Ist das Schneeglöckchen giftig? Wir helfen dir weiter!

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Ist das Schneeglöckchen giftig? Wir helfen dir weiter!

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Mai 13, 2022
Schneeglöckchen giftig

Inhaltsverzeichnis

Bei den vielfältigen Schneeglöckchen mit weißen Blüten denken die Wenigsten an eine Giftpflanze. Während die Pflanze im Garten zwar einen guten Eindruck macht, ist sie leider als giftig einzustufen. Dies gilt für alle Vertreter der Familie der Amaryllisgewächse, weshalb die Pflanzenteile beim Verzehr zu einer Vergiftung führen können. Doch welche Pflanzenteile sind beim Schneeglöckchen besonders stark betroffen? Und wie schützt du dich vor einer Vergiftung? Genau das zeigen wir dir direkt hier.

So kommt es zur Vergiftung durch Schneeglöckchen

Ursachen für eine Vergiftung durch das Schneeglöckchen gibt es viele. Dies gilt zum Beispiel für die Blüten oder die Blätter der Pflanze. Besonders giftig ist an dieser Stelle aber die Zwiebel. In dieser stecken nicht nur giftige Alkaloide, sondern auch Galanthamin, Lycorin und Tazettin. Dies wirkt nicht nur beim Verzehr giftig, sondern reizt die Haut bereits bei einem Kontakt mit dem Schneeglöckchen.

Aus diesem Grund ist bei allen Pflanzenteilen des Schneeglöckchens Vorsicht geboten, um schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei den Haustieren wie Hund und Katze wird das giftige Schneeglöckchen dabei zu einer echten Gefahr. So sind bereits kleine Mengen mit enormen Risiken verbunden, die Mensch und Tier betreffen. Da die weißen Blüten im Winter so stark herausstechen, ist ein effektiver Schutz im Garten sehr schwierig.

Diese Symptome deuten auf eine Vergiftung hin

Aufgrund der enormen Gefahren im eigenen Garten solltest du die Symptome einer Vergiftung mit Schneeglöckchen exakt im Blick behalten. Während auch Erwachsene von den Symptomen einer Vergiftung betroffen sein können, fallen diese bei Kindern oder bei Haustieren meist besonders stark aus. Die folgenden Symptome solltest du bei einer Vergiftung mit dem Schneeglöckchen kennen:

  • Vermehrter Speichelfluss
  • Durchfall und Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Benommenheit und Schweißausbrüche
  • Lähmungserscheinungen

Solltest du aufgrund der Symptome eine Vergiftung nicht ganz ausschließen können, ist der Besuch beim Arzt erforderlich. Für Haustiere gilt dasselbe, wobei der Tierarzt eine genauere Einschätzung zur Schwere der Vergiftung abgeben kann. Vor allem bei größeren Mengen der Schneeglöckchen kann es nach einem Verzehr auch zu Schwächungen des Kreislaufs führen. Wie stark diese ausfallen, ist dabei vom Gehalt der Giftstoffe abhängig. Im Bereich der Zwiebel sind diese besonders hoch konzentriert.

Warum Kinder und Haustiere stark gefährdet sind

Während Erwachsene bei kleinen Mengen häufig mit leichten Bauchschmerzen und einem blauen Auge davonkommen, ist es bei Kindern und Haustieren nicht ganz so einfach. Dies liegt vor allem an der schwierigeren Verarbeitung der Giftstoffe im Körper. Dort richten die Stoffe bei kleineren und jüngeren Menschen einen deutlich größeren Schaden an, wodurch auch die Symptome bei Kindern stärker ausfallen. Gleiches gilt für Haustiere wie den Hund oder die Katze, da das Schneeglöckchen mit all seinen Pflanzenteilen giftig ist. Nach einer Vergiftung ist daher schnelles Handeln gefragt.

Die richtigen Tipps zum Schutz vor Vergiftungen

Wer spielende Kinder im Garten hat oder den Hund häufiger im Freien umhertoben lässt, sollte sich von den Schneeglöckchen trennen. In diesem Fall ist die Beseitigung sämtlicher Pflanzenteile der beste Weg, um nicht in jeder Sekunde aufmerksam sein zu müssen. Aufgrund der Alkaloide und des Galanthamin sind die Risiken für Kinder und Haustiere ansonsten zu hoch. Dies gilt sowohl für die Reizung der Haut als auch für die Vergiftung, die durch den Verzehr der Pflanzen möglich wird.

Falls du die Schönheit deiner Schneeglöckchen im Garten dennoch erhalten möchtest, solltest du sie möglichst gut schützen und verstecken. Da sämtliche Pflanzenteile giftig sind, fallen die Gefahren für andere Menschen ansonsten zu hoch aus. Dies gilt nicht nur für die giftige Wurzel, sondern auch für die weißen Blüten sowie für die grünen Blätter. Durchfall und Übelkeit sind somit vorab vermeidbar.

Wie Schneeglöckchen als Heilmittel genutzt werden

Die giftigen Zwiebeln der Schneeglöckchen sind jedoch nicht immer problematisch. Auch wenn es sich bei der Galanthus nivalis um eine giftige Pflanze handelt, wird das Schneeglöckchen auch als Heilmittel verwendet. Vor allem im Kaukasus spielt das Gift der Zwiebeln eine wichtige Rolle und wird als Medizin bei Alterserscheinungen und Gedächtnisschwäche genutzt. Auch in der modernen Medizin spielt das Gift der Schneeglöckchen zur Forschung gegen Demenz eine sehr wichtige Rolle.

Einigen Inhaltsstoffen der giftigen Schneeglöckchen wird zudem nachgesagt, bei Krankheiten wie der Kinderlähmung hilfreich zu sein. Auch Neuralgien lassen sich auf diese Weise lindern, wenn es sich dabei um eine gezielte Anwendung durch einen behandelnden Arzt handelt. Vom klassischen Verzehr raten wir aufgrund der Giftigkeit natürlich dennoch ab, um den nötigen Schutz stets sicherzustellen.

Mit der richtigen Platzierung zu bester Sicherheit!

Sollte es bereits zu einem Kontakt mit den giftigen Schneeglöckchen der Galanthus nivalis gekommen sein, kommt es auf schnelles Handeln an. Gib den Betroffenen möglichst schnell etwas Flüssigkeit, damit sie den Mundraum ausspülen können. Wasser oder Tee sind dabei am besten geeignet. Bei großen Mengen ist der anschließende Besuch beim Arzt sehr wichtig. So wird die Vergiftung mit dem Schneeglöckchen schnell behandelt, ohne dass nachhaltige Gefahren für die Gesundheit bestehen.

Erfahre mehr über das Schneeglöckchen

Hier zeigen wir dir, wie du deine Schneeglöckchen im Topf kultivierst und wann du sie umpflanzen solltest.

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