Passionsblume vermehren – so wird es möglich

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Passionsblume vermehren – so wird es möglich

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Dezember 2, 2021

Inhaltsverzeichnis

Mit den beeindruckenden Blüten der Passionsblume erwartet dich ein echtes Naturschauspiel. Umso schöner ist es, die farbenfrohen Blüten mit einigen Handgriffen selbst zu vermehren. Doch wie genau funktioniert die Vermehrung der Passiflora und worauf solltest du bei der Durchführung achten? In diesem Beitrag erfährst du, wie du die Passionsblume direkt in deinem Garten vermehren kannst.

Die klassische Vermehrung mithilfe von Samen

Sollte dir die Entstehung neuer Pflanzen unabhängig von der Mutterpflanze wichtig sein, kannst du die neue Passiflora direkt aus ihren Samen ziehen. Sobald die Früchte deiner Passionsblume reif sind, lassen sich aus dieser die zur Vermehrung erforderlichen Kerne entnehmen. Löse daraufhin auch das Fruchtfleisch von den gewonnenen Samen ab und gib diese in ein mit Aufzuchterde gefülltes Gefäß. Anschließend lassen sich die Samen durch das Substrat überdecken, um die Vermehrung zu starten.

Nachdem du mit der Vermehrung der Passiflora durch Samen begonnen hast, solltest du die Erde möglichst feucht halten. Um Probleme wie Staunässe zu vermeiden, reicht das Gießen mit wenig Wasser in der Regel vollkommen aus. Anschließend benötigst du etwas Geduld, bis aus dem Boden die ersten Keimlinge emporkommen. Mehrere Monate sind bei der Passionsblume keine Seltenheit. 

So funktioniert die Gewinnung neuer Samen

Wie bereits erwähnt, bist du für die Vermehrung mit Samen immer auf reife Früchte angewiesen. Wenn deine bisherige Anzucht keine Maracujas hervorgebracht hat, lassen sich die Früchte bei Bedarf auch direkt im Supermarkt erwerben. Auch die daraus entnommenen Samen sind geeignet, um die Passionsblume mit Erfolg zu vermehren. Für die eigenständige Zucht ist hingegen meist die Befruchtung per Hand erforderlich, um dann vom gewünschten Ergebnis im Garten zu profitieren. So wird die Maracuja zur wichtigsten Basis für die Pflanzen, um bei warmen Temperaturen zu wachsen.

Die Vermehrung der Passionsblume durch Stecklinge

Falls du nach einer unkomplizierteren Lösung für die Vermehrung der Passiflora suchst, können die Stecklinge ein guter Ansatz sein. Nicht nur der Aufwand und die Pflege fallen geringer aus, sondern auch die Entwicklung der Blüte geht deutlich schneller voran. Im Gegensatz zu den aus Samen gezogenen Passionsblumen entwickeln sich aus den Stecklingen schon im ersten Jahr neue Blüten. Die folgenden Schritte sorgen an dieser Stelle für eine erfolgreiche Vermehrung durch Stecklinge:

  1. Entscheide dich für einen jungen und gesunden Trieb und schneide diesen ab.
  2. Teile den abgetrennten Trieb in mehrere Stecklinge mit jeweils höchstens zwei Blättern.
  3. Beseitige die übrigen Blätter und klappe die Übrigen um etwa die Hälfte.
  4. Tauche die Wurzel der Stecklinge in Bewurzelungspulver ein und platziere sie in Anzuchterde.
  5. Achte darauf, dass der Boden während der ersten Wochen konstant feucht bleibt.
  6. Schütze die Jungpflanzen mit einer durchlöcherten Tüte und wähle einen hellen Ort.

Absenker als zusätzliche Form der Vermehrung

Eine besondere Form der Vermehrung deiner Passiflora bieten die Absenker. Wähle hierzu einen Trieb mit naher Lage am Boden und entferne die Blätter an einem seiner Knoten. Die Rinde ritzt du daraufhin an der entsprechenden Stelle mit einem sauberen Messer leicht an. Anschließend legst du diese Stelle der Pflanze in einer Tiefe von etwa fünf Zentimetern in einen mit Aussaaterde gefüllten Topf. So entsteht in den kommenden Wochen eine neue Jungpflanze, die noch fest mit der eigenen Mutterpflanze verbunden ist. Nach spätestens sechs Wochen kannst du die Passionsblumen trennen.

Nicht jede Form der Vermehrung funktioniert sofort

Sowohl bei Stecklingen als auch bei Wurzelschnittlingen, Samen und weiteren Arten der Vermehrung benötigst du etwas Geduld. Während du bei klassischen Samen sogar bis ins zweite Jahr hinein warten musst, ist die Vermehrung über Stecklinge deutlich effizienter. Auch in diesem Fall ist aber natürlich nicht im Vorhinein sicher, ob sich wirklich eine gesunde Pflanze mit schönen Blüten und Blättern bilden wird. Der richtige Standort, die passende Erde und ein guter Boden sind bedeutsam.

Bei der Vermehrung der Passionsblume mit Samen ist es zudem hilfreich, das Aufquellen mit etwas lauwarmem Wasser zu beschleunigen. Dies erhöht deine Chancen, dass die Samen der Passiflora im Boden später wirklich aufgehen und zur gewünschten Blüte führen. Verteile daher nicht nur einzelne Samen, sondern gib an die entsprechende Stellen mehrere Samen für die Bildung der Wurzeln hinzu.

Lass dich jetzt über die Passionsblume informieren!

Das passende Substrat, eine gute Pflege und ein regelmäßiger Blick auf deine werdende Pflanze ermöglichen in den meisten Fällen eine gelungene Vermehrung der Passionsblume. Dies gilt für alle Arten der Passiflora, die du im Blumenbeet meist nicht gesondert umtopfen musst. Solltest du dich auch für die Giftigkeit von Passionsblumen für Mensch und Tier wissen wollen, warum deine Passionsblume nicht blüht, haben wir mit unseren weiterführenden Beiträgen alle nötigen Details.  Außerdem kannst du hier mehr über die rote Passionsblume erfahren.

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