in unserem Beitrag zu diesem Thema!

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