Der Winter neigt sich endlich dem Ende entgegen und es juckt dich in den Fingern, deine Tomatensamen auszusäen und somit mit dem Anbauen deiner Nachtschattengewächse für diese Saison zu beginnen. Doch wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen? Dieser Beitrag erklärt dir alles zum besten Pflanzzeitpunkt und dem optimalen Vorgehen der Pflanzung deiner Tomatenpflanzen!
Die Aussaat deiner Tomatensamen auf der Fensterbank im Inneren deines Zuhauses kann bereits ab Ende März geschehen. So gibst du deinen Tomatenpflanzen einen kleinen Vorsprung und kannst die Jungpflanzen bei Temperaturen von ungefähr 20 Grad Celsius vorziehen. Damit deine Tomatenpflanzen sich nicht gegenseitig den Platz wegnehmen, solltest du sie ungefähr drei Wochen nach der Pflanzung pikieren – also vereinzeln.
Ins Freiland pflanzen solltest du deine Tomatenjungpflanzen erst, wenn keine Gefahr von Nachtfrösten mehr besteht. Insbesondere die jungen Exemplare der Tomaten sind kälteempfindlich und würden eingehen, wenn sie von Frost und niedrigen Temperaturen angegriffen werden. Pflanze deine Tomatenpflanzen also erst ab Mitte Mai – oder nach den Eisheiligen – ins Freiland, um die Pflanzen zu schützen.
Tomaten wachsen schnell und kräftig – jedoch nicht, wenn der Frost und die Kälte ihnen zu schaffen macht. Somit ist es immer besser, einige Tage oder Wochen mit dem Auspflanzen zu warten, anstatt die Nachtschattengewächse zu früh ins Beet im Freiland zu setzen und zu beobachten, wie der Frost deine Pflänzchen über Nacht eingehen lässt. Sinken die Temperaturen in der Nacht noch auf unter zwei bis drei Grad Celsius, solltest du deine Tomatenpflanzen also lieber noch einige Tage in deinem warmen Zuhause behalten.
Während Tomatenpflanzen, die in die Höhe wachsen, durchgehend wachsen und während ihres Wachstums immer wieder neue Blütenstände und Früchte ausbilden, sieht dies bei Topf-, Balkon und Strauchtomaten etwas anders aus. Diese Mitglieder der Nachtschattengewächse sind kleinwüchsig und somit schneller fertig mit ihrem Wachstum. Das bedeutet, dass diese Sorten der Tomate sich fast explosionsartig ausbreiten und bereits nach sechs bis acht Wochen fertig mit ihrem Wachstum sind. Anschließend konzentrieren die kleinen, buschigen Tomatenpflanzen sich auf das Ausbilden der Blüten und Früchte.
Da aber auch das Ausbilden und die Reife der – deutlich kleineren – Früchte von Balkontomaten deutlich schneller vonstattengeht und auch früher endet, als dies bei Stabtomaten zum Beispiel der Fall ist, kannst du sie noch später nach draußen stellen als große Tomatenpflanzen. Hier hast du absolut keinen Zeitdruck und kannst sicher sein, dass du auch einige Wochen später eine reichhaltige Ernte von deinen kleinwüchsigen Tomatenpflanzen erhalten wirst.
Ob im Topf, in der Hängeampel, auf dem Balkon oder im Beet im Freiland – alle deine Tomaten freuen sich über einen sonnigen und warmen Standort! Suche dir also den besten Platz in deinem Garten aus, der im Idealfall windgeschützt ist und sorge für eine nährstoffreiche und durchlässige Erde im Boden.
Wenn du deinen Tomatenpflanzen einen besonderen Schutz verpassen möchtest, kannst du sie darüber hinaus mit einem Tomatendach versehen. Eine geeignete Rankhilfe ist außerdem wichtig für die Stabilität von hochwachsenden Sorten der Tomate und hilft, die Luftigkeit zwischen den Blättern zu gewährleisten. Achte zusätzlich darauf, dass der Pflanzabstand zwischen den Tomaten ausreichend groß ist und dass deine Nachtschattengewächse sich frei entfalten können.
Es benötigt manchmal etwas Geduld, aber denke immer daran, dass eine zu frühe Pflanzung deiner Tomaten im Freiland fatale Folgen haben kann! Erfahre noch mehr zum idealen Zeitpunkt der Auspflanzung und der optimalen Pflege deiner Tomaten und ließ dir dafür unseren Beitrag zu der weißen Fliege als Schädling für deine Nachtschattengewächse durch!