Die richtige Pflege von Orchideen im Winter

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Die richtige Pflege von Orchideen im Winter

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Januar 24, 2022
Orchidee winter

Inhaltsverzeichnis

Auf vielen Tischen und Fensterbänken in Deutschland findet sich eine Orchidee wieder. Die beliebteste Orchideenart ist wohl die Phalaenopsis. Der deutsche Winter stellt für die im Regenwald beheimateten Exoten eine besondere Herausforderung dar. Ob gerade in der Blüte oder während der Wachstumspause, wir erklären dir in diesem Beitrag, was du bei der Pflege deiner Orchidee zur kalten Jahreszeit beachten musst.

Orchideenpflege in den Wintermonaten 

Im Gegensatz zur Heimat der Orchideen werden die Tage in Deutschland über die Wintermonate kürzer. Zunehmende Kälte und der wenige Sonnenschein verlangen speziellere Pflege für Orchidee. Folgende Maßnahmen können ein gutes Überwintern deiner Orchidee gewährleisten:

  • Standort im Winter an ein südliches Fenster wechseln
  • Orchidee einmal die Woche im Untertopf tauchen beziehungsweise spärlich gießen
  • Sollte sich deine Orchidee in der Ruhephase befinden, dann dünge sie nicht
  • Eine Orchidee in der Blütephase kann getrost alle vier bis sechs Wochen mit Flüssigdünger behandelt werden
  • Bei Benutzung der Heizung die Pflanze täglich mit Wasser bestäuben
  • Ab März die Pflanze an einen etwas dunkleren Standort stellen und vor direkter Sonne schützen

Warum die Blätter mit Wasser bestäuben?

Mit dem Beginn der Heizperiode geht meist eine trockenere Luftfeuchtigkeit einher. Ihrer Herkunft entsprechend benötigen die Blumen mit der schönen Blüte jedoch Feuchtigkeit. Eine Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent ist für Orchideen optimal. Wenn du einen Raumbefeuchter besitzt, kannst du ihn für die Regulation verwenden.

Besitzt du kein solches Gerät, sind entkalktes Wasser oder Regenwasser genauso für die Behandlung geeignet. Falls das Bestäuben nicht ausreicht, kannst du den Untersetzer mit Blähton befüllen. Der Blähton speichert Feuchtigkeit und kann die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen, indem er sie langsam an die Orchidee und Umgebung abgibt. Alternativ gibt es im Fachhandel spezielle Fensterbankschalen, welche die genannte Funktion besitzen.

Orchideen mögen keine Zugluft

Im Winter ist es üblich, dass die Menschen ihre Wohnräume von Zeit zu Zeit lüften. Niemals solltest du ein Fenster vor deiner Orchidee öffnen oder kippen. Die kalte Zugluft kann der Pflanze einen Kälteschock verpassen, was die Orchidee zum Abwerfen all ihrer Blüten veranlassen kann. Auch Blütenknospen können Schaden erleiden. Bei einem Orchideenkauf im Winter solltest du demnach deine Pflanze für den Transport gut einpacken, bevor du mit ihr aus dem Geschäft ins Freie gehst. 

Auch steinerne Fensterbänke können Kälte von unten an die Orchidee abgeben. Um die Wurzeln der grazilen Pflanze zu schützen, kannst du eine isolierende Schicht aus Styropor oder Holz zwischen Topf und Fensterbank anbringen.

Gefahr durch Staunässe

Zwar ist Staunässe nicht nur im Winter für die Orchidee und insbesondere ihre Wurzeln gefährlich, jedoch nimmt das Risiko in der kalten Jahreszeit deutlich zu. Weniger Licht, eine eventuelle Winterruhe und kühlere Temperaturen sind Gründe für einen geringeren Wasserverbrauch der Orchidee. Neue Blätter und Wurzeln werden erst im Frühjahr ausgebildet. Um Staunässe an den Wurzeln der Orchidee zu vermeiden, solltest du die Frequenz des Gießens entsprechend anpassen. 

Trick:

Heben die Orchidee im Topf an, um zu ermitteln, ob die Zimmerpflanze Wasser benötigt oder das Wässern warten kann. 

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