So vermehrst du Kresse richtig

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So vermehrst du Kresse richtig

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Dezember 20, 2021
Kresse vermehren

Inhaltsverzeichnis

Du möchtest die bereits erfolgreich wachsende Kresse weiter vermehren? Mithilfe von Samen oder anderen Optionen für die Vermehrung wird dies durchaus möglich. So wird die Erweiterung und Vermehrung der bestehenden Kresse zu einer guten Lösung, um den Kauf von immer wieder neuen Samentüten zu vermeiden und eigene Kressesamen zu gewinnen. In diesem Beitrag stellen wir dir daher genauer vor, wie du deine Kresse erfolgreich vermehren kannst und worauf es ankommt.

So lässt sich die Kresse im Garten vermehren

Wer die eigene Kresse im Frühsommer aussät, kann problemlos für eine Vermehrung sorgen. Wichtig ist hierzu, dass du die Kresse mit der Zeit nicht erntest, sondern die Blütenstände an der Pflanze lässt. Sobald sich reife Schoten entwickelt haben, kannst du diese ohne viel Aufwand pflücken. Entnimm ihnen daraufhin die enthaltenen Samenkörner, trockne diese und nutze sie für die Vermehrung.

Da sich die Blüten der Kresse schon nach wenigen Wochen entwickeln, musst du auf eine mögliche Vermehrung nicht lange warten. Meist ist die Verfärbung der Schoten ein klares Anzeichen für ihre Reife, wodurch du nicht mehr lange auf die Entwicklung der Samen warten musst. Wichtig ist in der Folge, die Samen bis zur erneuten Aussaat dauerhaft trocken zu halten. Dies erhöht die Chancen einer erfolgreichen Keimung in der nächsten Erde und lässt dich für eine lebendige Kresse sorgen.

Die richtige Aufbewahrung deiner Kressesamen

Sobald du neue Samen der Kresse gewinnen konntest, solltest du diese möglichst in einer Papiertüte sammeln. Beschrifte die Tüte am besten und vermerke den Zeitpunkt der Ernte. Dies verschafft dir anschließend eine bessere Orientierung für die Aussaat im Garten oder auf der Fensterbank. Mit den klassischen Samen der Kresse kannst du für den Zeitraum von bis zu vier Jahren für eine Keimung sorgen. Lagere die Tüte mit Samen am besten direkt an einem sehr trockenen und dunklen Ort, um dich professionell abzusichern. Dies macht es leicht, eigenständig neue Samen im Garten zu säen.

Gute Strategien zur Vermehrung deiner Kresse

Um die Vermehrung zu einem durchdachten Prozess zu machen, solltest du auch die Fruchtfolge im Blick behalten. Sowohl vor der Vermehrung als auch in Hinblick auf die Jungpflanzen haben sich Salat, Möhren, Radieschen und Salbei als gute Nachbarn etabliert. Eine zu dichte Lage an Pflanzen wie Dill, Rucola, Petersilie oder Schnittlauch ist hingegen zu vermeiden, um die Kresse optimal zu etablieren.

Vor allem für den Winter gilt es jedoch zu beachten, dass die Gartenkresse nicht zu den winterharten Pflanzen gehört. Sobald die Temperatur unter null Grad fällt, musst du dich auf deutliche Verluste im Geschmack deiner Kräuter einstellen. Auch für die Vermehrung und den erneuten Anbau ist der Winter nicht zu empfehlen. Behalte daher möglichst die Reife der Lepidium sativum vor Ort im Blick.

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Fensterbank und Balkon als beliebte Positionen

Nicht nur für die erste Aussaat der Kresse, sondern auch für die eigenständig mit Samen gezogenen Pflanzen kommt es auf den richtigen Standort an. Wichtig ist, dass gute Lichtverhältnisse vorhanden sind, da die Kresse zu den Lichtkeimern gehört. Auch wenn die Entwicklung grundsätzlich vor Ort auf der Fensterbank möglich ist, fehlt es dort meist an der nötigen Beleuchtung. Eine Vermehrung an einem sonnigen Standort direkt im Garten hast du bessere Chancen, die Kresse gut zu entwickeln.

Falls du die Kresse hingegen direkt im Haus vermehren möchtest, sind die Optionen eingeschränkt. Nutze an dieser Stelle ausschließlich die Kresse, die bereits im Frühjahr oder Frühsommer ausgesät wurde. So hast du die Chance, dass sich auch bei den Jungpflanzen später Blätter und Blüten bilden. Achte in diesem Abschnitt jedoch darauf, die Pflege deiner Kresse nicht zu kurz kommen zu lassen.

Jetzt mehr über die Pflege der Kresse erfahren!

Der wohl wichtigste Aspekt ist die Feuchtigkeit im Beet deiner Kresse. Nur mit feuchtem Substrat können sich die Kräuter fortlaufend entwickeln, damit sich aus den Samen schnell die ersten Blätter ergeben. Dies gilt sowohl für die Brunnenkresse als auch für die Gartenkresse und Kapuzinerkresse. Schau dir gerne auch unseren separaten Beitrag zur Aufbewahrung deiner Kresse an und lass dich von uns informieren. So weißt du, wie du Kresse aufbewahren kannst und ob du Kresse einfrieren oder sofort verbrauchen solltest.

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