Die Doppelgänger des Giersch – hier ist Vorsicht geboten!

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Die Doppelgänger des Giersch – hier ist Vorsicht geboten!

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August 5, 2022
Giersch Doppelgänger

Inhaltsverzeichnis

Viele kennen die Pflanze Giersch aus dem Garten als Unkraut. Doch Giersch ist noch viel mehr, der gehört zu den Wildkräutern, die gerne gesammelt werden. Zudem besitzt Giersch einen petersilienähnlichen Geschmack und ist daher in der Küche wertvoll. Gleichzeitig ist er auch als Heilkraut bekannt. Allerdings besteht beim Giersch eine große Verwechslungsgefahr, denn einige ähnlich aussehende Kräuter, wie zum Beispiel die Hundspetersilie, der Holunder und der Bärenklau, sind giftig. Lese nachfolgend, welche Doppelgänger des Gierschs du bereits kennen solltest.

Daran erkennst du Giersch als Pflanze im Garten 

Giersch gehört zu der Pflanzenfamilie der Doldenblütler - allerdings gibt es einige weitere Pflanzen, die von der Blüte her sehr ähnlich aussehen, aber giftig sind. Dazu gehören beispielsweise die Hundspetersilie und der Gefleckte Schierling. Anhand der folgenden Merkmale erkennst du Giersch und kannst eine Verwechslung ausschließen:

  • Die Blätter unterteilen sich in Blattspreite und Blattstiel, der Stiel ist bis zu 20 cm lang.
  • Die Blätter gliedern sich in dreifache Fiederblättchen auf und sind mittel- bis blaugrün.
  • Die Blattunterseite ist behaart, während die Oberseite kahl ist.
  • Das Ende der Blätter läuft spitz zu, sie sind eiförmig und der Rand ist gezackt.
  • Ab Mai/Juni bis in den August/September fängt Giersch an zu blühen
  • Giersch ist ein Doldenblütler, pro Blütenstand gibt es 10 bis 20 Dolden.
  • Eine Dolde besteht aus zahlreichen winzigen Einzelblüten, die Farbe der Blüten ist weiß bis rosa/rötlich.
  • Die Blüten besitzen keine Hüllblätter, sie sind zwittrig und fünfzählig.
  • Nach der Blüte bilden sich grüne und später bräunliche Samenstände.
  • Die Früchte sind zweiteilige Spaltfrüchte, die optisch an Kümmel erinnern.
  • Sie sind 3 bis 4 mm lang.
  • Im Querschnitt ist der Stängel dreieckig und hohl.
  • Giersch ist wintergrün und wird während der Blütezeit bis zu 1 m hoch.
  • Die Wurzeln sind sehr lang, weiß und bis zu 3 mm dick und bilden Ausläufer.

Welche Verwandte des Giersch im Garten giftig sind

Wenn du dich noch nicht so gut mit Giersch auskennst, solltest du die Unterschiede zu anderen Pflanzen kennen, die ähnlich aussehen, aber giftig sind. Giftige Doppelgänger sind zum Beispiel:

Hundspetersilie: 

Die Blätter von der Hundspetersilie sind feiner gegliedert und gefiedert. Am Rand sind sie nicht tief eingeschnitten und auch nicht gesägt. Giersch hingegen hat drei geteilte Blätter mit drei einzelnen Blätter und einen dreikantigen Stängel. Zudem erkennst du Giersch am Geruch, der nach Petersilie riecht.

Holunder: 

Die Blätter des Holunders sind giftig. Kurz nach dem Austrieb sehen sie denen vom Giersch stark ähnlich. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist der im Querschnitt runde Stiel, der beim Giersch dreieckig ist. Zudem riecht Holunder auch nicht nach Petersilie beim Zerreiben.

Bärenklau: 

Die Berührung mit Bärenklau kann zu Hautreizungen führen. Zudem sind die Blätter schwach giftig. Im Unterschied zum Giersch hat der Bärenklau geschwungene bis gefiederte Blätter, die größer sind als beim Giersch. Beim Giersch sind die Blätter gezackt.

Tipp:
Wenn du gerne Giersch sammeln möchtest und dir nicht sicher bist, wie die Pflanze aussieht, sollte sich ein Bild herunterladen und dieses mitnehmen.

Diese Doppelgänger des Giersch sind ungefährlich

Es gibt zahlreiche Pflanzen, die dem Giersch zum Verwechseln ähnlich sehen. Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht: Tatsächlich sind nur wenige Verwandte sehr giftig. Am besten orientierst du dich nicht an den Blüten, sondern an den Blättern bei der Bestimmung. Zudem gibt es ein einfaches Merkmal: wenn du Giersch in der Hand zerreibst, riecht dies nach Möhre und Petersilie.

Zu den zuvor genannten giftigen Pflanzen, bei denen Verwechslungsgefahr droht, gibt es noch einige Doppelgänger, die nicht giftig sind. Dazu zählen zum Beispiel der Breitblättrige Merk, die Wilde Möhre, die Bibernelle und der Wald-Engelwurz. Sie alle sind nicht giftig, allerdings kann der Breitblättrige Merk zu Durchfall führen. 

Solltest du giftige Pflanzenteile verzehrt haben, kommt es in der Regel schnell zu den typischen Vergiftungsanzeichen. Mögliche Symptome sind Brennen im Mund- und Rachenraum, Schwindel, Erbrechen, Übelkeit und Lähmung. Suche in diesem Fall umgehend einen Notarzt auf oder verständige die Giftnotrufzentrale.

Erfahre jetzt mehr über die Doppelgänger des Giersch!

Insbesondere bei der Hundspetersilie oder beim Gefleckten Schierling hat eine Verwechslung böse Folgen. Jedoch kannst du die Doppelgänger anhand der zuvor geschilderten Unterschiede einfach identifizieren. So gibt es zum Beispiel bei der Hundspetersilie andere Blätter, die feiner gefiedert und feiner unterteilt sind. Ähnlich sieht es beim Holunder auf, den Unterschied erkennst du einfach am Stiel.

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