Ist die Passionsblume giftig für Katzen?

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Ist die Passionsblume giftig für Katzen?

Von: 
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Datum: 
Dezember 7, 2021
Weiss blaue Passionsblume

Inhaltsverzeichnis

Wer im eigenen Haushalt über Katzen verfügt, sollte bei der Auswahl seiner Zimmerpflanze sehr vorsichtig sein. Nicht jede Pflanze, die für uns Menschen ungefährlich ist, wird auch für Katzen zu einem guten Begleiter. So ist es auch bei der Passionsblume, die mit ihren großen und farbenfrohen Blüten eine beliebte Wahl darstellt. Doch warum ist die Passiflora für Katzen eher ungeeignet? Wir präsentieren dir, was die Passionsblume für Katzen so gefährlich macht und zeigen Alternativen auf.

Darum solltest du mit Katzen auf Passionsblumen verzichten

Auch wenn es mehr als 500 Arten der Passionsblume gibt, sind diese in der Regel nicht für Katzen geeignet. Dies liegt an der Blattsäure, die in fast allen Pflanzenteilen der Passionsblume steckt. Diese steckt sowohl in den Blättern als auch in den unreifen Früchten und in den Trieben. Sobald Katzen einzelne Triebe anknabbern oder Blätter in den Mund nehmen, kann dies zur Vergiftung führen.

Während die Früchte der Passionsblume als Zimmerpflanze für Menschen häufig sogar essbar sind, ist auch dies bei Katzen nicht der Fall. Nur die wenigsten Tiere schaffen es, sich auf Dauer von der Pflanze im Haus fernzuhalten. Dies gilt auch für die Anzucht im Freien, weshalb es auf den richtigen Standort ankommt. Im Extremfall kann die Passionsblume aufgrund der giftigen Blausäure für Katzen sogar tödlich sein, weshalb wir eine Kultivierung der Pflanzen mit Haustieren keineswegs empfehlen.

Sind alle Sorten giftig für deine Katzen?

Für Menschen sind es vor allem die Passionsblumen der Untergattung Decaloba, die für eine überaus giftige Wirkung sorgen kann. Dies trifft auf mehr als 220 Pflanzen zu. Aufgrund der Blausäure als Stoff in Blüten, Blättern und unreifen Früchten ist die Passionsblume aber immer mindestens leicht giftig. Um Krämpfe, Magenbeschwerden, Übelkeit und Vergiftungen bei Katzen zu vermeiden, sollte daher gar kein Kontakt mit der Pflanze erfolgen. Auch Schwindel und Kopfschmerzen gehören zu häufigen Wirkungen, wovor du deine Katze schützen solltest. Achte daher auf die Gesundheit deiner Katzen.

So kultivierst du die Passiflora auch mit Katzen

Da die Passionsblume nur durch den direkten Kontakt zu Katzen giftig wird, kommt es auf deinen Standort an. Sollte dieser für die Vierbeiner unerreichbar sein, steht einer erfolgreichen Anzucht der Passiflora nichts im Weg. Sorten wie die Passiflora incarnata überzeugen an dieser Stelle mit neuen und eindrucksvollen Blüten. Sowohl im Beet des Gartens als auch direkt im Topf oder Kübel sollte der Kontakt zwischen Pflanze und Katze ausgeschlossen sein. Doch wo platzierst du die Blumen dann?

Nicht ohne Grund gehören Katzen zu den aktivsten, intelligentesten und dynamischsten Haustieren. Auch die Neugier wird schnell zum Problem, wenn du eine neue Pflanze in der Wohnung platzieren möchtest. Solltest du trotz Haustieren nicht auf die Passionsblume verzichten wollen, ist eine Lage an einem sehr hohen Ort ratsam. So führt die Pflanze nicht zu gesundheitlichen Problemen für Katzen.

Katze auf der Wiese

Weitere Pflanzen, die mit Katzen zu vermeiden sind

Nicht nur die Passionsblume, sondern auch viele andere Pflanzen sind für Katzen nicht zu empfehlen. Auch hierbei sind giftige Inhaltsstoffe das größte Problem, vor dem du die Tiere schützen solltest. Stoffe wie Blausäure führen daher langfristig zu Übelkeit und anhaltenden Schmerzen, die du deinem Tier nicht zumuten möchtest. Neben der Passionsblume sind die folgenden Pflanzen giftig für Katzen:

  • Orchideen
  • Drachenlilien
  • Narzissen
  • Rhododendron
  • Aloe Vera
  • Palmfarn

Zu vielen der erwähnten Pflanzen haben wir einen weiteren Beitrag für dich und zeigen dir, worauf du bei der Pflege achten solltest. So musst du dir um Wirkungen wie das Erbrechen beim Verzehr der Pflanzen durch Katzen sicher keine Sorgen mehr machen. Alternativen wie ungiftiges Katzengras wird für dich als Katzenbesitzer eine deutlich bessere Wahl, um deine kleinen Vierbeiner gut zu schützen.

Lerne mehr über gute Pflanzen für deine Tiere

Mit den richtigen Zimmerpflanzen musst du eine Vergiftung deiner Katze gar nicht erst in Kauf nehmen. Gerne zeigen wir dir in unseren weiterführenden Beiträgen, welche Pflanzen für deine Katzen unbedenklich sind und in welchen Fällen du dennoch schöne Blüten erwarten kannst. So hast du es leicht, Pflanzen und Haustiere zu verbinden und keines der Hobbys streichen zu müssen. Hier in der Pflanzenschule informieren wir dich stets umfassend und zeigen dir, was deine Pflanzen wollen.

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