Der Drachenbaum - Pflege, Standort, Substrat, etc.

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Der Drachenbaum - Pflege, Standort, Substrat, etc.

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März 18, 2022
Drachenbaum

Inhaltsverzeichnis

Der Drachenbaum (Dracaena) stammt ursprünglich aus den Tropen Afrikas, Mittelamerikas und Asiens. Die besondere Form ihrer Stämme und der Wuchs ihrer Blätter machen den Drachenbaum zu einem echten Hingucker. In diesem Artikel erfährst du grundlegende Informationen zu Arten, Pflege, Wuchsverhalten und Herkunft der Zimmerpflanze.

Ursprung

Der Drachenbaum (Dravaena) ist ein Agavengewächs und zählt zu den Grünpflanzen. Die meisten Abkömmlinge dieser Gattung finden ihren Ursprung in den Subtropen und Tropen bei einer Ausbreitung von Asien bis hin zu den Kanarischen Inseln. Dracaena wird vom griechischen Wort “drakaina” abgeleitet, was “Schlange” bzw. “weiblicher Drache” bedeutet. Der Drachenbaum ist in den westlichen Ländern schon seit mehr als hundert Jahren bekannt und aufgrund seines schönen Aussehens bei gleichzeitiger Zähheit beliebt. Zu den bekanntesten Unterarten des Drachenbaums zählen der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco) und der duftende Drachenbaum (Dracaena fragans). Die Zimmerpflanzen sind aufgrund ihrer luftreinigenden Eigenschaften besonders auf Büroflächen beliebt. Viele Menschen halten die Keulenlilie für eine Unterart des Drachenbaums, was jedoch nicht stimmt. Dennoch ist ihr Wuchsverhalten ähnlich und sind sogar eng mit dem Drachenbaum verwandt. 

Wuchsverhalten und Aussehen

Entgegen ihrem Namen sind Drachenbäume keine richtigen Bäume. Im Freien stehende Exemplare können unter optimalen Bedingungen eine Höhe von mehreren Metern erreichen, wobei bei Zimmerpflanzen in unseren Breiten meist bei maximal 2 Metern Schluss ist. Sie besitzen mehrere palmähnliche, verholzte Stämme, an denen sich dichte Blätterbündel befinden. 

Die Blätter des Drachenbaums wachsen aufrecht nach oben oder hängend zur Seite. Sie besitzen eine spitz zulaufende Form und können gestreift, gesprenkelt oder gänzlich grün sein. 

Beliebte Zimmerpflanzen mit bunten Blättern sind der gerandete Drachenbaum (Dracaena marginata), der verzweigte Drachenbaum (Dracaena surculosa) oder der duftende Drachenbaum (Dracaena fragans). Der kanarische Drachenbaum zählt zu den Gattungen mit homogen grünem Blätterkleid.

Blüten kriegen Drachenbäume normalerweise erst in höherem Alter im Sommer. Sie sind cremeweiß bis grünlich-weiß gefärbt und stehen in Rispen bzw. Dolden zusammen. Die Blüten des duftenden Drachenbaums besitzen sogar einen angenehmen Duft. Frei stehende Drachenbäume entwickeln rot/orange gefärbte runde Früchte, die bei Zimmerpflanzen nur sehr selten vorkommen.

Wie kann man Drachenbäume von Keulenlilien unterscheiden?

Wie bereits erwähnt, ist eine Verwechselung von Keulenlilien mit Drachenbäumen nicht selten. Damit dir das nicht passiert, musst du dir die Wurzeln ansehen: Die Wurzeln des Drachenbaums haben eine gelb-orange Färbung, wohingegen die der Keulenlilien weiß sind und sogenannte Speicherknollen besitzen. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Drachenbaum im Gegensatz zur Keulenlilie leicht giftig ist. Haustiere oder kleinen Kindern sollten nur unter Aufsicht in der Gegenwart der Pflanze spielen. 

Das richtige Substrat, der richtige Standort

Der Drachenbaum benötigt ein gut durchlässiges Substrat, das mit etwas Humus/Nährstoffen angereichert wurde. Der optimale pH-Wert liegt im leicht säuerlichen Bereich bei 6. Verwendest du normale Blumenerde, kannst du sie mit Sand, Kies oder Tongranulat anreichern, bei Palmen- oder Grünpflanzenerde ist das nicht nötig. Die Aufzucht in einer Hydrokultur ist auch möglich. 

Drachenbaum einpflanzen

Beim Kauf befinden sich Drachenbäume meistens in einem kleinen Topf. Damit deine Zimmerpflanze richtig gedeihen und sich entfalten kann, ist ein größeres Behältnis und ein anderes Substrat nötig. Setze deine Pflanze direkt nach dem Kauf in einen neuen, größeren Topf mit einer Erde, die den zuvor genannten Punkten entspricht (humusreich, nahrhaft, durchlässig).

