Die Samen der Passionsblume – so gewinnst du sie

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Die Samen der Passionsblume – so gewinnst du sie

Von: 
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Datum: 
Dezember 7, 2021
Passionsblume Samen

Inhaltsverzeichnis

Unter den richtigen Voraussetzungen sind deine Passionsblumen nicht nur pflegeleicht, sondern lassen sich mitsamt ihren guten Eigenschaften auch ohne viel Aufwand vermehren, Samen sind an dieser Stelle die wohl wichtigste Komponente, um die Pflanzen voranzubringen und die beliebten Früchte zu entwickeln. Doch wie genau gewinnst du die Samen der Passionsblume und worauf ist hierbei zu achten? Wir zeigen dir ausführlich, wie du die Samen optimal nutzt und was wichtig ist.

Wie lassen sich die Samen der Pflanze gewinnen?

Damit deine Passiflora Samen bildet, die du für eine mögliche Vermehrung nutzen kannst, kommt es auf die Ausprägung der Blüte an. Nur aus den ausgereiften Früchten lassen sich Samen gewinnen, indem du per Hand für die gewünschte Befruchtung sorgst. Übertrage die Pollen einfach mithilfe eines Pinsels von einer Blüte auf die andere. So bringst du den natürlichen Prozess aktiv voran.

Achte jedoch darauf, dass diese Form der Befruchtung nicht für alle Passionsblumen geeignet ist. Manche Sorten der Passiflora sind selbstfertil und benötigen daher keine zweite Pflanze für eine erfolgreiche Befruchtung. Andere Pflanzen lassen sich hingegen nur dann befruchten, wenn die Bestäubung durch andere Pflanzen erfolgt. Ein inhaltlich identischer Klon ist somit nicht geeignet. Je nach Art der Passionsblume gibt es daher mehrere Optionen, an die benötigten Samen zu kommen.

Mit frischen Samen zur erfolgreichen Keimung

In den meisten Fällen bietet es sich an, auf die frischen Samen der Passionsblume zurückzugreifen. Trockene Passionsblumensamen lassen sich zur Befeuchtung auch zusätzlich ablutschen, falls es sich bei deiner Pflanze um eine essbare Sorte handelt. Nachdem der Kern noch einmal gut abgespült wurde, lässt er sich direkt in neue Anzuchterde pflanzen. Feuchte und frische Samen werden auf diese Weise zur besten Grundlage, um die Keimung weiter zu beschleunigen. Bring daher etwas Geduld mit, wenn es um das Aussäen der Passionsblume geht und lass die Samen sich entwickeln.

So wird die Aussaat mit Samen zum Erfolg

Damit bei der erneuten Anzucht mit den gewonnenen Samen alles funktioniert, solltest du jederzeit die Keimung im Blick behalten. Umso länger du die Samen der Passionsblume lagerst, desto länger wirst du auch auf die Keimung warten müssen. Die folgenden Schritte helfen dir in dieser Hinsicht dabei, deine Kletterpflanzen optimal zu entwickeln und die Keimung in der Erde zu beschleunigen:

  • Entferne das übrige Fruchtfleisch von den frischen Samen.
  • Lass getrocknete Samen etwa 24 Stunden gut einweichen.
  • Befülle einen neuen Topf mit nährstoffreicher Anzuchterde.
  • Drück die Samen locker ein, da es sich um Lichtkeimer handelt.
  • Befeuchte die Erde gründlich und halte die Keimlinge warm.
  • Achte darauf, dass der Standort gut beleuchtet werden kann.
  • Halte das Substrat langfristig feucht und warte etwas ab.

Bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad entwickelt sich die Passionsblume mit ihrem tropischen Ursprung in der Regel am einfachsten. Dies gilt für die zahlreichen wärmeliebenden Arten, die auf einen hellen Platz und auf ausreichend Wärme angewiesen sind. Auch für die Überwinterung der mehrjährigen Passionsblumen wird der Platz im Beet deines Gartens meist zum echten Problem.

Violett Passionsblume

Die Vermehrung der Passionsblume über Stecklinge

Alternativ zur Vermehrung deiner Passionsblume mithilfe von Samen werden auch Stecklinge auf Dauer zu einer guten Option. Hierbei lassen sich neue Blumen mitsamt ihren Blüten ohne viel Aufwand aus gesunden Trieben entwickeln, um die positiven Eigenschaften praktisch zu vererben. Mit der nötigen Wärme und Helligkeit wird die Vermehrung wie auch bei den Samen zu einem hervorragenden Ansatz, um bereits im zweiten Jahr die Blüte zu entwickeln. Schau dir daher gerne auch unseren weiterführenden Beitrag an und erfahre, wie du deine Passiflora durch Ableger vermehren kannst.

Weitere Tipps rund um deine Passionsblume

Damit Sorten wie die Passiflora caerulea möglichst gut wachsen können, kommt es auf eine leichte Pflege an. Viel Wasser benötigen die Pflanzen nicht, um ihre Blüten zu entwickeln und den Garten optimal auszuschmücken. Wichtiger ist, dass es die Blumen nicht zu kalt haben und zu jeder Zeit auf die nötige Wärme zurückgreifen. Auch die folgenden Tipps vereinfachen die Pflege dabei ungemein:

  • Da die Wurzeln der Passionsblume Trockenheit gewohnt sind, wird das regelmäßige Gießen nicht so wichtig. Dennoch kannst du ab und zu etwas Wasser an der Wurzel ergänzen.
  • Sollte die Passionsblume über ihr bisheriges Gefäß hinauswachsen, ist das Umtopfen für dich überaus sinnvoll. So verschaffst du deiner Pflanze den nötigen Platz für ihre Entwicklung.
  • Führe einen Rückschnitt der Passiflora möglichst im Frühjahr durch. Dadurch regst du die Bildung neuer Blütenknospen an und erhöhst die Chance eines erfolgreichen Wachstums.

Bei guter Pflege wird es dir mit Sicherheit gelingen, die Passionsblume als Pflanze im Garten mit Erfolg zu kultivieren. Auch die damit verbundenen Blüten und Blätter lassen so nicht länger auf sich warten und ermöglichen das Keimen neuer Samen. Schütze deine Pflanze bis zur Vermehrung jedoch vor möglichen Schädlingen und vor Staunässe, um den Anforderungen der Blume gerecht zu werden.

Jetzt mehr über die Samen der Passionsblume lernen!

Solltest auch du von eindrucksvollen Kletterblumen im Topf auf dem Balkon oder direkt im Beet deines Gartens profitieren wollen, sind Passionsblumen die beste Wahl. Durch ihre Farbenpracht werden sie an jedem Standort zu einer echten Bereicherung und beleben deinen Garten. Ergänzend zu den Samen der Passiflora informieren wir dich gerne auch über die Arten der Passionsblume. So bieten wir dir einen kompakten Überblick, ob Passionsblumen giftig für Katzen ist und wie Passionsblumenkraut wirkt.

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