Buchsbaum schneiden - Anleitung zum Pflege- und Formschnitt

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Buchsbaum schneiden - Anleitung zum Pflege- und Formschnitt

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Dezember 6, 2021
Buchsbaum schneiden

Inhaltsverzeichnis

Der immergrüne Buchsbaum eignet sich durch seine Schnittverträglichkeit sehr gut, um ihn in kunstvollen Formen zu gestalten, dazu solltest du ihn regelmäßig schneiden. Mit der richtigen Schnitttechnik und einer Schafschere kannst du einen echten Hingucker in deinem Garten kreieren. 

Wann sollte man einen Buchsbaum schneiden?

Der Buchsbaum sollte zweimal im Jahr geschnitten werden, einmal von März bis April und nochmal im Mai bis September. Beim ersten Rückschnitt, dem sogenannten Formschnitt, hat der Buchs noch keine Triebe gebildet, sodass er in die Form für den Sommer geschnitten wird. Im Mai fängt der Buxus an auszutreiben. Je nachdem wie lange du die neuen Triebe stehen lassen möchtest, kannst du ab Mitte bis Ende Mai mit dem Pflegeschnitt beginnen. Beim Pflegeschnitt werden etwa zwei Drittel der Neutriebe abgeschnitten, sodass der Buchs seine Form behält und nicht verwildert aussieht. Ist dein Buchs vom Triebsterben befallen ist, nehme einen tiefen Rückschnitt bis ins alte Holz vor. 

Schnitttechniken

Prinzipiell solltest du bei Pflege- und Formschnitt nur die neuen Triebe kürzen, sodass ein Teil an der Pflanze bleibt. Falls du in bereits verholzte Triebe aus dem Vorjahr schneidest, wird sich dein Buchsbaum davon erholen. Der Nachteil daran ist, dass kahle Stellen an deinem Buxus entstehen können, falls du ihn zu tief zurückschneidest. 

Habe beim Schneiden deines Buchsbaums immer die gewünschte Form vor Augen, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Wilst du eine perfekte Heckenform erreichen, empfehlen wir dir, die gesamte Länge deiner Buchsbaumhecke in kleinere Abschnitte zu unterteilen. Anstatt zu versuchen mehrere Bereiche auf einmal zu korrigieren, kannst du einen Teilabschnitt perfekt herrichten, um dich daran zu orientieren. Wenn ein Buchs an einer bestimmten Stelle zu kurz wird, entsteht entweder ein unansehnliches Loch oder alle anderen Bereiche müssen wieder kürzer werden - beides keine idealen Optionen! 

Werkzeuge zum Buchsbaum schneiden

Je detaillierter die Figur deiner Buchsbaumhecke sein soll, desto kleiner muss deine Schere sein, um die feinen Unterschiede in das Laubwerk zu schneiden. Seit vielen Jahren hat sich zum Schneiden von Buchsbäumen und andere Formgehölzen die Schafschere etabliert. Sie besteht aus zwei sehr scharfen, parallel gelagerten Schneiden, die sehr gut in der Hand liegen. Durch die parallele Ausrichtung der Schneiden verheddern sich keine Buchsbaumtriebe zwischen den Schneiden und der Rückschnitt geht um einiges entspannter, als mit einer Heckenschere. Zusätzlich ist die Schafschere deutlich schärfer als herkömmliche Hecken- bzw. Gartenscheren. Sie hinterlässt saubere Schnittwunden, die besser verheilen können. 

In der Regel zieht man geradliniges Schneiden gewelltem vor, da sich so einen genaueren Schnitt durchführen lässt. Einige Buchsbaum-Liebhaber schwören auf fein gezahnte Buchsbaumscheren.  Wir ziehen eine Schafschere mit ihren parallel liegenden Schneiden der fein gezahnten Schere vor. Hast du bessere Ergebnisse mit gezahnten Schneiden, möchten wir dich nicht davon abhalten mit ihnen zu arbeiten. 

