Die Birkenfeige (Ficus Benjamina) gehört schon seit vielen Jahrzehnten zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Wenn die Birkenfeige gesund ist, zeichnet sie sich durch intensiv gefärbte grüne oder gelb-grüne Blätter aus. Doch der Ficus Benjamini reagiert auch wie viele andere Pflanzen recht sensibel auf gängige Fehler in der Pflege und antwortet mit Blattverlust.

Hier erklären wir dir was tun solltest, wenn dein Ficus Benjamini Blätter verliert. 

Inhaltsangabe

  1. Warum verliert der Ficus Benjamini seine Blätter?
  2. Standort und Licht
  3. Die richtige Temperatur
  4. Welche Fehler können beim Gießen passieren?
  5. Ist der Ficus von Schädlingen oder Krankheiten befallen?
  6. Wird die Birkenfeige richtig gedüngt?

Warum verliert der Ficus Benjamini seine Blätter?

In den häufigsten Fällen liegt es daran, dass der Ficus Benjamini nicht ausreichend gegossen wird und somit seine Blätter abwirft. Im Sommer braucht die Birkenfeige deutlich mehr Wasser als im Winter. Falls die Erde bereits ausgetrocknet ist, solltest du schnell handeln.

So gießt du deinen Ficus genau richtig.

Standort und Licht

Blätter abwerfen ist ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanze, der bei nicht optimalen Lebensbedingungen das Überleben sichern soll. Häufig ist dafür schon ein einfacher Standortwechsel verantwortlich oder eine abrupte Veränderung im äußeren Umfeld der Birkenfeige. 

Der Ficus Benjamini bevorzugt einen hellen Standort und möglichst wenig Wind oder Zugluft. Falls die Birkenfeige keinen Platz in den eigenen vier Wänden findet und auf dem Balkon oder Garten lebt, sollte man auf jeden Fall versuchen die Birkenfeige vor Regen zu schützen. Die meisten Sorten kommen recht gut mit viel Sonne klar und werden sich auch mit prächtigen Farben bedanken. 

Ein Blattverlust an nur einer Seite, kann ebenfalls ein Hinweis auf nicht optimale Lichtverhältnisse sein.

Allein schon der Standortwechsel beim Einkauf, kann für die Birkenfeige Stress bedeuten, auf den sie mit Blattverlust reagiert. Hier ist dann erst einmal Geduld angesagt.

Ficus Benjamini
Ficus Benjamini

Die richtige Temperatur

Der Ficus Benjamini entfaltet sich am besten zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Die Raumtemperatur sollte möglichst konstant gehalten werden, auch im Winter. Falls man die Birkenfeige im Winter unter direkter Zugluft stehen hat (beispielsweise eine Balkontür), sollte man sich hier über einen anderen Standort Gedanken machen. 

Die Wurzeln der Birkenfeige sollte man um jeden Preis vor Kälte schützen. In Wohnungen ist dies meist kein Problem, jedoch kann auch schon ein kalter Fliesenboden die Wurzeln der Pflanze zu sehr auskühlen.

Welche Fehler passieren beim Gießen der Birkenfeige?

Die Erde im Pflanztopf sollte weder zu trocken, noch zu nass sein. In der Praxis kann man einfach mal einen Finger für 1-2 Zentimeter in die Erde stecken (ohne die Wurzeln dabei zu verletzen!) und fühlen, ob die Erde noch nass ist. Wenn sie bereits wieder trocken ist, kann man wieder gießen.

Trockenheit oder zu nasse Erde kann zu Blattverlust führen.

Der Bedarf an Wasser ist wie üblich abhängig von Temperatur und Wetter. An warmen Tagen im Sommer kann man den Ficus Benjamini häufig. Die genaue Menge hängt davon ab, wie heiß es ist. Bei Trockenheit und Staunässe sollte man sehr schnell handeln. 

An besonders warmen Tagen kann man die Blätter mit Wasser einsprühen.

Bei Trockenheit

Wenn die Erde der Birkenfeige zu trocken ist, wirft sie die Blätter ab. Die optimale (und einfachste) Lösung ist hier die Tauchmethode. 

Folgende Schritte empfehlen wir bei Trockenheit:

  1. Badewanne oder eine große Schüssel mit lauwarmen Leitungswasser (oder Regenwasser, sofern vorhanden) auffüllen.
  2. Die Pflanze samt Topf in das Wasser stellen und vollsaugen lassen.
  3. Die Birkenfeige nach 15 Minuten aus dem Wasser holen und das überschüssige Wasser ablaufen lassen.
  4. Sich bei der Pflanze entschuldigen und ihr versprechen, dass man ab jetzt regelmäßiger gießen wird.

Bei Staunässe

Bei Staunässe sollte man die Birkenfeige bloß nicht mehr gießen und kann im schlimmsten Fall Wurzelfäule auslösen.

Falls man die Birkenfeige mal übergossen hat und eine Staunässe entstanden ist, sollte man folgendes tun:

  1. Überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer abgießen lassen
  2. Schnell handeln, da die Pflanze sonst sehr bald ihre Blätter verlieren wird
  3. Erst wieder gießen, wenn die Oberfläche der Erde wieder spürbar trocken ist

Die Erde im Pflanztopf sollte weder zu trocken noch zu nass sein. Der Ficus Benjamini benötigt im Sommer etwas mehr Wasser als im Winter. Der Bedarf ist abhängig von der Temperatur. An besonders warmen Tagen empfiehlt es sich, zusätzlich die Blätter etwas einzusprühen. Äußerst empfindlich reagiert der Ficus auf Staunässe. Das überschüssige Wasser solltest du direkt abgießen, da ansonsten das Risiko von Wurzelfäule besteht.

Ist der Ficus von Schädlingen oder Krankheiten befallen?

Wenn du feststellst, dass der Ficus Benjamini von Schädlingen befallen ist und deswegen die Blätter verliert, solltest du sofort handeln. 

Deine erste Maßnahme ist, dass du die Birkenfeige von deinen anderen Pflanzen isolierst und gründlich abduschst. Anschließend solltest du dir eine Lösung aus Wasser und Seife mischen und die Blätter vorsichtig abwaschen. Die Behandlung kann gerne mehrfach wiederholt werden, die Birkenfeige wird sich darüber freuen. Solltest du dann immer noch Spinnmilben, Thribse oder sonstige Schädlinge feststellen, ist ein systemisches Pflanzenschutzmittel empfehlenswert.

Wie wird die Birkenfeige richtig gedüngt?

Wenn die abgeworfenen Blätter blass und mit dunklen Adern sind, ist das ein Hinweis für Nährstoffmangel. Der Ficus Benjamini sollte von März bis September alle zwei Wochen gedüngt werden. Von Oktober bis Februar genügt es alle sechs Wochen zu düngen. Empfehlenswert ist die Hälfte der empfohlenen Dosis eines handelsüblichen Grünpflanzendüngers.

Wir hoffen mit diesen Tipps bekommst du den Blattverlust beim Ficus in den Griff. Dann hast du in Zukunft bestimmt wieder Freude mit dem Ficus Benjamini, der abgesehen vom natürlichen Laubwechsel im Winter, dann immer dicht mit saftig grünen Blättern belaubt ist.