Bartnelken: alle Details zu Pflege, Blüten und Struktur

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Bartnelken: alle Details zu Pflege, Blüten und Struktur

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Februar 17, 2022
bartnelke rot weiss

Inhaltsverzeichnis

Dir gefallen farbenfrohe Blüten, mit denen du dein Beet im Garten ohne viel Aufwand verschönern kannst? Dann passt die Bartnelke hervorragend zu deinen anderen Pflanzen. Ihre Blüten erstrahlen je nach Art und Sorte in den Farben Violett, Weiß, Rosa, Rot oder Schwarz, wodurch einem großartigen Farbenspiel sicher nichts im Weg steht. Doch wie genau lässt sich die Bartnelke am besten anbauen? Und welche Herausforderungen sind am Boden zu beachten? Dieser Artikel bietet dir alle Details.

Die wichtigsten Basics zur Bartnelke

Mit den Bartnelken erwarten dich eindrucksvolle Stauden, die eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern erreichen. Während ihrer Entwicklung wachsen sie aufrecht und zeigen ihre Blütenpracht zwischen Juni und August. Vor allem in sandigen bis lehmigen Böden fühlen sie sich wohl, während sie auf die erforderlichen Nährstoffe angewiesen sind. Während des Frühjahrs entwickeln sie zudem die grünen und ganzrandigen Blätter, die vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Figur abgeben. Im Folgenden haben wir die zentralen Eigenschaften der Bartnelke nochmal für dich zusammengefasst:

  • Farbenfrohe Blüten, die von Juni bis August sichtbar werden
  • Geringe Wuchshöhe zwischen 25 und 60 Zentimetern
  • Auf nährstoffreiche Böden und viel Sonne angewiesen
  • Sorgt im Vordergrund von Staudenbeeten für prächtige Farben
  • Ist auf einen aktiven Schutz vor Schädlingen angewiesen

Sowohl im Blütenbeet als auch in der Vase überzeugt die Bartnelke mit eindrucksvollen Farben. Dies hat den Vorteil, dass sich die Pflanze nicht nur im Garten, sondern zusätzlich auch als Blütenschmuck nutzen lässt, der dank der vielfältigen Blüten in diversen Farben sicher nicht langweilig wird. So wird die Bartnelke mit dem lateinischen Namen Dianthus barbatus zu einer wahren Bereicherung vor Ort.

Wo hat die Bartnelke ihren Ursprung?

Die Bartnelken stammen aus den südeuropäischen Gebirgen und gehören, wie der Name bereits erkennen lässt, aus der Familie der Nelkengewächse. Da die Pflanze jedoch schon seit dem frühen Mittelalter auch in Deutschland und in unseren Nachbarländern zu finden ist, gehört die Bartnelke längst nicht mehr zu den auswärtigen Pflanzen. Bereits seit vielen Jahrhunderten prägt sie die Gestaltung zahlreicher Gärten und eignet sich dank ihrer überschaubaren Größe als Dekoration.

Wichtige Details zum Aussehen der Pflanzen

Auch optisch hat die Bartnelke, deren Blütenstand sich aus vielen Einzelblüten zusammensetzt, einiges zu bieten. Nicht nur die prächtigen Farben, sondern auch die natürlichen Gerüche prägen die Dianthus barbatus und lassen dein Blumenbeet noch sommerlicher wirken. Neben den bereits vorgestellten Farben können sich die Blüten sogar mehrfarbig entwickeln, zum Beispiel in gefleckter oder gestreifter Form. So hat jede Pflanze die Chance, ihre Blüten individuell zu entwickeln.

Während die einfachen Blüten über jeweils fünf Kronblätter verfügen, reicht dies bei den gefüllten Blüten längst nicht aus. Diese bilden sogar bis zu 60 Kronblätter aus, die sich dicht aneinander drängen und die Blüten in den Vordergrund stellen. Ihre gefransten Ränder verleihen den Blättern zusätzliche Struktur und unterscheiden die Bartnelke von anderen Pflanzen der Caryophyllaceae. 

Bartnelke Blüte

Diese Sorten prägen die Bartnelke

Die klassische Bartnelke entwickelt sich in der Regel über einen Zeitraum von zwei Jahren. Ergänzend dazu gibt es jedoch einige schnellwüchsige Arten, zu denen beispielsweise die Red Empress gehört. Diese wird an ihren rot gefärbten Blüten erkennbar und überzeugt mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 Zentimetern. Ergänzend dazu erfreuen sich auch Sorten wie die rosafarbene Pink Kisses oder die Vorläufer-Serie, die über eine etwas frühere Blütezeit verfügt und mehrfarbig blühen kann. So bietet die Familie der Bartnelke für jeden Geschmack die richtige Pflanze und steht für farbliche Vielfalt.

