Die Vermehrung der Passionsblume durch Ableger

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Die Vermehrung der Passionsblume durch Ableger

Von: 
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Datum: 
Dezember 7, 2021
Ableger einer Passionsblume

Inhaltsverzeichnis

Wenn es um die Vermehrung der Passionsblume geht, gibt es viele Optionen. Die Vermehrung durch Ableger ist an dieser Stelle eine beliebte Option, um neue Jungpflanzen entstehen zu lassen. Doch was konkret gibt es bei der Vermehrung zu beachten und welche Vorteile haben die Ableger, wenn es um die Entwicklung neuer und robuster Pflanzen geht? In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du die Passionsblume mit Ablegern vermehren kannst und worauf du hierbei am besten achten solltest.

Absenker die bessere Wahl im Vergleich zu Stecklingen

Zeitlich funktioniert die Vermehrung mithilfe von Stecklingen deutlich besser. In vielen Fällen haben die Pflanzen aus Stecklingen allerdings schnell mit Erkrankungen oder Schädlingen zu kämpfen. Aus diesem Grund lohnt es sich in deinem Fall durchaus, die Passiflora mit Ablegern zu vermehren. Dies kann zwar durchaus acht Monate in Anspruch nehmen, führt jedoch auch zu robusteren Pflanzen.

In dieser Hinsicht zeigt die Praxis bei der Vermehrung der Passionsblume recht schnell, worauf es bei der Kultivierung der Pflanze ankommt. Das Ziel sollte an dieser Stelle nicht die möglichst schnelle Ausprägung neuer Passionsblumen sein, sondern der Erhalt von robusten und langlebigen Blumen. So ist die gewählte Form der Vermehrung zwar grundsätzlich nicht relevant, führt jedoch zu klaren Qualitäts- und Zeitunterschieden. Auch die Ableger werden somit zu einer guten Grundlage für dich.

So ermöglichen Absenker eine effektive Vermehrung

Falls du dich für die Vermehrung der Passiflora durch Absenker entscheidest, kommt es auf ein gutes und strukturiertes Vorgehen an. Pflanze die Passionsblumen hierzu von Beginn an in einem möglichst großen Topf, um eine Verwirrung der Wurzeln zu vermeiden. Die folgenden Schritte lassen dich dann durchführen, wenn die Absenker direkt im Frühjahr im Beet oder im Topf des Gartens gepflanzt sind:

  1. Entscheide dich für einen jungen und gesunden Trieb.
  2. Entferne möglichst alle Blätter bis auf zwei am Schopf.
  3. Schneide den Trieb unter dem Schopf bei etwa zwei bis drei Zentimetern schräg ein.
  4. Achte darauf, den Zweig nicht zu schräg anzuschneiden und keineswegs durchzuschneiden.
  5. Halte den Schnitt zunächst mithilfe von Streichhölzern oder Plastik offen.
  6. Pflanze den Trieb mit der offenen Einschnitt-Stelle in einen neuen Topf.
  7. Der Schopf deiner Absenker sollte aus der Erdmulde herausragen.
  8. Fixiere den neuen Absenker mithilfe eines Stück Draht ähnlichen.
  9. Halte deinen Absenker feucht, vermeide jedoch die Pflanze zu düngen.
Passionsblume Ableger mit Blüte

Bis zum nächsten Frühjahr solltest du den Absenker der Passionsblume nicht von der Mutterpflanze trennen. Dies bedeutet auch, dass eine Überwinterung erforderlich sein kann. Achte für die Absenker als Stecklinge daher auf eine möglichst gute Pflege, um über eine robuste Pflanze zu verfügen. Die im Winter gewachsenen Triebe entwickeln meist keine Blüten, weshalb du sie zurückschneiden kannst.

Weitere Optionen zur Vermehrung der Passionsblume

Neben der Vermehrung durch Absenker und Ableger lässt sich die Passiflora natürlich auch über viele der gängigen Strategien vermehren und ausprägen. Pflanzen wie die Passiflora caerulea entwickeln sich an dieser Stelle ohne viel Aufwand, benötigen jedoch einen mit Wasser angefeuchteten Boden. Die folgenden Optionen hast du an dieser Stelle, um das Wachstum von Blüten im Topf anzuregen.

Neue Samen

Mit neuer Anzuchterde lassen sich auch die aus den Maracujas gewonnenen Samen für die neue Vermehrung nutzen. Orientiere dich am besten an den essbaren Früchten, um nach der Blüte frische Samen zu gewinnen und die bisherigen Eigenschaften der Passionsblume weiterzugeben.

Stecklinge

Durch das Abschneiden mehrerer etwa 20 Zentimeter langer Stücke vom Trieb lässt sich die Passionsblume auch mithilfe von Stecklingen vermehren. Sprossranken und Spitzen lassen sich an dieser Stelle problemlos entfernen, um die Arten bereits in wenigen Wochen zu entwickeln.

Wurzelschnittlinge

Eine weitere Option ist die Vermehrung der Passionsblumen durch Wurzelschnittlinge. Sollten die Wurzeln der Pflanze zu dick sein, lässt sich ein etwa zehn Zentimeter langes Teilstück trennen. Diese lassen sich direkt in der neuen Erde einpflanzen, um einen gesunden Trieb auszubilden.

Profitiere selbst von eindrucksvollen Blüten und Blättern

Falls auch du deine Passionsblume erfolgreich vermehren möchtest, kommt es einzig und allein auf die Strategie an. Sollten Substrat und Boden passen, wird die spätere Pflege im Topf kein Problem. Mithilfe von Samen und Stecklingen gibst du somit auch die positiven Eigenschaften der bisherigen Pflanze weiter und förderst eine gute Entwicklung. Schau dir hierzu am besten auch unsere vielen weiteren Beiträge an, in denen auf die Giftigkeit und Blütezeit der Passionsblume eingehen.

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