Zucchini pflanzen – so wächst dein Gemüse optimal!

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April 3, 2023
Zucchini pflanzen
hello world!

Inhaltsverzeichnis

Wusstest du, dass nur eine Zucchinipflanze dir vom Juni bis in den Herbst hinein bis zu fünf Früchte pro Woche produzieren kann? Wenn also auch du von einer reichhaltigen und leckeren Zucchiniernte profitieren möchtest, erhältst du in diesem Beitrag wichtige Tipps und Tricks für eine optimale Pflanzung sowie die passende Pflege der Kürbisgewächse!

Die wichtigsten Eigenschaften der Zucchini im Beet

Die Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina) stammt ursprünglich aus den südlichen und warmen Regionen Europas und ist Teil der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Der Name „Zucchini“ ist dabei abgeleitet von dem italienischen Wort „Zuccho“ (zu Deutsch: Kürbis) und bedeutet somit so viel, wie: „kleiner Kürbis“. Die kleinen Sommerkürbisse bleiben jedoch in der Regel nicht sehr klein und müssen von Hobbygärtnern und -Gärtnerinnen regelmäßig geerntet werden – insbesondere die jungen Früchte der Zucchini begeistern durch ihr starkes Aroma und ihr zartes Fruchtfleisch!

Die Zucchinipflanzen sind dabei einjährig und nicht winterfest. Die Pflanze bildet aus einem kräftigen Haupttrieb dicht-gedrängte Blattstiele sowie Blütentriebe, weswegen die Zucchini zu einer ausladenden und buschigen Pflanze heranwächst, die eine Menge Platz für sich beansprucht. Die Blüten können dabei männlich wie auch weiblich sein – die Zucchinipflanze gilt somit als einhäusig. Während die männlichen Blüten der Zucchini an einem dünnen und langen Stängel sitzen, erkennst du die weiblichen Blüten an einem kurzen und dicken Stiel, an dem sich in kurzer Zeit eine reifende Frucht bilden wird, welche ein Gewicht von bis zu fünf Kilogramm ausbilden kann – in Abhängigkeit zur jeweiligen Zucchini-Sorte.  

Tipp:
Die größte Zucchinisorten-Vielfalt findest du in Italien und Frankreich, aber auch in Deutschland lässt sich der kleine Kürbis hervorragend anbauen. 

So gelingt die reibungslose Aussaat deiner Zucchini

Dadurch, dass die Zucchini eine mediterrane Pflanze ist bietet es sich an, eine Vorkultur des Saatguts im beheizten Innenraum durchzuführen. Du kannst bereits im April damit beginnen, die schnellwüchsigen Kürbisgewächse auszusähen. Hierfür benötigst du nicht mehr als Töpfe mit einer Größe von vier bis acht Zentimetern, Anzuchterde sowie die Zucchini-Samen. 

Stecke jeweils einen Samen in einen Topf mit Anzuchterde und gieße das Substrat gründlich an. Halte die Erde feucht und platziere die Töpfe an einen hellen Ort mit einer Temperatur von ungefähr 20 Grad Celsius. Bereits innerhalb der ersten Woche nach der Aussaat beginnen die Zucchinisamen, zu keimen. Neben der Vorzucht ist es dir auch möglich, deine Zucchini-Samen direkt ins Beet im Freiland auszusähen, jedoch solltest du damit bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai) warten – eine Vorkultur bietet dir also einen kleinen Vorsprung für die Saison! Auch für die Ausprägung der Blätter im Garten wird diese zu einem echten Vorteil.

Tipp:
Kaufe Zucchini-Samen am besten immer im Handel, denn selbst geerntetes Saatgut kann giftiges Erbgut aus Kreuzungen mit anderen Gurkengewächsen beinhalten. 

