Was ist Bogenhanf?

Bogenhanf stammt aus der Unterfamilie der Nolinoideae und zählt zu der Familie der Spargelgewächse, ihr botanischer Name ist Sansevieria. Der Bogenhanf bieten den großen Vorteil, dass er nicht direkt darauf reagiert, wenn man mal vergisst, ihn zu gießen. Selbst wenn man ihn nicht düngt, so nimmt er es seinem Besitzer nicht übel. Die pflegeleichte Zimmerpflanze wird zudem auch gerne als afrikanischer Sisal oder als Schwiegermutterzunge bezeichnet. Die Blüte des Bogenhanfs ist eher unscheinbar und spielt eine untergeordnete Rolle. Eine Besonderheit dieser Pflanze ist nicht nur, dass sie über eine lange Tradition verfügt, sondern auch, dass die Grünpflanze sehr alt werden kann. Besonders gut geeignet ist die Pflanze auch für Menschen, die über keinen grünen Daumen verfügen.

Welcher Standort ist für das Vermehren von Bogenhanf perfekt?

Die Sansevieria bevorzugt einen warmen und zugleich hellen Standort in einem beliebigen Zimmer. Sie fühlt sich am wohlsten in der Nähe eines Fensters, wo den ganzen Tag die Sonne scheint und etwa 20 bis 22 Grad vorhanden sind. Gegen eine hohe Luftfeuchtigkeit hat der Bogenhanf ebenfalls nichts einzuwenden. Temperaturen unter 15 Grad sollten dauerhaft vermieden werden, da die Pflanze sich nicht wohlfühlen würde. Es gibt unterschiedliche Sorten von Bogenhanf, vor allem bei den beliebten Arten mit einem unterschiedlichen Muster ist der Standort äußerst wichtig.

Die Grünpflanze sollte nicht dauerhaft im Dunkeln stehen, da sie ansonsten vergrünen würde. Ein großer Vorteil der Pflanze ist zudem, dass man sie in den Monaten von Ende Mai bis Ende August perfekt auf dem Balkon oder der Terrasse platzieren kann. Hier fühlt sie sich auch ein halbschattiger Platz sehr wohl. Möchte man den Bogenhanf vorrangig im Freien platzieren, ist es sehr wichtig, dass man die Pflanze schrittweise an die Bedingungen heranführt. Stellt man den Bogenhanf direkt in die pralle Sonne, so würden die Blätter verbrennen. Wichtig ist zudem, dass das Substrat nicht nass werden sollte, daher ist der Standort so zu wählen, dass die Grünpflanze nicht im Regen steht. 

Welche Pflege ist für den Bogenhanf beim Vermehren wichtig?

Gerade für Menschen, die keinen grünen Daumen haben, ist die Sansevieria-Pflanze sehr gut geeignet, denn sie benötigt kaum Pflege. Eine sehr dankbare Pflanze, die sich hervorragend in jedem Zimmer und auch im Außenbereich anpasst. Die Zugabe von Wasser sollte sparsam erfolgen. Jungpflanzen kann man 1 – 2 Mal im Jahr unter der Dusche mit lauwarmem Wasser abduschen. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht. Ist überschüssiges Wasser vorhanden, so sollte man dies entfernen.

Wie oft sollte man den Bogenhanf gießen? Es wird angeraten, nicht zu viel Wasser zu verwenden. Wie häufig die Pflanze Wasser benötigt, ist von dem Substrat, der Sonneneinstrahlung und der Temperatur im Zimmer abhängig. Ebenso spielt die Größe des verwendeten Topfes eine große Rolle. Grundsätzlich benötigt Bogenhanf nicht viel Wasser. Steht die Pflanze im Halbschatten, so reicht es vollkommen aus, wenn man den Bogenhanf alle 7 bis 10 Tage gießt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Pflanze im Sommer etwas mehr Wasser benötigt als im Winter.

Bogenhanf Ableger – Wie lässt sich Bogenhanf vermehren?

