Das Löwenmäulchen – blütenstarke Pflanzen für den Garten

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Das Löwenmäulchen – blütenstarke Pflanzen für den Garten

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Mai 9, 2022
Löwenmäulchen

Inhaltsverzeichnis

Nur wenige Pflanzen erfreuen sich im Garten einer so großen Beliebtheit wie das Löwenmäulchen. Dies liegt vor allem an den vielen Blüten in prächtigen Farben, wodurch die Pflanze vor allem im Sommer jeden Garten prägt. Sowohl einjährige Varianten als auch mehrjährige Sorten sind rund um das Löwenmäulchen dabei zu finden, die ihre Blüten vom Juni bis in den September hinein zeigen. Worauf du bei der Pflanzung und Pflege des Löwenmäulchens achten solltest, zeigen wir dir hier.

Die wichtigsten Eigenschaften des Löwenmäulchens im Überblick

Das klassische Löwenmäulchen erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 100 Zentimetern. Nicht immer wächst die Pflanze jedoch derart hoch hinaus, weshalb du dich je nach Standort und Pflege auch mit einer geringeren Höhe zufrieden geben solltest. Neben der Wuchshöhe des Löwenmäulchens sind vor allem die vielfältigen Blüten in Gelb, Orange, Rosa oder Weiß ein echter Hingucker. Diese zeigen sich am besten auf pH-neutralen Böden, die sich in einer sonnigen Lage befinden. Auch die folgenden Eigenschaften solltest du rund um dein Löwenmäulchen für ein starkes Wachstum im Blick behalten:

  • Gute Entwicklung auf sandigen und lehmigen Böden
  • Sehr bienenfreundliche Struktur der vielen Blüten
  • Blütezeit des Löwenmäulchens von Juni bis September
  • Nährstoffreiche Böden fördern die Entwicklung
  • Optimale Verwendung für Blumenbeete oder Gruppen

Auch im Bauerngarten oder speziell im Topfgarten lässt sich das Löwenmäulchen ohne viel Aufwand gezielt kultivieren. Wichtig ist dabei, dass die nötigen Nährstoffe vorhanden sind, um die Färbung der vielen Blüten bestmöglich zu begünstigen. Lediglich zu viel Kalk kann sich negativ auf die Pflanzen bei dir im Garten auswirken. Mit der richtigen Versorgung hast du es leicht, bekannte Sorten wie das Große Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) im Garten zu kultivieren und dadurch ideal zu pflegen.

So entwickelt sich das Löwenmäulchen bei dir im Garten

Rund um das Löwenmäulchen erwartet dich in der Regel ein krautiger Wuchs. Die exakte Höhe ist dabei von der Art der Pflanze abhängig, wobei eine Größe von bis zu 100 Zentimetern durchaus noch möglich ist. Erkennbar wird das Löwenmäulchen jedoch nicht nur an den vorhandenen Blüten direkt an der Pflanze, sondern zudem an der gegenständigen Anordnung der Blätter mit elliptischer Form.

Noch besonderer als die Blätter sind jedoch die Blüten der einzigartigen Pflanze. Diese setzen sich aus mehreren Einzelblüten zusammen, wodurch diese ähnlich wie eine Rispe aussehen. Vor allem die vielen Farben wie zum Beispiel Rosa, Orange oder Weiß machen dabei einen vielfältigen Eindruck. In der Regel sind die Blüten des Löwenmäulchens dabei nicht nur einfärbig, sondern zeigen sich bei dir im Garten in vielen Formaten. So zeigt sich die Blüte anschließend von Juni bis in den September.

Die Wahl eines geeigneten Bodens für dein Löwenmäulchen

Für Sorten wie das Große Löwenmaul ist ein warmer und gut geschützter Boden sehr wichtig. Auch die weiteren Nährstoffe machen dabei einen guten Eindruck, wobei du den Kalkanteil besser etwas stärker reduzierst. Eine Platzierung im Halbschatten ist ebenfalls möglich, setzt jedoch viel Wärme voraus. Wichtig ist, dass die Blätter und Blüten des Löwenmäulchens gut vor Regen geschützt sind. Bezüglich der Erde und des Bodens gibt es hingegen nicht so hohe Anforderungen. Das Substrat kann durchaus etwas saurer sein. Mit klassischer Kübelpflanzen-Erde entwickelt sich die Pflanze optimal.

Die besten Hinweise zur Aussaat vor Ort im Garten

Das Echte Löwenmaul muss aufgrund seines einjährigen Wachstums immer wieder neu ausgesät werden. Dafür ist häufig etwas mehr Geduld gefragt, da die Blüten nach der Aussaat etwas mehr Zeit benötigen. Am besten ist es daher, die Samen schon ab Januar oder Februar in einer Anzuchtschale auszusäen. Da es sich beim Löwenmäulchen um einen Lichtkeimer handelt, solltest du die Samen nicht zu stark in die Erde drücken. Stelle die Schalen dann für einige Wochen in den Kühlschrank.

