Die Pflege der Passionsblume: darauf kommt es an

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Die Pflege der Passionsblume: darauf kommt es an

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Dezember 3, 2021
Passionsblume pflege

Inhaltsverzeichnis

Mit der Passionsblume, auch als Passiflora caerulea bekannt, erwartet dich eine beeindruckende und vor allem farbenfrohe Pflanze. Sie setzt sich aus mehr als 500 Arten der Passiflora zusammen, von denen sich viele der tropischen Pflanzen mittlerweile auch in Deutschland kultivieren lassen. Durch die Entwicklung der beliebten Maracuja als Frucht bietet die Passionsblume zahlreiche Vorteile. Doch wie genau lässt sich die Passionsblume pflegen und worauf kommt es bei einer guten Aussaat an?

So kultivierst du die Passionsblume am besten

In den meisten Fällen lohnt es sich, die Passionsblume bei ausreichender Helligkeit in deinem Garten zu kultivieren. Solltest du hierzu jedoch keinen ausreichend geschützten Platz finden, lässt sich die Passionsblume auch als Zimmerpflanze oder Kübelpflanze kultivieren. So lässt sich die Blume direkt im Topf auf der Terrasse oder auf dem Balkon unterbringen, bleibt für Hund und Katze jedoch giftig.

Damit sich die Blüten der Passionsblume jedoch noch besser entwickeln können, spielt eine gewisse Wärme bei gleichzeitigem Schutz die wohl wichtigste Rolle. Mit einem Platz im Garten lässt sich auf diese Weise für die beste Pflege sorgen, um die beliebten Kletterpflanzen erfolgreich zu kultivieren.

Alle Details zum Gießen der Passionsblume

Ein wichtiger Bereich der Pflege ist das regelmäßige Gießen. Dies ist für die Passionsblume von hoher Bedeutung, da sie keinesfalls austrocknen sollte. Durch zusätzliches Mulchen schaffst du eine gute Basis für dein Substrat, damit der Boden auch bei starker Sonne nicht zu schnell austrocknet. Achte beim Gießen aber dennoch darauf, dass sich keine Staunässe bilden kann. Diese führt bei zu viel Wasser schnell zu Erkrankungen wie der Wurzelfäule. Daher solltest du die Passionsblume zwar in regelmäßigen Abständen gießen, zu viel Wasser vertragen die Exoten jedoch nicht immer so gut.

passionsblume mit blatt

Ist zusätzlicher Dünger für die Pflanzen sinnvoll?

Bezüglich des Düngers hat die Passionsblume sehr geringe Ansprüche. So reicht in der Regel ein klassischer Universaldünger aus, der während der Vegetation alle zwei Wochen mit dem Gießwasser verbunden werden sollte. Falls du die Passionsblume hingegen nur einmal düngen möchtest, stellt auch dies kein Problem dar. Mit praktischen Langzeitdüngern vergisst du das Düngen sicher nicht. Auch der Nährstoffgehalt der Erde spielt für das Wachstum der Triebe eine wichtige Rolle. Während der Überwinterung deiner Passionsblumen kannst du jedoch dann natürlich auf Dünger verzichten. 

Der richtige Schnitt deiner Passionsblumen

Wichtiger als der Dünger ist ein regelmäßiger Rückschnitt deiner Passionsblumen. Dies gehört dazu, um die Entwicklung der Blüten in die passende Richtung zu lenken. Da die neuen Blüten häufig auch an neuen Austrieben erscheinen, solltest du die Seitentriebe im Frühjahr auf rund zehn Zentimeter kürzen. Für den Haupttrieb empfiehlt sich hingegen eine Kürzung auf 15 bis 20 Zentimeter, was sich mit einem handelsüblichen Messer umsetzen lasst. So profitierst du von einem wirksamen Schnitt. Eine zusätzliche Rankhilfe für die Kletterpflanzen im Garten benötigst du in den meisten Fällen nicht.

So gehst du fokussiert gegen Schädlinge vor

Eine der größeren Herausforderungen für deine Passionsblume sind hingegen Krankheiten und lästige Schädlinge. Vor allem der Befall mit Mehltau erfordert eine zusätzliche Pflege der Passiflora caerulea. Erkennbar wird der Pilz an einem weißlich und leicht grünen Belag, der auch ein Anzeichen für Botrytis sein kann. Die betroffenen Blätter sind hierbei dringend zu entfernen, damit sich der Pilz nicht auf die gesunden Teile der Pflanze ausbreitet. Beim Mehltau kann Knoblauch hilfreich sein.

Auch Bakterien und Pilze können sich im Substrat sammeln und die Wurzel der Pflanze angreifen. Staunässe ist hierbei in vielen Fällen die Ursache. Bezüglich der Schädlinge sind es vor allem die Spinnmilben und Pflanzenläuse, die deine Passionsblumen angreifen. Sorge während der Pflege aus diesem Grund für ein regelmäßiges Besprühen der Pflanze, um Bisse und absterbende Triebe zu vermeiden. Dies gilt auch bei weiteren Schädlingen wie den Ameisen, die nicht tolerierbar sind.

Weitere Tipps für die Pflege im Winter

Ergänzend zu Krankheiten und Schädlingen kann sich der Winter ebenfalls zur Herausforderung für die eigene Pflanzenpflege entwickeln. Dies liegt vor allem daran, dass die Passiflora caerulea nicht winterhart ist und bei Frost daher an ihre Grenzen stößt. Ein kühler Ort im Haus, bei dem deine Pflanzen von ausreichender Helligkeit profitieren, eignet sich ideal zur Überwinterung. Während dieser Phase solltest du deine Passionsblumen deutlich seltener gießen und nicht weiter düngen.

Nach einem erfolgreich überstandenen Winter kann es durchaus nötig sein, der Passionsblume durch das Umtopfen etwas mehr Platz zu verschaffen. Je nach Standort und Pflege wächst die Blume recht schnell, weshalb bei der Kultivierung als Zimmerpflanze oder Kübelpflanze ein neuer Kübel nötig wird. So wirkt sich die Umtopfung im Frühjahr gut auf Blüten, Blätter und Früchte der Passiflora aus.

passionsblume gepunktet

Jetzt mehr über die Pflege der Passionsblume erfahren!

Falls du mehr über das passende Pflanzgefäß und den perfekten Boden für die Passionsblume erfahren möchtest, haben wir viele weitere Beiträge für dich. Dies gilt auch für die Überwinterung der Passionsblumengewächse, wobei wir dir jederzeit behilflich sind. Sowohl für Profis als auch für echte Hobbygärtner wird die Passionsblume aufgrund ihrer Passionsfrucht (Passiflora edulis) zu einer beliebten Wahl. Wenn du mehr über die Wirkung von Passionsblumenkraut erfahren möchtest, haben wir etwas für dich vorbereitet. Außerdem findest du hier mehr Informationen zur roten Passionsblume.

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