Orchideen durch Ableger vermehren: So gelingt es dir!

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Orchideen durch Ableger vermehren: So gelingt es dir!

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Januar 17, 2022
Orchidee Ableger

Inhaltsverzeichnis

Orchideen, die Sympodien bilden, lassen sich leicht aus Stecklingen ziehen. Sie sollten alle paar Jahre geteilt und durch Stecklinge vermehrt werden, um sicherzustellen, dass sie sich weiter entwickeln. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um sie umzutopfen

In diesem Artikel zeigen wir dir in ein paar einfachen Schritten, wie du deine Orchidee mit einem Orchideenableger kultivierst.

Orchidee durch Ableger vermehren: kurz und knapp 

  • Orchideen können im Frühjahr oder im Herbst gezüchtet werden, wenn das Umtopfen am häufigsten vorkommt.
  • Sympodiale Orchideen entwickeln Pseudobulben, die durch Teilung der Pflanze in Ableger entstehen.
  • Ein Steckling sollte mindestens drei Bulben besitzen. Wenn eine Orchidee Nachkommen produziert, können diese zur Vermehrung abgetrennt werden, sobald sich Wurzeln gebildet haben.
  • An monopodialen Orchideen entwickeln sich Seitentriebe, die bewurzelt und geschnitten werden können.

Das sind deine Möglichkeiten 

Generative Vermehrung

Es kann bis zu zehn Jahre dauern, bis diese Methode erfolgreich ist und in der Zwischenzeit hast du bereits eine neue Pflanze gezüchtet. Diese Methode ist schwierig auszuführen und es sind optimale Bedingungen erforderlich, weshalb wir die vegetative Vermehrung empfehlen.

Vegetative Vermehrung

Diese Technik ist nur für folgende  Orchideenarten geeignet: Calanthe, Dendrobium, Epidendrum und Phalaenopsis.

Orchidee vermehren: der richtige Zeitpunkt 

Orchideen brauchen alle zwei bis drei Jahre einen neuen Topf. Das Umtopfen von Orchideen erfolgt am besten im Frühjahr oder Herbst. Außerdem wird die Keimung durch die Wärme des Frühlings begünstigt: Die Pflanze beginnt im Frühjahr einen neuen Wachstumszyklus, in dem sie schnell neue Wurzeln bildet. Die Orchidee hat ihre Blütephase im Herbst abgeschlossen und kann sich nun voll und ganz dem Wurzelwachstum widmen, anstatt unter der Doppelbelastung durch die Blüten zu leiden.

Ist der Topf zu klein, bedeutet das, dass deine Orchideen zum Umtopfen oder zur Vermehrung bereit sind. Die neuen Triebe stoßen an den Rand des Topfes oder wachsen sogar darüber hinaus. Sieh dir an, wie viele Pseudobulben sich gebildet haben. Sind es mindestens acht, kannst du die Orchidee in einem Zug teilen. Als Richtwert sollten immer drei Bulben pro Steckling vorhanden sein.

So kannst du deine Orchidee vermehren und teilen 

Um die verschlungenen Wurzeln zu lösen, trennst du die Blattbüschel vorsichtig ab. Um so wenig Wurzeln wie möglich abzureißen oder abzubrechen, solltest du nicht zu stark ziehen. 

Wenn einige der Wurzeln noch gebrochen sind, schneide sie mit einer Schere sauber ab. Entferne auch die abgestorbenen, schlaffen Wurzeln, die nicht so hart und weiß sind wie die gesunden. Die Materialien und Pflanzgefäße, in denen du die Stecklinge anbaust, sollten beide steril sein.

Setze den Ableger in das Substrat 

Setze die Ableger nach dem Schneiden in separate Behälter. Die Wurzelstruktur sollte den Behälter so weit wie möglich ausfüllen, aber nicht zerdrückt werden. Lass das lockere Substrat in kleinen Portionen zwischen die Wurzeln fließen und klopfe den Topf, während du ihn in der Hand hältst, von Zeit zu Zeit vorsichtig auf eine feste Oberfläche, damit sich keine großen Hohlräume bilden. Alternativ kannst du auch einen Bleistift verwenden, um den Untergrund vorsichtig anzudrücken.

Gieße die Orchidee und das Substrat gut, sobald du die Stecklinge eingesetzt hast. Eine Sprühflasche ist dafür ideal. Sobald sich die Wurzeln in dem neuen Behälter etabliert haben, empfehlen wir, sie einmal pro Woche mit einem Tauchbad zu behandeln. Achte darauf, dass das Wasser richtig abläuft und sich nicht im Behälter ansammelt, was die Wurzeln zerstören könnte.

Die passende Pflanzgefäß für deine Orchidee 

Es ist am besten, einen speziellen Orchideentopf als Übertopf zu verwenden. Das ist ein dünner, hoher Behälter mit einer eingebauten Stufe, auf der der Pflanztopf steht. Dank des großen Hohlraums unter dem Topf bleibt die Orchidee trocken.

Verschiedene Arten der Orchideen Vermehrung 

Ableger bilden sich aus den Triebaugen an den Pseudobulben oder dem Blütenstandstamm von Orchidaceae wie Epidendrum oder Phalaenopsis. Diese Ableger können einfach abgetrennt und gepflegt werden, nachdem sie Wurzeln gebildet haben. Orchideen, die häufig geteilt und durch Ableger vermehrt wurden, bilden irgendwann Rückbulben. Auch wenn einige von ihnen keine Blätter mehr haben, können sie aus ihren Reserveaugen noch neue Triebe bilden. Diese erreichen aber meist erst nach einigen Jahren ihre maximale Blütenpracht.

Orchidee im topf

So kannst du monopodiale Orchideen vermehren 

Monopodiale Orchideen, wie Angraecum oder Vanda, können auch durch Teilung vermehrt werden. Allerdings sind die Erfolgsaussichten nicht sehr hoch. Wenn deine Orchideen aus ihren Töpfen herausgewachsen sind oder ihre unteren Blätter verloren haben, empfehlen wir dir, sie nur zu teilen.

Wenn du willst, dass deine Pflanzen gesund und vital bleiben, überwintere sie in einem kühlen Raum. Das ist ganz einfach! Wickle die Pflanze einfach in eine feuchte Sphagnum-Moos-Hülle ein, bevor du sie einlagerst. Du kannst dann die bewurzelten Triebspitzen abschneiden und sie wieder einpflanzen, sobald sie Wurzeln gebildet haben.

So kannst du Orchideen dank Kindel vermehren 

Für einen Orchideenableger brauchst du auch einen Kindel, der manchmal auch als Keiki bezeichnet wird. Kindel kommt dort vor, wo man normalerweise Blüten erwartet, zum Beispiel am Blütenstiel einer Phalaenopsis (bei anderen Orchideenarten an den Bulben). Er ist leicht zu erkennen, weil er viele grüne Blätter und Wurzeln hat.

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