Damit dein Löwenmäulchen anschließend keimen kann, ist ein Standort mit rund 20 Grad nötig. Auch die entsprechende Helligkeit sollte dabei nicht fehlen. Bevor du die Pflanzen jedoch in das warme Beet bringst, sollten die jungen Löwenmäulchen nach der Keimung noch ein paar Wochen in einer kälteren Umgebung wachsen. Ab Anfang Mai kannst du die Pflanzen dann bei dir ins Beet bringen.

Darauf ist bei der Pflege des Löwenmäulchens zu achten

Grundsätzlich handelt es sich beim Antirrhinum um eine starke und robuste Pflanze, die nicht viel Pflege benötigt. Ganz ohne ein paar begleitende Maßnahmen kommst du für dein Löwenmäulchen jedoch nicht aus. Vor allem für die Jungpflanzen ist dieser Schritt entscheidend, um schnell für eine starke Entwicklung und für das nötige Wachstum sorgen zu können. Die folgenden Aspekte sind für das Löwenmäulchen dabei von Bedeutung, um die Pflege dabei so gut wie möglich umzusetzen:

  • Sorge an heißen Tagen für etwas mehr Wasser und halte die Wurzeln frisch. Beim Gießen sollte das Wasser möglichst nicht zu viel Kalk enthalten, da dies die Pflanzen schwächt.
  • Eine regelmäßige Düngung ist für deine Löwenmäulchen sehr wichtig. Sowohl natürliche Mittel wie Kompost als auch Blühpflanzendünger lassen sich dabei alle 14 Tage ergänzen.
  • Um die Verzweigung der Jungpflanzen zu fördern, kannst du die Triebe auf Höhe von rund zehn Zentimetern abknipsen. Auch das Ausputzen kann die Blüten der Pflanze erweitern.

Da es sich bei vielen Sorten des Löwenmäulchens um einjährige Sorten handelt, spielt die Pflege im Winter eine eher geringe Rolle. Wichtig ist im Vorfeld der Kultivierung bei dir im Garten jedoch, dass kein Nachfrost mehr zu erwarten ist. Dieser ist für deine Sommerblumen äußerst schädlich und wirkt der Bildung neuer Blüten entgegen. Achte daher auf möglichst warme und gleichzeitig feuchte Böden und behalte dabei vor allem die Jungpflanzen im Blick. So entwickelt sich das Löwenmaul stets ideal. 

Viele Optionen für eine idyllische Kultivierung im Freien

Sowohl direkt im Beet als auch auf dem Balkon lassen sich die Löwenmäulchen problemlos anbauen. Unterschiede zwischen den klassischen und unveränderten Pflanzen und den Hybriden gibt es dabei in der Regel nicht. Während die Sorte Rosella zu den eher höheren Löwenmäulchen gehört, handelt es sich bei Sorten wie Twinny peach praktisch um Bodendecker. Für Bienen und Hummeln sind beide Sorten jedoch überaus relevant und machen den Garten zu einer biodiversen Umgebung. Wer die Blütenstände nach der Saison nicht entfernt, profitiert im Garten zudem von der Selbstvermehrung.

Wie du die Sorten vor Krankheiten und Schädlingen schützt

Damit das Löwenmaul seine vollständige Höhe erreicht, ist der Schutz vor Krankheiten sowie vor neuen Schädlingen sehr wichtig. Sowohl Echter Mehltau als auch Falscher Mehltau entwickeln sich bei ungeeigneter Pflege schnell zur Gefahr. Vor allem Feuchtigkeit ist für solche Krankheiten an der Pflanze verantwortlich, weshalb du das Löwenmäulchen vor Regen schützen solltest. Auch Aspekte wie die Wurzelfäule lässt sich durch die richtige Pflege vermeiden, um die Stauden gut abzusichern.

Der richtige Dünger und das passende Vorgehen zum Schutz des Antirrhinum stärken die Pflanze zusätzlich und bieten eine hervorragende Absicherung. Sowohl im Beet als auch direkt im Kübel wird Nässe zum Problem, weshalb du die Trockenheit am Laub regelmäßig überprüfen solltest. Dies gilt auch für den Standort, damit Probleme wie Staunässe bei deinem Kaltkeimer gar nicht erst auftreten.

Weitere Tipps und Tricks für die Wirkung des Löwenmäulchens!

Das Löwenmäulchen wird dank seiner vielfältigen Blüten und Blätter zur besten Wahl für deinen Garten. So lohnt es sich, die Samen direkt vor Ort aussäen zu können und das Wachstum auf diese Weise exakt im Blick zu behalten. Solltest du das Löwenmaul auch als Schnittblume nutzen wollen, wird dies ebenfalls problemlos möglich. Dies macht es leicht, das Löwenmäulchen im Freiland zu kultivieren und Sorten wie das Antirrhinum majus anzubauen. Mehr zur Aussaat findest du hier.

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