Welche Nelken gehören zur winterharten Art?

Lesezeit: 4 Minuten

Welche Nelken gehören zur winterharten Art?

|
Februar 10, 2022
nelken winterhart

Inhaltsverzeichnis

Auch wenn nicht jede Nelke grundsätzlich winterhart ist, trifft dies auf viele Arten zu. So sind vor allem die Landnelken, aber auch die Heidenelken, die Bartnelken und viele weitere Nelkenarten vor einem schwierigen Winter geschützt. Die folgenden Unterschiede solltest du hierbei aber beachten, um für eine gute Pflege der Stauden zu sorgen und die Nelken in Topf und Garten zu überwintern:

Kartäusernelken (Dianthus carthusianorum)

Die Kartäusernelke, botanisch Dianthus carthusianorum, bleibt bei bis minus 40 Grad winterhart. Vor allem in Bauerngärten fühlt sich die bis zu 40 Zentimeter hohe Pflanze wohl. Ihre Blütezeit reicht von Juni bis September und ist dadurch für vergleichbare Pflanzen überdurchschnittlich. Auch wenn eine spezielle Vorbereitung der Kartäusernelken für den Winter nicht nötig ist, lohnt sich die Beseitigung der verblühten Teile. So vermeidest du einen möglichen Schädlingsbefall.

Heidenelken (Dianthus deltoides)

Auch die Heidenelke, botanisch Dianthus deltoides, gehört zu den bei bis zu minus 40 Grad winterharten Nelken. Sie blüht im Sommer zwischen Juni und August, wobei die Staude viele leuchtende Blüten ausbildet. Neben der tiefen Temperatur im Winter wird auch die enorme Hitze im Sommer kein Problem für die Entwicklung der Heidenelken. Dementsprechend ist auch an dieser Stelle keine spezielle Überwinterung möglich, um die vielfältigen Blüten zu erhalten.

Pfingstnelken (Dianthus gratianopolitanus)

Als sehr bodennahe Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 15 Zentimetern hat es die Dianthus gratianopolitanus, auch als Pfingstnelke bekannt, nicht immer leicht. Im Winter hingegen wird es für die Pflanze keineswegs gefährlich, da sie bei bis zu minus 40 Grad kälte- und frostresistent bleibt. Zwischen Mai und Juni zeigen sich dann ihre beeindruckenden rosa bis roten Blüten mit einem angenehm starken Blütenduft, was die Nelke zu einer ganz besonderen Pflanze macht.

Federnelken (Dianthus plumarius)

Eine ebenfalls bei bis zu minus 40 Grad winterharte Pflanze erwartet dich mit der Federnelke, botanisch Dianthus plumarius. Sie blüht zwischen Juni und Juli, wobei sie eine maximale Höhe von bis zu 25 Zentimetern erreicht. Auch in anderer Hinsicht ist die Federnelke sehr pflegeleicht, wodurch sie sich sowohl im Freien als auch im Kübel aufziehen lässt. Ihr dezenter Duft steht in einem angenehmen Verhältnis zur intensiven Blüte, die die Nelke im Garten sehr beliebt macht.

Gartennelken (Dianthus caryophyllus)

Mit der Landnelke, auch als Gartennelke oder botanisch als Dianthus caryophyllus bekannt, verfügst du ebenfalls über eine winterharte Pflanze. Sie hält Temperaturen von bis zu minus 30 Grad stand, gehört mit ihren maximal 50 Zentimetern jedoch zu den größeren Nelken. Ihre Blüte von Mai bis September macht sie in dieser Hinsicht zu einer echten Rekordpflanze, die über viele Monate Farbe in deinen Garten bringt. So lohnt sich die Landnelke als winterresistente Pflanze.

Die optimale Vorbereitung zur Überwinterung im Freien

Solltest du deine Nelken im Freien halten, kannst du den Schutz der Nelken mit wenigen Handgriffen gewährleisten. Dies trifft vor allem auf die Nelkengewächse zu, die nicht in die winterharte Kategorie fallen. Entferne am besten noch vor Einbruch des Winters alle beschädigten Blätter und die bereits vertrockneten Blüten im Rückschnitt und decke die Pflanzen mit Fichtenreisig und etwas Mulch ab.

Mit einem derartigen Schutz wirst du es nicht schwer haben, die Nelken unbeschadet durch den nächsten Winter zu bringen. Das gilt nicht nur für die vollständig winterharten Sorten, sondern auch für andere Nelkenarten, die nur bedingt winterhart sind. Entferne die Abdeckungen dann zu Beginn des Frühjahrs wieder und ergänze je nach Anleitung zu deinen Pflanzen etwas Dünger. Ob die Pflanzung der Nelke hierbei im Kübel oder doch direkt im Freien erfolgt, spielt meist keine Rolle.

So lassen sich Nelken im Topf überwintern

Nicht nur im klassischen Blumenbeet, sondern auch im Topf lassen sich die Nelken überwintern. Da die vorgestellten Nelken durchaus winterhart sind, musst du den Topf hierzu nicht nach Drinnen schieben oder an einen anderen Standort bringen. Lediglich der Pflanzentopf selbst sollte bei einem drohenden starken Winter noch zusätzlich geschützt werden. Hierzu eignen sich Hilfsmittel wie eine handliche Styroporplatte, die du unter den Topf legen kannst. Auch weitere Isolierungen lohnen sich.

Das größere Problem ist auch bei den Topfnelken jedoch die Feuchtigkeit. Auf der einen Seite ist das regelmäßige Gießen für die Pflanzen sehr wichtig, um eine Vertrocknung zu vermeiden. Andererseits darf sich allerdings keine Staunässe bilden, damit Probleme wie Wurzelfäule keine Chance haben. Der wichtigste Beitrag zum Winterschutz deiner Nelken ist daher, den Wasserbedarf zu überblicken.

Nelkenblüte rosa

Jetzt die Nelken sicher durch den Winter bringen!

Insgesamt zeigt sich an den vielen Tipps, dass kaum Maßnahmen für einen sicheren Winter nötig sind. Die Nelke gehört mit zahlreichen Arten zu den winterharten Pflanzen, wodurch für die Stauden lediglich das Wasser und die Nässe zum Problem werden kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, lassen sich die Pflanzen natürlich immer mit einer lichtdurchlässigen Plane aus Reisig abdecken. Sieh dir hierzu gerne auch unsere anderen Beiträge der Pflanzenschule an, die zur Nelke verfügbar sind.

hello world!
magnifiercrossmenuarrow-left