Früchte der Passionsblume: die Maracuja

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Früchte der Passionsblume: die Maracuja

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Dezember 3, 2021
Passionsfrucht unreif

Inhaltsverzeichnis

Deine Passionsblume bildet bereits die ersten Früchte aus? In vielen Fällen sind diese sogar essbar und werden somit nicht nur optisch zur Bereicherung. Nicht immer bilden sich an den Pflanzen jedoch die beliebten und schmackhaften Maracujas, die auch in Deutschland als Exoten immer gerne gegessen werden. Doch welche Früchte bildet die Passionsblume alternativ aus und worauf solltest du hierbei achten? In diesem Beitrag informieren wir dich über die vielen Früchte der Passiflora.

Welche Arten der Passionsblume produzieren Maracujas?

Solltest du dir die klassischen Maracujas für deinen Garten wünschen, kommt eigentlich nur die Passiflora edulis infrage. Diese stammt aus Brasilien, Argentinien und Paraguay und bildet die bräunlich-roten Früchte aus. Ergänzend zu der beliebten Pflanze mit weiß-violetten Blüten gibt es jedoch viele weitere Blumen der Pflanzenfamilie, die essbare Passionsfrüchte ausbilden können:

  • Passiflora caerulea – essbare, doch sehr gewöhnungsbedürftig schmeckende Früchte
  • Passiflora ligularis – gelbe oder orange Früchte, die der klassischen Maracuja ähneln
  • Passiflora incarnata – grünlich-gelbe Früchte mit einem durchaus süßlichen Geschmack
  • Passiflora coccinea – gelblich-grüne Früchte mit Ursprung aus Venezuela und Peru
  • Passiflora quadrangualaris – große und schmackhafte Früchte aus dem Gewächshaus

Ergänzend zu den genannten Passionsblumen gibt es viele weitere Sorten, die Früchte zum Verzehr ausbilden können. Hierzu gehören beispielsweise die Passiflora alata oder die Passiflora vitifolia. Sollten auch die Blüten der Pflanzen für dich von Bedeutung sein, erwarten dich bei den vielfältigen Blumen idyllische Erscheinungen. Die meisten der jeweiligen Passionsblumen stammen zwar aus tropischen Regionen, lassen sich bei entsprechender Pflege allerdings auch in Deutschland anbauen.

So lassen sich die Früchte der Passionsblume erkennen

Optisch sind die Passionsfrüchte der eindrucksvollen Pflanzen meist eiförmig und verfügen über eine feste Haut. Geschmacklich können die Früchte viele Bereiche abdecken, wobei einige Sorten extrem süß schmecken, andere hingegen bitter oder sauer sein können. In den meisten Fällen beinhalten die Passionsblumen auch entsprechende Kerne, eine große Menge Vitamin C und viele weitere wichtige Substanzen und Inhaltsstoffe. Solange du dich an den essbaren Passionsfrüchten mit viel natürlichem Fruchtfleisch orientierst, steht einer gelungenen und schmackhaften Verkostung nichts im Weg.

Maracuja

Die Bestäubung als Grundlage für neue Früchte

Damit sich auch an deinen Passionsblumen auf dem Balkon, im Topf oder direkt im Garten Früchte bilden können, kommt es auf eine erfolgreiche Bestäubung an. Während die Blüte meist im frühen Sommer erfolgt, vergehen anschließend bis zu drei Monate zur Erntezeit. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn die Passionsblume während ihrer Blüte bestäubt wurde. Während Sorten wie die Passiflora edulis und die Passiflora caerulea selbstfertil sind, trifft dies nicht auf sämtliche Arten zu.

In dieser Hinsicht sind die meisten Passionsblumen auf eine Kreuzbestäubung, beispielsweise durch eine zweite Pflanze, angewiesen. Auf einen selbstgezogenen Steckling als Klon der Pflanze zu setzen, wird daher nicht zu einer Option. Besser ist es mit Maßnahmen wie der Pinselmethode per Hand für eine Bestäubung zu sorgen, um das kurze Zeitfenster der Fruchtbarkeit deiner Blumen zu nutzen.

So lässt sich die Fruchterzeugung sicherstellen

Solltest du im entsprechenden Zeitfenster für eine Bestäubung der Passionsblumen sorgen, steht der Ausbildung der gewünschten Früchte nichts im Weg. Um auch auf das süße Aroma der Maracuja nicht verzichten zu müssen, darf es neben der richtigen Sorte auch an direkter Sonne nicht mangeln. Die Passionsblume gehört als echte Tropenpflanze zu den Pflanzen, die in den meisten Fällen auf Wärme und konstante Temperaturen angewiesen sind. Mit der richtigen Pflege der Passiflora sorgst du auf diese Weise für die Entwicklung schmackhafter Maracujas und sicherst dich bestmöglich ab.

Schau aus diesem Grund genau, zu welcher Art deine Passionsblume gehört und wie die Bestäubung im konkreten Fall funktioniert. Während die Fremdbefruchtung durch Bienen, Fledermäuse, kleine Schmetterlinge und andere Tiere durchaus möglich ist, erfolgt dies nicht immer rechtzeitig für die Ausbildung der beliebten Maracujas. Die Bestäubung per Hand wird für dich wie beschrieben daher zur wichtigsten Grundlage, um selbst von den Passionsfrüchten zu profitieren und dich abzusichern.

Alle Details rund um deine Passionsblumen

Hast du dich für eine andere Art der Passionsblumen, wie die rote Passionsblume entschieden, wirst du in der Regel nicht von essbaren Früchten profitieren. Dennoch können dich je nach Art und Struktur der Pflanze eindrucksvolle Blüten erwarten, mit denen ein farbenfroher Sommer garantiert ist. Schau dir hierzu gerne auch unsere weiteren Beiträge zur Passionsblume an, um mehr zu Fragen wie der Pflege, der Überwinterung oder dem Rückschnitt zu erfahren. Hier bei der Pflanzenschule helfen wir dir weiter.

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