Drachenbaum

Die bekanntesten Arten des Drachenbaums

Der Duftende Drachenbaum (Dracaena fragrans)

Namensgebens sind seine duftenden Blüten, welche zwischen März und Mai blühen. Die Wildart besitzt gänzlich grüne Blätter, wohingegen die Unterart “Massangeana” mit gelben Streifen auf den Blättern auffällt. “Lemon Lime” besitzt hellgrüne und “Janet Craig” zur Seite gewölbte, dunkelgrüne Blätter. 

Der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco)

Diese Art stammt von den kanarischen Inseln und besitzt lange, dunkelgrüne Blätter. Als Zimmerpflanze kann er eine Höhe von zwei Metern erreichen. 

Der Verzweigte Drachenbaum (Draceana surculosa)

Dieser Draceana besitzt gepunktete Blätter. Seine Triebe haben Ähnlichkeit mit Bambus, weswegen er auch “Bambus-Drachenbaum” genannt wird.

Der Gerandete Drachenbaum (Draceana marginata)

Diese Unterart zeichnet sich durch dünne, braunrote Streifen an den Blatträndern aus.

Tipps zur Pflege deines Drachenbaums

Gießen

Das Gießen eines Drachenbaums ist anspruchsvoller als es den Anschein hat. Das Substrat im Haus kultivierter Pflanzen muss das gesamte Jahr über leicht feucht gehalten werden, da sonst die Wurzelballen austrocknen. Ist dies der Fall, verfärben sich die Spitzen der Blätter des Drachenbaums bräunlich. Im Umkehrschluss muss die Pflanze, sobald die oberste Substratschicht angetrocknet ist, gegossen werden. Gleichzeitig darf keine Staunässe entstehen. Sie führt zum Faulen die Wurzeln, wodurch die Wasseraufnahme beeinträchtigt wird und der Drachenbaum vertrocknet. Manche Drachenbaum-Arten befinden sich während der Wintermonate in einer Ruhephase. Sie werden in dieser Zeit weniger gegossen. 

Drachenbäume sind in den Tropen beheimatete Pflanzen, weswegen sie am besten mit Regenwasser gegossen werden. Leitungswasser muss vor dem Gießen entkalkt werden. Ist die Luftfeuchtigkeit im Raum gering, mag es der Drachenbaum mittels einer Sprühflasche bestäubt zu werden. Das verwendete Wasser sollte die gleichen Eigenschaften wie das Gießwasser besitzen. 

Düngen

Flüssiger Grünpflanzendünger ist für Dracaena’s am besten geeignet. Er lässt sich einfach dem Gießwasser beimischen. Wie oft du deine Pflanze düngst, ist vom Wachstum  abhängig. In Phasen starken Wachstums von März bis September ist eine Düngezugabe alle zwei Wochen ratsam. Während Phasen mit gemäßigtem Wachstum zwischen Oktober und Februar kann die Düngezugabe auf alle vier bis sechs Wochen reduziert werden.

Umtopfen

Drachenbäume wachsen in den ersten Monaten schnell, wodurch sie jährlich im Frühjahr umgetopft werden müssen. Mit Zunahme des Alters reicht es oft dem Dracaena alle 3 Jahre einen neuen Topf zu bescheren. Als Faustregel kann man sich merken, dass der Durchmesser des neuen Topfs mindestens 2 Zentimeter größer sein sollte.

Schneiden

An einem lichtarmen Standort befindliche Drachenbäume besitzen meist kahle, lange Triebe, an denen nur schwache Blätter hängen. Hier ist es sinnvoll, die Verzweigungen mittels eines Schnitts anzuregen. Alle Gattungen der Pflanze vertragen das Schneiden gut und können das gesamte Jahr über gekürzt werden. Verwende beim Schneiden stets eine geschärfte Klinge oder Gartenschere. Das Schnittgut kann optimal für die Vermehrung genutzt werden. 

Vermehren

Möchtest du deinen Drachenbaum vermehren, ist eine Vermehrung mittels Stecklingen das Einfachste. Es ist dir überlassen, ob du Stamm- oder Kopfstecklinge verwendest. Stecke sie für die Bewurzelung in nährstoffarme Anzuchterde oder in ein Glas Wasser. Einige Arten wie der Kanarische Drachenbaum können auch mittels Samen vermehrt werden. Diese Form der Anzucht dauert jedoch länger und benötigt Temperaturen um die 25 Grad Celsius. 

Schädlinge und Krankheiten

Der Drachenbaum ist eine äußerst beständige Zimmerpflanze, die jedoch durch Fehler in der Pflege für Schädlinge und Krankheiten anfällig sein kann. Schildläuse, Thripse und Spinnmilben sind das Stichwort. Entdeckst du eine braune Verfärbung an den Spitzen der Blätter, kann dies trockene Wurzelballen, Überdüngung oder trockene Zugluft als Ursache haben. 

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