Liebstöckel im Garten – die wichtigsten Tipps zu Pflanzung und Pflege

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Liebstöckel im Garten – die wichtigsten Tipps zu Pflanzung und Pflege

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März 22, 2022
liebstoeckel

Inhaltsverzeichnis

Mit Liebstöckel, das auch als Maggikraut bekannt ist, erwartet dich eine bis zu 200 Zentimeter hohe Staude. Vor allem in sonnigen Umgebungen zeigt sie sich von ihrer besten Seite und präsentiert ihr buschiges und ausdauerndes Wachstum. Damit das Kraut jedoch auch bei dir im Garten gut wachsen kann, kommt es auf den richtigen Umgang an. In diesem Beitrag stellen wir dir das vielfältige Kraut für deinen Garten genauer vor und zeigen dir, was die spannenden Blätter so besonders macht.

Die wichtigsten Eigenschaften zum Liebstöckel im Überblick

Das Liebstöckel ist mit einer Höhe von bis zu zwei Metern kein kleines Kraut im Garten. Vor allem auf sandigen Böden entwickelt es sich optimal und überzeugt mit frischen Blättern. Die besten Optionen für ein umfassendes Wachstum erwarten dich bei einer sonnigen Lage. Auch die Blüten des Krauts zeigen sich dann von Juli bis August und locken Insekten in deinen Garten. Nach der Ernte erwartet dich mit deinem Liebstöckel ein aromatisches Kraut, das perfekt zum Würzen von Suppen und vielen weiteren Gerichten geeignet ist. Die folgenden Eigenschaften sind hierbei von enormer Bedeutung:

  • Entwicklung als Staude an möglichst sonnigen Standorten
  • Ausprägung eigener Dolden zwischen Juli und August
  • Bedarf eines nährstoffreichen Bodens direkt im Garten
  • Ungiftige Pflanzenstruktur und reibungslose Aussaat
  • Optimale Pflanzung in Bauern- oder in Kräutergärten

Als Kraut der Familie der Doldenblütler ist bereits seit dem 16. Jahrhundert als Aphrodisiakum bekannt. Auch der Name im Deutschen leitet sich aus dieser Eigenschaft ab. Vor allem die im Kraut enthaltenen ätherischen Öle erinnern an die Würze von Maggi, woher auch die zweite Bezeichnung Maggikraut stammt. Was viele jedoch nicht wissen: kein Produkt von Maggi enthält Liebstöckel. Dennoch wird das Kraut direkt aus deinem Garten natürlich zur besten Wahl zum Würzen vor Ort.

So entwickeln sich die Blüten und Blätter der Pflanze

Liebstöckel zeichnet sich durch seine winterharte und kräftige Struktur aus. Vor allem das buschige Wachstum auf eine Höhe von bis zu zwei Metern wird zu einer entscheidenden Eigenschaft. Auch in die Breite wächst die Pflanze jedoch, weshalb du nach links und rechts einen Abstand von einem Meter einplanen solltest. Hinzu kommt der verzweigte Wurzelstock als Grundlage der Pflanze.

Die Blätter des Liebstöckels sind hingegen weich und gezähnt. Auch ihre sichtbaren Adern tragen zur Unterscheidbarkeit im Vergleich zu anderen Kräutern bei. Beim Zerreiben der vielen Blätter kommt es zusätzlich zu einem leichten Duft von Sellerie. Ab dem zweiten Standjahr werden die Blätter am Liebstöckel auch durch zusätzliche Blüten ergänzt. Diese bilden sich am Maggikraut meist ab Juli und bleiben bis in den August hinein. Für Insekten sind die Blüten der Kräuter dabei ein wahres Paradies.

Die perfekte Lage für ein gelungenes Wachstum der Kräuter

Um auf lange Sicht von einem intensiven Geschmack und köstlichen Aroma zu profitieren, solltest du für Liebstöckel einen halbschattigen Platz im Garten wählen. Vor allem die Größe des Liebstöckels ist hierbei zu beachten, da das Kraut Jahr für Jahr weiter wächst. Zu eng sollte der verfügbare Platz bei dir im Kräuterbeet in dieser Hinsicht nicht begrenzt werden. In Verbindung mit einem kalkhaltigen und nährstoffreichen Boden hast du beste Chancen, deine Pflanze erfolgreich anzubauen. Dies gilt nicht nur direkt für die Pflanzung im Beet, sondern auch für die Doldenblütler in einem großen Topf.