Der Bogenhanf liegt momentan voll im Trend. Viele Besitzer einer solchen Pflanze wissen nicht, dass sie sich auch problemlos mittels Ableger vermehren lässt. Hierzu benötigt man sogenannte Blattstecklinge und etwas Geduld. Damit der Bogenhanf sich perfekt vermehren kann, ist ein nährstoffarmes Substrat von großem Vorteil. Die Sansevieria zu vermehren funktioniert hervorragend, wenn man dazu Kakteenerde nutzt. Falls du keine Kakteenerde zur Hand haben solltest, ist auf ein Gemisch von Sand und Zimmerpflanzenerde ebenfalls Verlass. In diesem Fall sollte das Gemisch 3:1 betragen, der größte Teil sollte somit Zimmerpflanzenerde sein und der kleinere Teil Sand.

Bogenhanf richtig vermehren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die vorhandenen Blattstecklinge bieten die beste Möglichkeit, um Bogenhanf zu vermehren. Sansevieria Ableger lassen sich einfach handhaben und auch beim ersten Mal, wenn man seinen Bogenhanf Ableger vermehren möchte, ist das Vorgehen von Erfolg gekrönt.

Schritt 1

Als Erstes muss man den Bogenhanf teilen bzw. ein Blatt abtrennen. Es muss mindestens eines der Blätter abgeschnitten werden. Das macht man im besten Fall mit einem scharfen Messer oder einer Küchenschere. Abgeschnitten wird immer direkt über dem Boden, wo das Blatt aus der Erde tritt. Hierbei muss man nicht unbedingt auf die Jahreszeit achten, denn Bogenhanf vermehrt sich das ganze Jahr über. Es ist wichtig, dass das Messer oder die Schere sauber sind, da ansonsten Bakterien in die Pflanze dringen könnten und sie verkommen könnte.

Schritt 2

Bogenhanf teilen ist ein weiterer wichtiger Schritt, wenn man Bogenhanf vermehren möchte. Nun muss jedes entnommene Blatt in Teilstücke von etwa 5 cm geschnitten werden. Wir empfehlen, das untere Ende der Pflanze leicht schräg abzuschneiden, da es sich so leichter wieder Eintopfen lässt.  Bevor man die kleinen Bogenhanf Stücke weiterverarbeitet, ist es wichtig, dass man die Schnittstellen vorab trocknen lässt. Lege die einzelnen Stücke am besten an die Luft, sodass sie schnellstmöglich trocknen können, das kann einige Tage in Anspruch nehmen.

Schritt 3

Um den Bogenhanf einpflanzen, benötigst du einen großen Topf und Kakteenerde. Befülle mit der Erde den Topf. Sollten sich im Topf Löcher befinden, raten wir dir Tongranulat als Drainage zu verwenden. Es kann nicht so schnell Staunässe entstehen und die Pflanze kann sich besser entfalten. Die Erde sollte erst eingefüllt werden, nachdem die Drainage gelegt wurde.

Schritt 4

Als nächsten Schritt sind die Stecklinge des Bogenhanfs an der Reihe. Es ist anzuraten, dass man die Stecklinge in einer Art Fischgrätmuster in die Erde einbringt. Jeder Steckling sollte ca. 3 cm in die Erde ragen. Es ist wichtig, dass man die Seite in die Erde einbringt, die bereits beim Wachsen nach unten gezeigt hatte. Außerdem ist es wichtig, die Stecklinge an einem hellen Standort zu platzieren. Nun muss man Geduld haben, denn es kann Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis man die ersten Wurzeln sehen kann. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Bogenhanf nicht übergossen wird, da der Bogenhanf-Nachwuchs äußerst nässeempfindlich ist.

Ist Bogenhanf eigentlich giftig?