In diesen Fällen solltest du deine Zucchini pikieren

Dadurch, dass die Zucchinipflanzen besonders schnell und stark wachsen, benötigen sie ausreichend Platz, um sich frei entfalten zu können. Darüber hinaus gilt die Zucchinipflanze als ein Starkzehrer und benötigt ausreichend Nährstoffe, um stark und gesund wachsen zu können. Wenn du dein Zucchini-Saatgut also nicht in einzelnen, kleinen Töpfen, sondern in Anzuchtschalen gepflanzt hast, bietet es sich nach ein bis zwei Wochen nach der Aussaat an, die Keimlinge zu pikieren. 

Auch, wenn du deine Zucchini direkt ins Beet im Freiland ausgesät hast, solltest du die Jungpflanzen nach der Keimung aufmerksam beobachten. Eine einzelne Zucchinipflanze benötigt mindestens 80 mal 80 Zentimeter oder sogar einen Quadratmeter Platz im Beet. Stehen die Pflanzen zu eng, wachsen sie nicht nur weniger stark, sie können auch schneller von Schädlingen oder Krankheiten, wie dem Echten Mehltau, befallen werden. 

Zu diesem Zeitpunkt darf die Zucchini nach draußen

Dadurch, dass es sich bei der Zucchini um ein Kürbisgewächs handelt, das ursprünglich aus Südeuropa stammt, wünscht die Pflanze sich milde bis sommerliche Temperaturen. Eventuelle Nachtfröste oder Minusgrade tun der Pflanze gar nicht gut – deswegen solltest du mit dem Auspflanzen deiner Zucchinipflanzen ins Freiland mindestens bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai) warten. Bei den Eisheiligen handelt es sich um einen wichtigen Zeitpunkt für Gärtner und Gärtnerinnen, der den Start der Sommer-Saison bestimmt. Es gilt, dass ab Mitte Mai die Gefahr der Nachtfröste und somit der Frosttrocknis weitestgehend ausgeschlossen ist. 

Unsere Anleitung zur Pflanzung neuer Zucchini

selbst gezogeneEs ist endlich so weit: Das Frühjahr wird immer wärmer und du beschließt im April, dass du dieses Jahr selbstgezogene Zucchini anpflanzen möchtest. Damit du von einer reichhaltigen und leckeren Ernte profitieren kannst, findest du nachfolgend eine Anleitung für die optimale Pflanzung deiner Zucchinipflanzen!

  1. Befülle eine Anzuchtschale mit Anzuchterde (oder verwende kleine Töpfe für jeweils einen Zucchinisamen).
  2. Stecke die Samen ungefähr 2,5 Zentimeter tief in das Substrat und bedecke sie locker mit Erde. 
  3. Gieße die Zucchinisamen gründlich an und halte das Substrat feucht. Platziere die Anzuchttöpfe an einem warmen und hellen Ort. 
  4. Pikiere (vereinzele) die Keimlinge, sobald nach den Keimblättern die ersten Laubblätter gewachsen sind. 
  5. Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) können deine Zucchini-Jungpflanzen ins Beet umziehen. 
  6. Bereite die Erde im Beet zuvor mit reifem Kompost oder einem Langzeitdünger vor, denn Zucchini sind Starkzehrer. 
  7. Halte einen Pflanzabstand von mindestens 60 bis 80 Zentimetern ein und setze die Jungpflanzen bis zum Blattansatz tief in die Erde. Achte darauf, Stiele und Wurzeln nicht zu verletzen. 
  8. Mulche das Substrat unter der Zucchini, um die Feuchtigkeit besser in der Erde zu halten. 

Nicht nur der Pflanzabstand zwischen den Zucchinipflanzen ist ausschlaggebend, um die Gesundheit der Kürbisgewächse zu fördern, auch der Standort sollte mit Bedacht gewählt werden. Zucchinipflanzen wünschen sich einen durchlässigen, humus- sowie nährstoffreichen und mittelschweren Boden, der Wasser gut speichern kann. Vermeide jedoch die Entstehung von Staunässe, da diese den Wurzeln der Pflanze schadet. Darüber hinaus solltest du deinen Zucchinipflanzen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Standort bieten. 