So sorgst du für eine wirkungsvolle Pflanzung

Falls du dich für die einjährigen, also für die schnell wachsenden Bartnelken entscheidest, solltest du zwischen Februar und April für die Aussaat sorgen. Bei einer Ausbringung im Topf sind zwischen zwei und drei Samen empfehlenswert. Während zunächst die klassische Raumtemperatur als Maßstab gilt, sollte die Temperatur nach einem Monat auf rund 12 bis 14 Grad abgesenkt werden. Ab Mai kannst du deine Jungpflanzen daraufhin mit rund 20 Zentimetern Abstand ins Freiland umsiedeln. Wähle hierzu einen möglichst nährstoffreichen und sonnigen Standort für deine jungen Bartnelken.

Bei den zweijährigen Bartnelken ist hingegen eine Pflanzung von Ende Mai bis Anfang Juni ratsam. Eine Temperatur von 15 Grad ist hierbei dringend zu empfehlen. Sollte die Wurzel noch nicht ausreichend mit dem Boden verankert sein, was durch eine zu späte Pflanzung möglich ist, können die Jungpflanzen deutlich schneller erfrieren. Nach etwa einem Monat sind die Bartnelken dann ebenfalls bereit für neue Kübel, um ab dem nächsten Jahr von einer farbigen Blüte zu profitieren.

Unsere Tipps zur optimalen Pflanzenpflege

Bartnelken gehören zwar nicht zu den anspruchsvollsten Pflanzen, sollten jedoch vor allem in den ersten Monaten gut umsorgt werden. Nur wenn der richtige Boden und die passende Temperatur vorhanden sind, ist auch ein einwandfreies Wachstum möglich. Die folgenden Pflegetipps solltest du aus diesem Grund dringend beachten, wenn du dich selbst für die Dianthus barbatus entscheidest:

  • Regelmäßiges Gießen ist während des Wachstums sehr wichtig. Achte aber dennoch darauf, dass sich keine stehende Nässe bildet. Diese kann zum Ertrinken der Pflanzen führen.
  • Um eine Verwilderung der Bartnelke zu vermeiden, solltest du die Stängel nach der Blüte entfernen. Bei struppigeren Pflanzen kann sich auch der leichte Rückschnitt anbieten.
  • Falls du die Nelken auf mageren Böden ausgebracht hast, ist etwas Universaldünger im Frühjahr zu empfehlen. So wirst du dem Nährstoffanspruch deiner Pflanzen gerecht.
  • Wenn es im Winter zu sehr kalten Temperaturen und zu Frost kommt, ist ein Schutz der Bartnelken aus Fichtenreisig sinnvoll. Bedecke hierzu am besten die gesamte Pflanze.

Die Vermeidung von Krankheiten und Schädlingen

Um für eine beeindruckende Optik zu sorgen, empfiehlt sich die Pflanzung der Bartnelken in Gruppen. Leichtes Düngen kann das Wachstum hierbei steigern. All dies bringt jedoch nichts, wenn die frisch angepflanzten Bartnelken schon im ersten Jahr durch Schädlinge zerstört werden. Vor allem Spinnmilben und Blattläuse verursachen langfristige Probleme und können die Pflanze schädigen. Gleiches gilt für Erscheinungen wie die Blattfleckenkrankheit und die Welkekrankheit.

Weitere Erkrankungen, unter denen die Bartnelke gegebenenfalls leiden kann, ist der Nelkenrost oder die Nelkenschwärze. In dieser Hinsicht ist es wichtig, die Stauden regelmäßig zu untersuchen und dafür zu sorgen, dass deine Nelkengewächse frei von Schädlingen sind. So musst du dir keine Sorgen um eine Beschädigung der Blätter oder um eine deutlich geringere Blütezeit mehr machen.

Mehr Details zu Pflanzen wie der Bartnelke

Solltest du mehr zur Dianthus barbatus sowie zu anderen Nelkengewächsen erfahren wollen, haben wir viele weitere vertiefende Beiträge für dich. Diese klären dich über Besonderheiten wie den Schutz der Nelken im Winter auf oder zeigen wir, wie eine optimale Pflanzung funktioniert. Mit unseren Tipps machen wir dich gerne selbst zum Pflanzenexperten und informieren dich über Schnittblumen, Sträucher, Topfpflanzen und vieles mehr. Wir freuen uns, dir hier bei der Pflanzenschule zu helfen.

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