Ist Wacholder wirklich giftig? Wir verraten es dir!

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Ist Wacholder wirklich giftig? Wir verraten es dir!

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März 13, 2022
wacholder giftig

Inhaltsverzeichnis

Der Wacholder ist im Garten ein sehr beliebter Strauch, der dank seiner flexiblen Form in eigentlich jeder Region und Lage gut wachsen kann. Dennoch sind nicht alle Sorten der Pflanze ungefährlich, was vor allem an der Giftigkeit der Wacholderbeeren liegt. Vor allem die Konzentration rund um die ätherischen Öle ist für die Stärke der Giftigkeit verantwortlich. Aber welche Arten des Wacholders im Garten sind überhaupt giftig und bei welchen Wacholderarten bist du immer auf der sicheren Seite?

So unterscheidet sich die Giftigkeit je nach Art

Wie bereits erwähnt, ist nicht jede Art des Wacholders gleich giftig. Die für die Giftigkeit der Pflanze verantwortlichen ätherischen Öle setzen sich aus verschiedensten Kohlenwasserstoffen sowie aus sekundären Pflanzenstoffen zusammen und führen bei einem Kontakt zu unangenehmen Reizungen. Die folgenden Unterschiede solltest du bei den Juniperus Pflanzen aus dem Garten daher kennen:

Gemeiner Wacholder

Der Gemeine Wacholder, auch als Juniperus communis bekannt, ist nicht in allen Bereichen giftig. Lediglich die Nadeln und Früchte zeichnen sich bei dieser Wacholderart durch eine gewisse Giftigkeit aus. Verwende die Wacholderbeeren dieser Sorte daher nur in geringen Mengen.

Sadebaum

Beim niedrig wachsenden Sadebaum sind hingegen alle Bereiche giftig. So ist es entscheidend, den Sadebaum möglichst im Blick zu behalten und einen direkten Kontakt zu vermeiden. Direkt im ätherischen Sadebaumöl sind deutlich mehr giftige Wirkstoffe als in anderen Sorten vertreten.

Auf welche Pflanzenteile bezieht sich die Giftigkeit?

Häufig sind die Zapfen und Nadeln des Wacholders wirklich giftig. Bei einigen Arten reicht dies jedoch nicht aus, weshalb du auch beim Umgang mit den restlichen Pflanzenteilen besser vorsichtig bleiben solltest. Falls du die Art deines Wacholders bisher nicht klar zuordnen kannst, empfehlen wir dir, die Beeren und Früchte zunächst nicht zu verzehren. Häufig erkennst du an der Struktur der Nadeln aber, um welche Art des Wacholders es sich in deinem Beispiel handelt. Mehr zur Unterscheidung deiner Wacholderarten findest du direkt in unserem Beitrag zu den Wacholderbeeren hier in unserem Blog.

Diese Symptome solltest du im Blick behalten

Solltest du Kontakt zu einem giftigen Wacholderstrauch gehabt haben, kann dies schlimme Folgen haben. Schmerzen in der Niere oder eine Schädigung der Leber sind dabei keine Seltenheit, sondern in vielen Fällen die logische Folge eines Kontakts mit dem giftigen Wacholder. Auch an einer noch schnelleren Atmung oder an einer gesteigerten Herztätigkeit können Vergiftungen deutlich werden. Falls du dir bezüglich der Folgen noch unsicher bist, ist ein Besuch beim Arzt immer zu empfehlen.

Für erwachsene Menschen ist der kurze Kontakt zum Wacholder jedoch meist unbedenklich. Etwas mehr Vorsicht ist jedoch beim Verzehr der Wacholderbeeren als Zapfen angebracht. Während der bloße Kontakt zu Blüten und Blättern nicht dramatisch ist, wird der Verzehr des Juniperus bereits zu einem deutlich größeren Problem. Vor allem der giftige Sadebaum ist dabei noch hervorzuheben.

So wirkt der Wacholder auf Hunde und Katzen

Was für uns Menschen in den meisten Fällen noch unbedenklich ist, kann sich für die geliebten Tiere schnell zu einem echten Risiko entwickeln. So ist es auch beim giftigen Wacholder, den wir dir bei Kunden oder Katzen im Haushalt nicht empfehlen können. Solltest du den Gemeinen Wacholder, also den Juniperus communis, an einem geschützten Ort platzieren, ist dieser die beste Option. Rund um den Vergleich zum Sadebaum mit seinen ätherischen Ölen geht davon das geringste Risiko aus.

Falls du bei deinem Hund oder bei der Katze ein merkwürdiges oder schwummeriges Verhalten siehst oder andere Probleme auftreten, kann dies an einer Vergiftung liegen. Prüfe am besten nicht nur, ob der Wacholder für das Verhalten und die damit verbundenen Symptome verantwortlich ist. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Giftpflanzen, die sich über Jahre negativ auf Haustiere auswirken.

Setze jetzt selbst auf den passenden Umgang!

Du möchtest den Wacholder als Baum oder Strauch bei dir im Garten genießen und die Beeren als Gewürz in der Küche nutzen? Dann kommt es auf die richtigen Sorten des Wacholders an. Nur so sind die Beeren frei von giftigem Öl und eignen sich als vielfältige Garten- und Heilpflanze. Sorten wie der Juniperus communis machen dabei den besten Eindruck. Falls du dich auch für die weiteren Arten des Wacholders interessierst, schau dich gerne direkt in unserem zugehörigen Beitrag um.

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