Mittlerweile werden elektrische Heckenscheren mit vergleichsweise kurzen Klingen als Strauchscheren angeboten. Ihre Messerbalken sind meist nicht länger als 20 cm. Für Buxus mit dünnen Trieben kannst du die elektrische Heckenschere gerne verwenden, bei Formgehölzen mit stärkeren Zweigen wie Hainbuchen kann sie allerdings nicht viel ausrichten. 

Einzelne Buchsbäume schneidest du mit einer Schaf- oder Heckenschere. So hast du mehr Gefühl und kannst schöne Formen gestalten. Hast du eine längere Buchsbaumhecke, kannst du sie mit einer elektrischen Heckenschere schneiden. So kannst du Zeit sparen und erhältst einen gleichmäßigen Buchsbaumschnitt. 

Tipp:
Schärfe deine Buchsbaumschere regelmäßig, um die Triebe nicht mit einem unsauberen Schnitt zu verletzen.

Schnittgut entsorgen

Lege vor dem Pflege- und Formschnitt eine Plane, Vlies, Plastikfolie oder ein altes Bettlaken aus, sodass du die vielen kleinen Buchsbaumblätter nicht einzeln aufsammeln musst. So kannst du deine Schnittunterlage einfach zusammenfalten und das restliche Schnittgut gesammelt auf den Kompost, oder in die Tonne werfen. 

Entferne das Schnittgut, nachdem der Buchsbaum in Form geschnitten wurde, umgehen. Leidet dein Buchsbaum unter einem Pilzbefall (z.B. Cylindrocladium buxicola), können die abgeschnittenen Triebe die Pflanze weiterhin infizieren. Das Schnittgut eines kranken Buchsbaumes wird niemals auf dem Kompost entsorgen, da sich ansonsten die Krankheit über den ganzen Kompost ausbreiten wird. 

Der Zerfall der Triebe und Blätter geht recht langsam vonstatten, daher eignet sich der Griff zu Kompostbeschleuniger, um den Vorgang voranzutreiben. Auf natürlichem Wege kannst du den Kompostvorgang beschleunigen, indem du das Schnittgut häckselst und es mit deinem Rasenschnitt durchmischst. Das stickstoffreiche Gras wirkt als Katalysator in der Rotte. 

Schablone

Wenn du deinen Buchsbaum in einer bestimmten Form gestalten möchtest, kannst du dazu eine Schablone benutzen. Entweder du bastelst dir eine Schablone aus z.B. Pappe, oder kaufst in deinem Gartencenter eine Metallschablone. Mithilfe der Schablone kannst du eine akkurate Form in deinen Buchsbaum schneiden. Falls du mehr über das Schneiden mit einer Schablone herausfinden möchtest, findest du hier mehr Informationen. 

Standort, Pflege und der richtige Dünger  

Regelmäßiges Düngen kann die Beschaffenheit des Bodens um einiges verbessern, sodass der Buchsbaum ausreichend Nährstoffe hat und gesund wachsen kann. Dazu benutzt du organische Düngemittel wie Kompost, Hornspäne oder Blutmehl. Falls du deine Pflanzen lieber mit chemischen Dünger pflegst, kannst du auf flüssigen Buchsbaumdünger zurückgreifen. Um möglichst wenig Aufwand mit dem Düngen deines Buchsbaumes zu verbringen, kannst du alternativ Kugeldünger nutzen. Dieser muss nur zweimal im Jahr (Frühjahr und Spätsommer) der Pflanze verabreicht werden und hat eine ähnliche Wirkung, wie die anderen Düngemittel.

Ein humusreicher, lockerer Boden tut dem Buchsbaum zusätzlich zum Düngen sehr gut. Gieße deinen Buchsbaum an trockenen Sommertagen, da er sonst austrocknen kann. Der Buchsbaum benötigt Halbschatten, da er zu viel Sonne nicht verträgt. Während des trockenen Winters hältst du den Wurzelballen zwar feucht, gieße jedoch auf keinen Fall deinen Buchsbaum bei Frost.

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