Die Grünpflanze macht schon so einiges her und sieht toll aus. Fraglich ist nur, ob Bogenhanf eventuell giftig sein könnte, gerade wenn sich im Haushalt Kinder und Haustiere befinden. Die Sansevieria Ableger oder die Bogenhanf-Pflanze im Allgemeinen gilt als besonders schwach giftig. In den Pflanzenteilen befinden sich sogenannte Saponine, die dafür bekannt sind, dass sie eine toxische Wirkung haben. Sollte man jedoch auf die Idee kommen, die Blätter essen zu wollen, so lässt man schnell wieder von ihnen ab, da sie ausgesprochen zäh sind. Es kann jedoch vorkommen, dass Hautreizungen bei besonders empfindlichen Menschen entstehen. Diese Hautreizungen treten jedoch nur auf, wenn eine empfindliche Person direkten Kontakt mit dem Saft der Pflanze hat. Dieser Saft kann nur austreten, wenn sich an der Pflanze bzw. dem Blatt ein Riss oder Schnitt befindet, ansonsten ist der Bogenhanf ungefährlich.

Entstehen bei Bogenhanf auch Blüten?

Menschen lieben es, wenn ihre Pflanzen gerade im Sommer mit zahlreichen Blüten punkten können. Dies ist bei dem Bogenhanf jedoch nicht unbedingt gegeben. Es kommt vereinzelt vor, dass die Sansevieria Pflanze plötzlich über Blüten verfügt. Dies ist in der Regel oftmals eher bei älteren Exemplaren der Fall. Die Blüten haben dann oftmals die Farben rosa, grünlich-weiß, weiß oder gelb. Wissenswert ist zudem, dass der Trieb nach der Blüte nicht abstirbt, dieser wächst bei guten Bedingungen weiter.

Ein großer Vorteil, den diese Grünpflanze mit sich bringt, ist zudem, dass diese in der Lage ist, die Luft zu filtern. Dies ist jedoch nur möglich, wenn man bei dem Standort darauf achtet, dass die Temperaturschwankungen nicht zu groß sind. Vorrangig wird der Bogenhanf in Büros platziert, aber auch gerne im Schlaf- und Wohnzimmer sowie in der Küche.

Kann Bogenhanf von Schädlingen befallen werden?

Der Bogenhanf ist eine sehr robuste Pflanze. Es kommt also sehr selten vor, dass dieser von Schädlingen befallen wird, auch Krankheiten sind kaum vorstellbar. Es kann schon mal zur Wurzelfäule kommen, wenn der Bogenhanf zu stark gewässert wird oder die Gegebenheit am Standort nicht perfekt sind. Außerdem kann die Fäule auftreten, wenn man das falsche Substrat verwendet.

Sollte sich bei der Sansevieria Fäule gebildet haben, so kann man die Pflanze in den meisten Fällen noch retten. Wichtig ist hierbei zu erkennen, wodurch die Fäule entstanden ist. Liegt es eventuell an dem falschen Standort? Wurde kein passendes Substrat verwendet oder war der Bogenhanf zu lange zu viel Wasser ausgesetzt? Im besten Fall ist empfehlenswert, die Grünpflanze umzutopfen, ihr eventuell noch einen anderen Standort zu geben und das Substrat zu ändern. In den meisten Fällen erholt sich der Bogenhanf dann noch und erholt sich dementsprechend.

Welche unterschiedlichen Arten von Sansevieria gibt es?

Es werden einige unterschiedliche Arten der Bogenhanf-Pflanze angeboten, sodass für jeden Geschmack eine Sansevieria gefunden werden kann. Es kommt hier vorrangig auf die Zuchtform an. Es gibt Pflanzen, die mehrfarbig oder einfarbig sind. Zudem glänzen einige Arten und andere wiederum sind eher matt. Ebenso gibt es unterschiedliche Optiken bei der Pflanze, denn bei einigen ist der Rand des Blattes eher glatt und bei anderen Arten gezackt. Des Weiteren unterscheiden sich die Arten des Bogenhanfs in ihrem Wachstum. Es gibt Varianten, die eher kleinwüchsig sind und andere Modelle, die es zu einer beachtlichen Größe schaffen. Zu den gängigen Sansevieria Pflanzen zählen die Sansevieria selbst, die Trifasciata, aber auch die Cylindrica. Welche der Pflanzen letztendlich die perfekte Bogenhanf-Pflanze für den eigenen Bedarf ist, bleibt deinen Vorlieben geschuldet. Alle Arten machen sich unserer Meinung nach hervorragend als Zimmerpflanze.