Tipp:
Pflanze deine Zucchini am besten in einer Mischkultur mit Pflanznachbarn, wie Bohnen, Mangold, Mais, Zwiebeln oder Erbsen an – meide Gurken, Tomaten und Kartoffeln!

So vermehrst du deine Zucchini später optimal

Damit du hochwertiges Saatgut aus den Zucchinipflanzen dieser Saison gewinnen kannst, benötigst du zunächst samenfeste Zucchinipflanzen und keine Pflanzen, die aus Hybridsaatgut (F1) gezüchtet wurden. Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass in der Nähe deiner Zucchinipflanzen (am besten mit einem Radius von bis zu drei Kilometern) keine verwandten Kürbisgewächse stehen – hierzu zählt auch die Gurke oder der Zierkürbis. 

Die Zucchiniblüten werden mit Vorliebe von Fremdbestäubern, wie Bienen, besucht. Wenn eine Biene jedoch zuvor an einer Gurkenblüte saß und anschließend zur Zucchiniblüte fliegt, kann es vorkommen, dass giftige Kreuzungen entstehen. Die Frucht, die aus einer solchen Bestäubung entsteht, ist noch genießbar, das Saatgut kann dir jedoch in der nächsten Saison bittere und ungenießbare oder gar giftige Früchte produzieren. 

Damit du also Saatgut aus deinen Zucchinifrüchten ernten kannst, musst du die Pflanze mit der Hand bestäuben. Hierfür bietet es sich an, mehrere Zucchinipflanzen der gleichen Sorte im Garten zu pflanzen und die Pflanzung weiterer Kürbisgewächse zu meiden (im Idealfall befindet sich im Umkreis von drei Kilometern kein Kürbisgewächs in deiner Nähe). Bedenke jedoch, dass eine Zucchiniblüte nur einen Tag lang blüht – es gestaltet sich somit teilweise als schwierig, den richtigen Zeitpunkt für die Bestäubung mit der Hand zu finden. 

Tipp:
Bei einer guten Trocknung sowie kühler und trockener Lagerung sind Zucchinisamen vier bis fünf Jahre lang in einem frischen Boden deiner Gärten keimfähig.  

Jetzt mehr über die Pflanzung der Zucchini erfahren!

Die Zucchini ist für viele Menschen das Sommergemüse schlechthin! Eine Pflanzung der kleinen Sommerkürbisse lohnt sich darüber hinaus, denn bereits eine Zucchinipflanze kann dir pro Woche mehrere Früchte produzieren! Erfahre noch mehr über die Vielfalt der Zucchinigewächse und lies dir dafür unseren Beitrag zu den vielen verschiedenen Sorten der Zucchini durch! Auch im Topf oder Kübel machen viele Sorten dabei eine gute Figur.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Zucchini

Wie oft kann eine Zucchinipflanze im Sommer bis Herbst hinweg Früchte produzieren?
Eine Zucchinipflanze kann vom Juni bis in den Herbst hinein bis zu fünf Früchte pro Woche produzieren.
Wann und wie sollte ich meine Zucchinipflanzen am besten aussäen?
Es bietet sich an, eine Vorkultur des Saatguts im beheizten Innenraum durchzuführen. Bereits im April kann man die schnellwüchsigen Kürbisgewächse auszusähen. Hierfür benötigt man nicht mehr als Töpfe mit einer Größe von vier bis acht Zentimetern, Anzuchterde sowie die Zucchini-Samen.
Wie viel Platz benötigt eine Zucchinipflanze im Beet?
Eine einzelne Zucchinipflanze benötigt mindestens 80 mal 80 Zentimeter oder sogar einen Quadratmeter Platz im Beet.
Warum sollte ich meine Zucchini-Samen im Handel kaufen und nicht selbst ernten?
Selbst geerntetes Saatgut kann giftiges Erbgut aus Kreuzungen mit anderen Gurkengewächsen beinhalten. Es empfiehlt sich daher, Zucchini-Samen im Handel zu kaufen.