Ist die Passionsblume eine giftige Pflanze?

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Ist die Passionsblume eine giftige Pflanze?

Von: 
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Datum: 
Dezember 7, 2021
Passionsblume giftig

Inhaltsverzeichnis

Wer sich für die Passionsblume im Garten entscheidet, der denkt in den meisten Fällen zunächst an die beeindruckenden Blüten und grünen Blätter. Doch nicht nur die Optik steht charakteristisch für den Stil und die Art der Pflanze. Aber wie sieht es mit der Giftigkeit der Passiflora aus und welche Teile der Pflanze können für dich zur Gefahr werden? Wir zeigen dir, in welchen Fällen die Pflanzen wirklich giftig ist, welche Arten betroffen sind und worauf du hierbei möglichst stets achten solltest.

Diese Arten der Passiflora können giftig sein

Bei mehr als 500 Arten der Passionsblume ist es nicht immer leicht, die Giftigkeit der Pflanze genau im Blick zu haben. Klar ist jedoch, dass viele Gattungen für den Menschen grundsätzlich giftig und daher nicht zu empfehlen sind. Hierzu gehört beispielsweise die Untergattung Decaloba. Ihre mehr als 200 Sorten sind allesamt leicht bis schwer giftig und sollten daher keinesfalls verzehrt werden.

Doch auch die etwas bekannteren Arten der Passionsblume können für den Menschen giftig sein. Rund um die fleischfarbene Passionsblume (Passiflora incarnata) und die blaue Passionsblume (Passiflora caerulea) gibt es im Internet viele verschiedene Meinungen bezüglich der Giftigkeit. Aus wissenschaftlicher Sicht ist vor allem bei der blauen Passionsblume bisher allerdings unklar, ob die Pflanze wirklich giftig ist. Klar ist jedoch, dass ihre Blüten eine abführende Wirkung haben können.

Giftige Inhaltsstoffe bei deiner Passionsblume

Einer der häufigsten giftigen Inhaltsstoffe, die in der Passionsblume präsent sind, ist die Blausäure. Wie hoch der Anteil der Blausäure in den jeweiligen Pflanzen allerdings ausfällt, unterscheidet sich bei jeder Sorte. Eine Aufnahme größerer Mengen der Blattsäure hemmt die Atmung deiner Zellen. Auch bei kleineren Mengen kann es allerdings zu einem Sauerstoffmangel kommen. Vermeide aus diesem Grund den Konsum der Blüten deiner Passiflora, wenn diese nicht zweifelsohne essbar sind. Sobald auch nur geringe Spuren von Cyanwasserstoff enthalten sind, entsteht eine giftige Wirkung.

Diese Symptome entstehen durch den Verzehr

Solltest du die Passionsblume trotz giftiger Substanzen verzehrt haben, macht sich dies in vielen Fällen schnell an Symptomen bemerkbar. So kann beispielsweise ein Kratzen im Hals oder ein Gefühl von Schwindel auftreten, wenn die Passionsblume aus Versehen verzehrt wurde. Was für uns als Menschen bei kleinen Mengen meist nicht so stark ins Gewicht fällt, kann für kleine Nager oder für Katzen gravierende Folgen haben. Kultiviere giftige Passionsblumen daher nicht mit Haustieren.

Mögliche Folgen der Vergiftung können beispielsweise Krämpfe, Erbrechen, Kreislaufprobleme oder allgemeine Schwächen sein. Auch hierbei kommt es aber natürlich auf die Menge an, in der die Früchte, Blüten oder Blätter verzehrt wurden. Solltest du beobachten, wie dein Hund oder deine Katze unbewusst an der Passionsblume spielt, kann bei Symptomen ein Arztbesuch sinnvoll sein.

Schnelle Hilfe bei einer möglichen Vergiftung

Wie bereits erwähnt, wird der Verzehr von giftigen Pflanzenteilen bei gesunden Erwachsenen in den meisten Fällen nicht zum Problem. Sollten jedoch Kleinkinder oder Haustiere an den Blättern, Blüten oder Früchten der Passiflora genagt haben, kann eine schwerwiegende Vergiftung nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wir empfehlen aus diesem Grund aus Sicherheitsgründen einen Besuch bei deinem Arzt. Sollten akute Symptome oder Nebenwirkungen auftreten, kann auch ein Notarzt helfen und die Reaktion begutachten. Weitere Details gibt es direkt bei der nächsten Giftnotzentrale.

Passionsblüte

Die Bedeutung der Passiflora in der Heilkunde

Aufgrund der giftigen und in vielen Fällen besonderen Wirkung der Passionsblume sind die Pflanzen im Bereich der Heilkunde eine beliebte Wahl. Hierbei ist nicht die Maracuja als entscheidende Frucht von Bedeutung. Die Anwendung der Passiflora in der Heilkunde ist auf die Blätter und Stängel deiner Passionsblume beschränkt. Auch in der Physiotherapie finden die Pflanzen dank ihrer besonderen Wirkung Anwendung. In Form von Kapseln, als Tee oder als Extrakt sollen sie Schmerzen lindern.

Die Blätter von Arten wie der Passiflora edulis oder der Passiflora caerulea sollen so bei Verspannung und Rückenschmerzen helfen oder Magenbeschwerden lindern. Auch bei Asthma oder Schlaflosigkeit wird der Passionsblume eine beruhigende und lindernde Wirkung nachgesagt. Lass dich jedoch vor der Nutzung giftiger Pflanzenteile möglichst noch einmal beraten, um deine Gesundheit zu schonen.

Weitere Fakten zur Struktur deiner Passionsblumen

Giftige Passionsblumen sind in den meisten Fällen ein schöner Anblick, können jedoch für Haustiere oder für Kinder problematisch sein. Wähle für die Kletterpflanzen daher einen Standort aus, den Tiere und Kleinkinder nicht so leicht erreichen können. Lediglich Passionsblumen mit ihren essbaren Früchten werden daher zu einer guten Wahl für erreichbare Orte. Gerne bilden wir dich mit unseren Beiträgen zu den Früchten der Passionsblume weiter und erklären dir, wieso die Passionsblume nicht blüht.

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