Ist Blauregen winterhart? Die wichtigsten Details!

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Ist Blauregen winterhart? Die wichtigsten Details!

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September 19, 2022
Blauregen winterhart

Inhaltsverzeichnis

Der Blauregen (Wisteria sinensis) – auch unter den Namen Glyzinie oder Wisteria bekannt – ist eine Kletterpflanze, die mit ihren zahlreichen und prachtvollen, blauen Blüten an exotische Pflanzen erinnert. Im Gegensatz zu vielen Pflanzen aus den Tropen ist der Blauregen aber winterhart! Wir erklären dir in diesem Beitrag alles zur Winterhärte des Blauregens und zeigen dir, wie du die Pflanze bei der natürlichen Überwinterung unterstützen kannst!

So lässt sich Blauregen als Gartenpflanze überwintern

Auch, wenn die großen und prachtvollen Blütentrauben des Blauregens Erinnerungen an den letzten Sommerurlaub hochkommen lassen, handelt es sich bei der Wisteria um eine winterharte Kletterpflanze. Mit etwas Unterstützung deinerseits kann dein Blauregen also viele Jahre oder gar Jahrzehnte in deinem Garten wachsen und gedeihen und dich jede Blütezeit aufs Neue mit den blauen, violetten oder weißen Blütenständen begeistern. 

Damit dein Blauregen den kommenden Winter unbeschadet überstehen wird, solltest du einige, kleine Maßnahmen ergreifen:

  • Suche dir bereits vor der Pflanzung einen Standort, der auch im Winter ausreichend Licht erhält. 
  • Decke die Erde rund um den Stamm und die Wurzeln des Blauregens mit einer Schicht Mulch, Laub oder Reisig ab.
  • Gieße den Blauregen in trockenen Perioden des Winters, solange kein Frost herrscht. 
  • Dünge den Blauregen während der Ruhezeit im Winter gar nicht!

Bei der Glyzinie ist es überaus wichtig, dass die Wurzeln den Winter überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Sollten die Wurzeln des Blauregens einfrieren, sterben sie ab, was zu einem Sterben der gesamten Pflanze führen kann. Sind hingegen die Haupt- oder Seitentriebe des Blauregens von Frost und Kälte beschädigt worden, gibt es eine gute Chance auf eine Rettung der Pflanze. Selbst einen radikalen Rückschnitt im Frühjahr übersteht die Wisteria ohne Probleme und kann sich schnell wieder erholen. 

Die Besonderheiten der Überwinterung im Kübel

Wenn du deinen Blauregen in Kübeln und Töpfen gepflanzt hast, solltest du die Überwinterung der Kletterpflanze ein Stück weit ernster nehmen. Während die Wurzeln des frei stehenden Blauregens bereits von der umgebenden Erde isoliert werden, kann sich Frost deutlich schneller durch die dünnen Kübelmaterialien und das innenliegende Substrat arbeiten. 

Platziere deine Jungpflanzen des Blauregens in Kübeln, also im Idealfall in ein kaltes Gewächshaus oder einen unbeheizten Wintergarten. Temperaturen rund um den Gefrierpunkt können selbst Jungpflanzen und Kübelpflanzen der Wisteria gut ertragen. Wenn du in einer besonders milden Region wohnst, kannst du die Kübelpflanzen sogar im Garten stehen lassen. Dennoch solltest du beim Blauregen im Kübel folgende Maßnahmen für den Winterschutz ergreifen: 

  • Umwickle das Pflanzgefäß mit alten Decken, Pflanzenvlies oder Jutesäcken. 
  • Platziere die Kübel auf Holzbretter oder andere isolierende Materialien.
  • Decke die oberirdischen Pflanzenteile mit einer dicken Schicht aus Laub, Reisig oder Rindenmulch ab. Auch Luftpolsterfolie eignet sich hierfür hervorragend. 

Überwinterung vergessen? So behandelst du Frostschäden

Wenn du im zeitigen Frühjahr bemerkst, dass einige Triebe deines Blauregens vom Frost angegriffen wurden und erfroren sind, solltest du zügig zu einer Schere greifen. Verpasse der Wisteria einen großzügigen Rückschnitt – keine Angst, von diesem wird sich die Pflanze in der kommenden Wachstumsphase schnell erholen, denn innerhalb von nur kurzer Zeit wirst du beobachten können, wie aus dem gesunden Holz wieder neue Triebe sprießen. 

Schneide auch erfrorene Blüten oder Knospen ab. Sollten Blüten oder Knospen vom Frost beschädigt worden sein, wird die Pflanze es leider nicht mehr schaffen, an diesen Stellen neue Blütenstände auszubilden. Du wirst in der Saison also weniger Blüten und eine geringere Ausbildung von Samen genießen können – der Winterschutz im Herbst ist also ausschlaggebend für eine gute und reichhaltige Blüte. 

Wie sich junge und alte Blauregen-Pflanzen unterscheiden

Während Blauregen-Pflanzen, die bereits einige Jahre bei dir im Garten leben, den Winter selbst ohne einen Winterschutz überstehen können, ist dies bei Jungpflanzen bedauerlicherweise noch nicht der Fall. Die jüngeren Exemplare der Glyzinie reagieren noch empfindlich auf Frost und benötigen dementsprechend einen hochwertigen Winterschutz. 

Es bietet sich deswegen an, Jungpflanzen für die ersten Jahre noch in Kübeln zu pflanzen. So kannst du die Pflanzgefäße vor dem Winter einfach an einen geschützten Ort stellen. Hast du die Jungpflanzen hingegen im Freiland gepflanzt, ist es ratsam, den Boden mit einer dicken Schicht Reisig, Laub oder Mulch abzudecken. Auch der zweite Rückschnitt im Jahr sollte vor der Ruhephase des Blauregens durchgeführt werden. So können weniger Pflanzenteile erfrieren und im kommenden Frühjahr wieder kräftig austreiben. 

Tipp:

Die Pflanzenteile des Blauregens sind giftig. Trage bei einem Schnitt der Pflanze also Handschuhe oder wasche dir danach gründlich die Hände.

Jetzt von einem optimalen Pflanzenschutz profitieren!

Wusstest du, dass der Blauregen einen bis anderthalb Meter pro Jahr in die Höhe wachsen kann? Damit du in ein paar Jahren von einer Pergola oder einem Rosenbogen voller Blauregen-Blüten profitieren kannst, ist der richtige Überwinterungsschutz ausschlaggebend. Erfahre noch mehr zur Pflege und zum Rückschnitt der Wisteria vor dem Winter – in unserem Beitrag zu diesem Thema!

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