Darauf solltest du bei der Pflege des Liebstöckels achten

Damit sich das Maggikraut bei dir im Garten schnell von seiner besten Seite zeigt, kommt es auf eine gute Versorgung mit Wasser an. Doch nicht nur das ist für die ansonsten recht pflegeleichte Pflanze im Garten zu beachten. Damit du schnell von einem aromatischen und vielfältigen Kraut profitieren kannst, haben wir dir die wichtigsten Tipps für die Pflege noch einmal im Detail zusammengefasst:

  • Natürliche Dünger sind für Liebstöckel ein wichtiger Nährstoffzusatz. Daher kannst du die Pflanze problemlos mit reichlich Kompost versorgen, um neue Triebe entstehen zu lassen.
  • Bei einer zu starken Ausbreitung des Krauts bei dir im Garten kannst du einzelne Teile vom Wurzelstock abtrennen. Dies hilft dir dabei, das Ausmaß der Pflanze im Blick zu behalten.
  • Für die Pflanzung im Freien ist der Sommer genau die richtige Zeit. Alternativ kannst du Liebstöckel jedoch im Anzuchtkasten aussäen und ab Mitte März im Gewächshaus pflegen.

Die Vermehrung des Maggikrauts ist bei einem richtigen Umgang natürlich ebenfalls möglich. Dies erfolgt im besten Fall durch Teilung, wobei die nicht zu tief verwurzelten Pflanzen genau die richtige Wahl darstellen. Mehr zum geeigneten Vorgehen zur Vermehrung zeigen wir dir jedoch in unserem speziellen Beitrag zu dieser Thematik, in denen wir dich detailliert über den Prozess informieren. Auch zum richtigen Schutz der neu entstandenen Jungpflanzen erfährst du in diesem Beitrag mehr.

Ist Liebstöckel auch als Heilpflanze eine gute Wahl?

Nicht nur direkt in der Küche, sondern auch als Heilpflanze ist Liebstöckel durchaus überzeugend. Sowohl die Blätter als auch die Stiele, Wurzeln und Samen machen dabei einen guten Eindruck und lassen dich lästige Giftstoffe ausspülen. Für einen beruhigenden Liebstöckel Tee reichen bereits zwei Teelöffel der frischen Liebstöckelblätter aus. Alternativ dazu kannst du auch einen Teelöffel der getrockneten Blätter verwenden. Vor allem für deine Verdauung, aber auch bei Beschwerden an den Atemwegen sowie bei Menstruationsbeschwerden überzeugt das Maggikraut als Heilpflanze ideal.

Mit der richtigen Ernte zur langfristigen Verwertung

Um das Levisticum officinale erfolgreich zu verwerten, kommt es auf das passende Vorgehen bei der Ernte an. Wir empfehlen hierbei, die würzigen Liebstöckelblätter vor Beginn der Blüte zu ernten und anschließend zu konservieren. Zu diesem Zweck eignen sich vor allem das Trocknen oder Einfrieren der Pflanzen, um die große Menge der Kräuter nicht direkt verwerten zu müssen. Zum Würzen von Eintöpfen, Suppen, Salaten und vielen weiteren Gerichten wird das Liebstöckel zur besten Lösung.

Auch die Wurzeln des Liebstöckels lassen sich jedoch hervorragend nutzen. Nach rund drei Jahren haben sie die gewünschte Struktur und können sowohl in getrockneter Form als auch frisch in der Küche verwendet werden. Für die Samen bietet sich hingegen eine Ernte im Spätsommer an. Falls du mit ihnen nicht das selbstgemachte Brot verfeinern möchtest, helfen sie dir bei der neuen Aussaat.

Erfahre jetzt mehr über den Liebstöckel bei dir im Garten!

Falls auch du würzige Blätter für verschiedenste Anwendungen suchst, ist das Levisticum officinale genau die richtige Lösung für dich. Als zusätzliches Gewürz ist das Liebstöckel mit seinem kräftigen Geschmack und Aroma eine gute Wahl, um viele Speisen angenehm zu ergänzen. Nicht nur die Blätter, sondern auch die Wurzel und andere Pflanzenteile wie die Samen lassen sich dabei jederzeit verwerten. Weitere Details findest du auf Wunsch direkt im Beitrag zum Standort für das Liebstöckel.

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