Braune Blätter am Rhododendron – was du tun kannst!

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Braune Blätter am Rhododendron – was du tun kannst!

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Juni 27, 2022
Rhododendron braune Blätter

Inhaltsverzeichnis

Ob im Garten oder im Park – der Rhododendron ist eine der beliebtesten Ziergehölze und begeistert aufgrund seiner großen und farbenfrohen Blüten sowie des kräftig grünen und dichten Laubs. Doch was ist passiert, wenn an deinem Rhododendron auf einmal braune Blätter zu erkennen sind? Und mit welchen Mitteln lassen sich deine Rhododendren dann noch retten? Wir erklären dir hier, worum es sich bei den Verfärbungen handelt und was du jetzt tun solltest!

Warum entstehen braune Blätter am Rhododendron?

Wenn dein Rhododendron beginnt, die Blätter gelblich oder bräunlich zu verfärben, dann ist es dringend an der Zeit, zu handeln. Eine Verfärbung des Laubs des Rhododendrons ist nämlich ein Anzeichen dafür, dass dem Strauch etwas fehlt. Was du als erstes überprüfen solltest, ist die Feuchtigkeit im Boden rund um die Pflanze. Erhält sie genug Wasser oder verdurstet sie? Der Rhododendron rollt seine Blätter ein und verfärbt diese bräunlich, wenn er zu wenig Wasser erhält. 

Darüber hinaus ist insbesondere der Standort deines Rhododendrons ausschlaggebend für die Vermeidung oder Bildung von Krankheiten. Achte daher auf die folgenden Ursachen:

Zu viel Sonne

Zu viel Sonneneinstrahlung sorgt beim Rhododendron nicht nur dafür, dass die Pflanze Wasser schneller verdunstet und so Gefahr läuft, auszutrocknen, zu viel Sonne kann sogar zum Sonnenbrand führen. Der Rhododendron fühlt sich vor allem im Halbschatten wohl. Erhält er zu starke Mittagssonneneinstrahlung, verfärben die betroffenen Blätter sich bräunlich-gelb. Sobald ein Blatt betroffen ist, sollte es dringend entfernt werden, denn es bietet Pilz-Erregern eine ideale Heimat. Darüber hinaus solltest du dringend darüber nachdenken, deinen Rhododendron an einen anderen Standort umzusetzen.

Überfrierung

Auch im Winter kann dein Rhododendron leiden, vornehmlich dann, wenn er an einem nicht optimalen Standort steht. So behält der immergrüne Strauch auch im Winter sein Laub und verdunstet über diese Blätter Feuchtigkeit. Ist der Boden nun gefroren, können die Wurzeln keine neue Feuchtigkeit aufnehmen. Bei starker Sonneneinstrahlung verdunstet dein Rhododendron also viel Wasser und kann gleichzeitig kein Neues aufnehmen. 

Das Resultat einer Überfrierung sind zunächst Blätter, die sich einrollen. Sobald die Pflanze wieder Wasser aufnehmen kann und die Temperaturen sich verändern, rollen die Blätter sich in der Regel auch automatisch wieder aus. Wenn das Laub jedoch beginnt, braun zu werden, dann leidet dein Rhododendron an Frostschäden und sogar die Knospen verfärben sich schwarz. Decke den Boden rund um deinen Rhododendron mit Laub, Schilfmatten oder Tannenreisig ab und biete deiner Pflanze einen hochwertigen Schutz vor Wind und Kälte. 

Diese Krankheiten wirken sich auf die Blätter aus 

Der Rhododendron gilt zwar als robust und winterhart, jedoch benötigt die Pflanze dennoch immer wieder etwas Zuwendung. So solltest du die Blätter regelmäßig auf Verfärbungen oder Blattflecken untersuchen. Neben der Verfärbung aufgrund des Standorts oder eines Sonnenbrands kann dein Rhododendron nämlich auch von anderen Krankheiten oder Schädlingen befallen werden: 

  • Die Blattfleckenkrankheit: Schwächeparasiten lösen unregelmäßige, gelbe und bräunliche Flecken am Blattrand und an der Blattspitze aus. 
  • Grauschimmelfäule: Beobachtest du braune Flecken mit einem bräunlichen Schimmelbelag an der Blattspitze, so kann es sich – insbesondere bei warmem Wetter – um einen Befall deines Rhododendrons durch Grauschimmel handeln. 
  • Pilz-Erreger: Auch Pilze können deinen Rhododendron befallen und für Flecken oder Verfärbungen auf den Blättern sorgen. Die Pilzkrankheiten können unter anderem folgende sein: Phytophthora, Botryosphaeria oder Phomopis.
  • Rhododendron-Rost: Gelb-orangene Sporenlager auf der Blattunterseite sind ein Anzeichen für die Rostkrankheit bei deinem Rhododendron. Auch diese Krankheit gehört zu den Pilzkrankheiten. 
Tipp:
Ein Pilzbefall bei deinem Rhododendron kann auch eine Ursache für Schädlingsbefall durch Zikaden, Fliegen, Wanzen oder Larven darstellen. 

So schützt du deinen Rhododendron vor braunen Blättern

Zunächst schützt du deinen Rhododendron ganz einfach vor braunen Blättern, indem du ihm eine optimale und passende Pflege bietest und die Blätter in regelmäßigen Abständen beobachtest und untersuchst. Ein glücklicher Rhododendron ist ein gesunder Rhododendron, deswegen solltest du unsere Beiträge zur Düngung des Rhododendrons oder seinem optimalen Standort durchlesen, um dich mit der Pflege des Rhododendrons und seinem optimalen pH-Wert bestens auszukennen. 

Darüber hinaus gilt es, zu handeln, sobald du auch nur einen leichten Befall bemerkst. Zunächst solltest du begründen, ob ein Standortwechsel notwendig ist und ob deinem Rhododendron Nährstoffe, Flüssigkeit oder Mineralstoffe fehlen. Im weiteren Schritt bleibt der Griff zu Fungiziden oder Schädlingsbekämpfungsmitteln leider nicht aus. In besonders drastischen Fällen bleibt nur noch ein Radikalschnitt im Frühjahr übrig – keine Sorge jedoch, Rhododendren sind zäh und werden auch nach einem starken Rückschnitt im Folgejahr wieder Triebe ausbilden. Lediglich die Knospen solltest du bei jedem Schnitt stehen lassen.

Jetzt Schäden vermeiden und eindrucksvolle Blüten erhalten!

Der Rhododendron ist eine Pflanze, die dich über Jahrzehnte hinweg mit ihren großen Blüten in prachtvollen Farben begeistern kann – wenn du dich gut um den Strauch kümmerst! Zwar ist der immergrüne und winterharte Rhododendron verhältnismäßig pflegeleicht, du solltest dennoch wissen, was dem Moorbeetgewächs guttut und was nicht. Weitere Hinweise zur Pflege des Rhododendrons findest du in unserem Beitrag zur Winterhärte der Pflanze!

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