Kresse säen: so einfach funktioniert es

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Kresse säen: so einfach funktioniert es

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Dezember 10, 2021
Kresse säen

Inhaltsverzeichnis

Bei der Kresse handelt es sich um ein recht unkompliziertes Gewächs, das in vielen Küchen als Kraut oder Brotbelag verwendet wird. Auch der Anbau und die Pflege der zahlreichen Sorten der Kresse entwickeln sich meist nicht zum Problem, sondern gehen leicht von der Hand. Doch wie und wo lässt sich die Kresse aussäen und worauf kommt es bei einer erfolgreichen Zucht an? In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du selbst von gut wachsender Kresse profitierst und worauf du achten solltest.

Zu welcher Zeit solltest du neue Kresse säen?

Die Gartenkresse ist eine der einfachsten Pflanzen, die mit einem schnellen Wachstum überzeugt. So ist es problemlos möglich, die Kresse heute auszusäen und bereits in der kommenden Woche die ersten Kräuter ernten zu können. Grundsätzlich handelt es sich bei der Kresse um eine einjährige Pflanze, die bis zu 50 Zentimeter hoch wird. Für die Nutzung als Kraut ist das aber gar nicht nötig.

Falls du deine Kresse im Garten aussäen möchtest, solltest du dies zwischen März und Oktober tun. Wann genau du mit der Aussaat beginnst, wird die Entwicklung deiner Kressesamen nur geringfügig beeinflussen. Wenn du deine Kresse hingegen direkt im Haus oder in der Wohnung aussäen willst, ist dies im gesamten Jahr möglich. Wichtig ist lediglich eine Temperatur zwischen 15 und 25 Grad. So musst du sicher nicht viel beachten, wenn es um den perfekten Anbau eigener Kressebeete geht.

So lässt du die Samen optimal vorquellen

Um das Keimen noch gleichmäßiger zu gestalten, kannst du die Samen der Kresse im Vorhinein etwas vorquellen lassen. Vermische die Samen hierzu am besten mit Wasser und warte darauf, dass sich um jedes Korn der Kresse eine transparente Schleimschicht bildet. In den meisten Fällen ist dies nach wenigen Stunden geschafft, wodurch du mit dem Säen der Kresse fortfahren kannst. So kleben im späteren Verlauf keine Keimblätter an den Samen, was die Entwicklung deiner Kresse verbessert.

An diesen Orten wird die Aussaat ein Erfolg

Wie bereits erwähnt, kannst du die Kresse sowohl im Haus als auch im Garten anbauen. Auch wenn beide Formen zum Erfolg führen, gibt es bei der Aussaat noch ein paar Details zu beachten. Damit auch du das Kraut schon nach einer Woche ernten und essen kannst, haben wir dir die wichtigsten Tipps für die Aussaat im Haus und im Garten direkt hier noch einmal etwas genauer zusammengefasst:

Aussaat der Kresse im Haus

Wenn du die Kresse direkt im Haus aussäen möchtest, ist die Fensterbank der beste Platz für die neuen Keimlinge. Meist eignet sich die Küche als Platz, um anschließend immer bei Bedarf auf die selbst angebauten Kräuter zurückgreifen zu können. Auch die Helligkeit spielt eine wichtige Rolle, um das Wachstum der Kresse zu fördern. Nutze hierzu am besten einen kleinen Topf oder eine spezielle Anzuchtschale. In leicht sandiger Aussaaterde fühlen sich die Kressesamen immer wohl.

Aussaat der Kresse im Garten

Falls du die Kresse nicht im Haus, sondern im Garten säen möchtest, ist dies zwischen März und Oktober jederzeit möglich. Entscheide dich am besten für lockere und humusreiche Erde und einen Platz direkt in der Sonne oder im Halbschatten. Zusätzliches Gießen ist im Abstand von zwei bis drei Tagen zu empfehlen. Auch wenn die Kressesamen im Garten nicht so schnell wie im Garten keimen, lässt sich die neue Gartenkresse spätestens nach zwei Wochen erstmalig ernten.

Gelingt der Anbau von Kresse auch ohne Erde?

Eine der experimentelleren Anbauformen der Kresse ist die Zucht ganz ohne Erde. Hierzu benötigst du lediglich ein wasserdichtes Gefäß, in das du die Keim Sprossen anschließend aussäen kannst. Feuchte das Gefäß daraufhin einfach mit etwas Wasser an und lege direkt im Gefäß Watte oder mehrere Schichten Küchenpapier aus. Sollte beim Draufdrücken auf die Watte oder das Papier noch etwas Wasser austreten, ist die Vorbereitung abgeschlossen. Gib anschließend die nötigen Samen in das Gefäß und warte darauf, dass sich aus deinem Gefäß die ersten Pflänzchen der Kresse zeigen.

Wichtig ist auch in dieser Hinsicht, dass die Kressesamen ausreichend Licht bekommen und sich in dieser Hinsicht optimal entwickeln können. Solange diese Voraussetzung erfüllt wird, steht einem reibungslosen Anbau deiner Kresse nichts im Weg. Einfacher ist es aber natürlich immer, die Kresse direkt in der Erde anzubauen und auf experimentelle Lösungen wie den Eierkarton zu verzichten.

Kresse Sämlinge in Watte
Kresse Sämlinge in Watte

Die Kresse als echtes Gartenkraut nutzen

Doch warum solltest du überhaupt Gartenkresse im Garten oder direkt im Haus anbauen? Bei der Kresse handelt es sich um ein gesundes Kraut, welches sich als natürlicher Geschmacksverstärker und Gewürz in vielen Gerichten verwenden lässt. Sowohl als Ergänzung zum Aufstrich auf dem Brot als auch in aromatischen Suppen sorgt die Gartenkresse für Abwechslung und einen guten Geschmack.

Vor allem die Inhaltsstoffe machen die Kresse aus eigenem Anbau so gesund. Konkret enthält das Kraut 81 Milligramm Calcium pro 100 Gramm. Hinzu kommen 1,3 Milligramm Eisen, wobei der Bedarf für einen Tag gerade mal bei rund zwölf Milligramm liegt. Hinzu kommen große Mengen an Vitamin C und Vitamin A, was die Kresse zu einem guten Teil der täglichen Ernährung macht. So lohnt es sich, auf Wunsch im Freiland oder direkt auf der Fensterbank eigenständig Kresse anzubauen.

Jetzt mehr über die Gartenkresse erfahren!

Solltest auch du nun eigene Kresse säen wollen, bietet dir unser Ratgeber genau die richtige Hilfe. Kaum eine Pflanze lässt sich einfacher hochziehen als die Garten- und Brunnenkresse, die dich schon nach einer Woche mit den ersten Kräutern beglückt. Sobald deine Kresse eine Höhe von ungefähr zehn Zentimetern erreicht hat, kannst du sie ernten. Hier beantworten wir weitere wichtige Fragen zur Gartenkresse, wie z.B. ob Gänsekresse giftig ist, oder ob du die Blüten der Kresse auch verzehren kannst.

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