Bodendecker gegen Giersch – so wirst du die lästige Pflanze los

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Bodendecker gegen Giersch – so wirst du die lästige Pflanze los

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August 12, 2022
Bodendecker gegen Giersch

Inhaltsverzeichnis

Alles beginnt in einer fernen Gartenecke, und schon bald nimmt das Unheil seinen Lauf. Dein Garten ist mit dem Giersch überwuchert. Diese Pflanze breitet sich rasant aus und verdrängt deine Lieblingsgewächse. Dabei ist es alles andere als einfach, das aufdringliche Unkraut zu bekämpfen. Wir erklären, wie du den Giersch nachhaltig und umweltfreundlich mithilfe von Bodendeckern vertreibst.

Giersch – ungeliebtes Unkraut und Wildgemüse

Der Giersch (Aegopodium podagraria), auch als Geißfuß, Ziegenkraut und Dreiblatt bekannt, gehört zur Familie der Doldenblütler und ist fast überall in Europa anzutreffen. Diese Pflanzen mit weißen Blütendolden erreichen Wuchshöhen von bis zu 100 Zentimetern und gedeihen am besten in lockeren, feuchten Böden im Halbschatten oder an einem schattigen Standort. 

Dabei könne der Giersch sogar zu einer richtigen Gartenzierde werden, wenn sich diese Pflanze nicht dermaßen ungehemmt ausbreiten würde. Um immer neue Flächen zu erobern, nutzt der Giersch zwei Fortpflanzungswege. Zum einen vermehrt sich die Pflanze durch die Samen, zum anderen durch die Kriechtriebe Rhizome. Die Rhizome bilden im Boden ein weit verzweigtes Netzwerk, das bis zu 80 Zentimetern in die Tiefe reicht. 

Gerade die Kombination der beiden Fortpflanzungswege macht die Bekämpfung von dem aufdringlichen Unkraut so schwierig. Hackst du einige Rhizome ab, treibt der Giersch sogar aus dem kleinsten übriggebliebenen Stück wieder aus. Deckst du das Unkraut mit Folie und Mulch zu, ersticken die Wurzeln, aber die Samen überleben. 

Tipp:
Insofern du den Geißfuß in Schach halten kannst, bringt dir die Pflanze auch Nutzen. Das Unkraut ist zugleich ein Wildgemüse und ein aktbekanntes Heilkraut. Unter anderem schmecken Gierschblüten und -blätter in einer Suppe oder im Salat.

Bodendecker gegen Giersch – auf diese Stauden kannst du dich verlassen

Durch das Abhacken von Wurzeln oder Abdecken von Flächen wirst du den Giersch im Garten nicht los. Das Jäten scheint das Unkraut noch mehr zum Wuchern zu animieren und die Unkrautvernichter schädigen die umliegenden Pflanzen. Doch es gibt eine Methode, den Giersch biologisch und dauerhaft loszuwerden. Deine Wunderwaffe heißt Bodendecker.

Bodendecker sind kleinbleibende Pflanzen, deren Triebe und Blätter einen dichten Teppich bilden. Durch diese Wuchsform entziehen die Bodendecker dem Giersch seine Lebensgrundlage, nämlich Licht, Nährstoffe und Wasser. Nicht alle Bodendecker können es mit dem Ziegenkraut aufnehmen, doch auf diese Konkurrenzpflanzen ist Verlass:

  • Elfenblumen (Epimedium) sind bis zu 30 Zentimeter hohe, sommergrüne oder immergrüne Stauden mit je nach Sorte gelben, roten oder violetten Blüten und schmucken Blättern. Die Elfenblumen fühlen sich an einem schattigen oder halbschattigen Standort wohl.
  • Storchschnabel (Geranium ibericum) mit formschönen blauen Blüten und großen Blättern ist ein kräftiger Bodendecker, mit dessen Hilfe du den Giersch und die Brennnesseln bekämpfen kannst. Der Storchschnabel gedeiht in sonnigen und halbschattigen Lagen. 
  • Dickmännchen oder Ysander (Pachysandra terminalis) bekämpft den Giersch an schattigen Standorten. Das Dickmännchen erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimetern und bildet dichte, dekorative Teppiche.
  • Die Golderdbeere (Waldsteinia geoides) gehört zu den wertvollsten und anspruchslosersten Bodendeckern. Mit einer Wuchshöhe von höchstens 30 Zentimetern ist die Golderdbeere kleinbleibend und eignet sich sowohl für sonnige als auch für halbschattige Lagen.
  • Der Teppich-Knöterich (Bistorta affinis) fällt vor allem durch seine schlanken Blütenähren in Rosa oder Violett auf. Diese Staude gedeiht in der Sonne und im Halbschatten.
  • Frauenmantel (Alchemilla) begeistert mit zackigen Blättern und filigranen grüngelben Blüten. Dieser anspruchslose Bodendecker ist immergrün und für die meisten Standorte geeignet.
Tipp:
Wusstest du, dass auch solche Nutzpflanzen wie Topinambur, Süßkartoffeln oder herkömmliche Kartoffeln aus ihrem Beet den Giersch erfolgreich vertreiben? 

Bodendecker gegen Giersch – so setzt du die Pflanzen erfolgreich ein

Die bodendeckenden Pflanzen wie Elfenblume und Frauenmantel, Knöterich und Dickmännchen sind ein wirksames, umweltkonformes Mittel gegen das Unkraut. Mit diesen Tipps hat Geißfuß keine Chance:

  • Bereite unbedingt den Boden vor, indem du das Beet oder eine andere Fläche von dem Giersch befreist. Entferne die Pflanzen, deren Wurzeln und Rhizome möglichst gründlich. Auf diese Weise bekommen die Stauden eine willkommene Starthilfe.
  • Pflanze die Bodendecker bereits im Herbst, damit die Gewächse ausreichend Wurzeln bilden und im Frühling zum Kampf gegen den Giersch optimal gerüstet sind. 
  • Setze die Pflanzen dicht beieinander, damit der Blätterteppich bereits im ersten Standjahr den Giersch sicher unterdrückt.
  • Suche für deine Bodendecker einen geeigneten Standort aus. In unserer Liste weiter oben findest du die Hinweise zu jeweiligen Vorlieben der Elfenblume & Co.
  • Kümmere dich während des Anwachsens um die Bodendecker, indem du die jungen Pflanzen mit Dünger und Wasser versorgst.

Bei der Wahl der Bodendecker gegen Giersch denke auch an deinen Geschmack, denn die neue Gartengestaltung soll dir gefallen – oder schmecken.

Jetzt deine Bodendecker gegen Giersch finden!

Werde jetzt aktiv und suche dir die richtigen Bodendecker gegen Giersch aus! Giersch ist ein Wildgemüse und eine Heilpflanze, doch für die meisten Gärtner ist es vor allem eins – ein lästiges Unkraut. Mit solchen Bodendeckern wie Elfenblumen und Frauenmantel, Golderdbeere und Knöterich bekämpfst du den Geißfuß effektiv und nachhaltig. Für weitere Details zur Wurzel des Giersch lies gerne direkt hier weiter.

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