Löwenmäulchen schneiden – in diesen Fällen ist es wichtig!

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Löwenmäulchen schneiden – in diesen Fällen ist es wichtig!

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Mai 10, 2022
Löwenmäulchen schneiden

Inhaltsverzeichnis

Löwenmäulchen (lat. Antirrhinum majus) sind beliebte Sommerblumen, die in vielen Gärten, Vorgärten und auf Balkons hübsche Farbakzente setzen und dabei die heimische Hummel- und Bienenpopulation mit Nahrung beglücken. Die Blütezeit des Löwenmauls beginnt dabei in der Regel im Juni und kann sich bis in den Herbst hineinziehen – wenn du die Pflanze ausreichend unterstützt. Lies hier, wie du deine Löwenmäulchen zurückschneiden solltest, damit du dich an einer dauerhaften Blüte erfreuen kannst!

Warum du Verblühtes immer abschneiden solltest

Der Lebenskreislauf des Löwenmäulchens schnell erklärt: Die Pflanze bildet sich aus dem Samen und wächst, bis sie Blüten bildet. Diese Blüten werden von Bienen, Hummeln und anderen Insekten bestäubt und bilden anschließend Samen. Die Samen können gesammelt werden oder landen direkt in der Natur in der Erde, wodurch das Löwenmaul sich an seinem Standort im klassischen Boden auf natürliche Weise verwildert. 

Wie du dir bestimmt vorstellen kannst, verlangt die Produktion der Samen einiges an Energie von der Pflanze ab. Sobald eine Blüte also beginnt, zu welken, steckt das Löwenmäulchen mehr Energie in die Produktion von Saatgut und nicht mehr in das Pflanzen- und Blütenwachstum. Wenn du stattdessen die verblühten Blütenstände des Löwenmäulchens entfernst, konzentriert die Pflanze sich wieder auf das ursprüngliche Wachstum, um so erneut Samen herstellen zu können und eine natürliche Aussaat zu gewährleisten. 

Tipp: Die Blüten, die kurz vor dem Verblühen sind, musst du nach dem Schneiden selbstverständlich nicht wegwerfen. In einer Vase mit Wasser halten die farbenfrohen Blüten aller klassischen Sorten sich noch einige Tage und verschönern so weiterhin dein Zuhause!

Diese Tipps sind beim Schneiden immer zu beachten

Solltest du deine zweijährigen Löwenmäulchen aus dem Vorjahr bereits in der Erde Beet stehen haben, bietet sich im Frühjahr ein wahrer Kahlschnitt an. Das bedeutet, dass du die gesamte Wuchshöhe der Pflanze auf eine Höhe von ein bis zwei Handbreit kürzt. Verwende hierfür eine Gartenschere und achte darauf, nicht an den Wurzeln der Blume zu ziehen und diese somit zu beschädigen. 

Darüber hinaus solltest du die Blüten, sobald diese verblüht sind, ebenfalls entfernen, um eine neue Blütenbildung zu fördern. Beachte hierfür folgende Hinweise:

  • Putze Verblühtes regelmäßig aus, um die Blütenneubildung zu fördern.
  • Schneide dafür nicht nur die welke Blüte, sondern den gesamten Stiel ab. 
  • Entferne alternativ die oberen 5 – 10 Zentimeter der Triebe. So förderst du einen buschigen Wuchs. 
  • Schneide deine Löwenmäulchen niemals im Herbst zurück!

Tipp: Auch wenn das Löwenmäulchen meist direkt am gewählten Standort im Garten wächst, kannst du die Pflanze auch im Topf kultivieren. Der Schnitt bleibt dabei jedoch identisch.

Im Herbst ist der Rückschnitt keine gute Wahl

Gärtner und Gärtnerinnen mit Erfahrung wissen, dass insbesondere im Frühjahr und Herbst der Griff zur Schere im Beet, Garten oder auf dem Balkon unabdingbar ist. Bei dem Löwenmaul sieht diese Regel jedoch etwas anders aus, denn Löwenmäulchen sollten niemals im Herbst zurückgeschnitten werden. Das echte Löwenmäulchen gilt als winterhart und sollte somit im Herbst einfach stehen gelassen und lediglich mit Materialien, wie Mulch, Herbstlaub, Stroh oder Reisig abgedeckt werden. 

So können die Wurzeln des Löwenmäulchens die Energie aus den oberirdischen Teilen über die kalten Monate hinweg ziehen und im Frühjahr wieder verwenden. Ein Rückschnitt im März oder April sorgt also dafür, dass die zurückgewonnene Energie aus dem vorigen Herbst hochwertig und vollständig verwertet werden kann. Auch gegenüber Schädlingen und Krankheiten sind die Löwenmäulchen auf diese Weise deutlich resistenter.

Erfahre jetzt mehr zur Pflege deiner Löwenmäulchen!

Das Löwenmäulchen ist eine pflegeleichte und robuste Pflanze, die du mit nur einigen wenigen Handgriffen unterstützen kannst. Profitiere nicht nur von der hübschen Optik des Löwenmäulchens in deinem Garten, sondern biete mit den insektenfreundlichen Pflanzen außerdem eine hochwertige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln an! Schaue doch auch einmal in unsere weiteren Beiträge zum kletternden Löwenmäulchen oder warum das Löwenmäulchen Totenkopfpflanze genannt wird.

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