Champignons für Hunde? Keine gute Idee!

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Champignons für Hunde? Keine gute Idee!

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August 12, 2022
Champignons Hunde

Inhaltsverzeichnis

Besitzer und Besitzerinnen von Hunden möchten ihren Haustieren gerne etwas Gutes in der Ernährung tun. Wenn Champignons für den Menschen so gesund sind, können sie für unsere Haustiere doch auch nur gut wirken – oder nicht? Tatsächlich solltest du bei dem Füttern von Champignons als Hundefutter einige Dinge beachten, damit es deinem Vierbeiner weiterhin gutgeht. Wir erklären dir in diesem Beitrag, inwiefern dein Hund Champignons essen darf!

Generell eine gesunde Wahl in der Küche

Der Champignon gilt als einer der beliebtesten Speisepilze in unserer Region. Wir können die Pilze das gesamte Jahr über kaufen oder auf einfache Art und Weise selbst züchten. Der kalorienarme Champignon lässt sich darüber hinaus sehr vielfältig in der Küche einsetzen und besticht durch seine gesunden Nährstoffe:

  • Champignons bestehen zu 91 Prozent aus Wasser und gelten deswegen als kalorienarm. 
  • Champignons enthalten das Elektrolyt Kalium, das die Reizweiterleitung unserer Nervenzellen fördert. 
  • Auch Phosphor lässt sich in Champignons finden und fördert ebenfalls die Weiterleitung von Nervenimpulsen, was sich positiv aus Muskelkontraktionen, die Herzfunktion und die Blutdruckregulation auswirkt. 
  • Champignons beinhalten Vitamin B1 und B2 und Vitamin D, die einen guten Energiestoffwechsel fördern und uns munter machen. 
  • In Champignons lassen sich außerdem die Mineralien Eisen, Zink und Magnesium finden.
  • In den Zellwänden von Champignons befindet sich zudem der Mehrfachzucker Chitin, welcher für den Menschen einfach verdaulich ist. 

Im Gegensatz zu Wildpilzen weisen Champignons aus einer Zucht-Kultur keine Gefahr auf, mit Schwermetallen belastet oder radioaktiv zu sein. Somit können auch Kinder, Schwangere und Stillende die Kulturpilze ohne Gefahr genießen. Bei Hunden jedoch sieht es etwas anders aus!

Wenn Champignons für Hunde gefährlich werden

Wie der letzte Abschnitt herausgestellt hat, sind Champignons eine sinnvolle Ergänzung in der Ernährung des Menschen und versorgen uns mit gesunden Inhaltsstoffen. Dass ein Lebensmittel für den Menschen gesund ist, heißt jedoch leider nicht automatisch, dass auch dein Hund große Menge des Pilzes verzehren sollte. 

Zunächst gilt der Champignon auch für deinen Hund als nicht giftig! Hin und wieder ist es sogar eine gute Idee, deinem Vierbeiner einige Pilze zusätzlich zur regulären Fütterung zu geben. Für Hunde jedoch gelten Champignons als schwer verdaulich. Insbesondere rohe Champignons können in großer Menge zu Verdauungsstörungen bei deinem Vierbeiner führen, weswegen das kalorienarme und eiweißhaltige Lebensmittel nur in kleinen Mengen verfüttert werden sollte. 

So lassen sich Champignons für gesunde Hunde nutzen

Insbesondere der hohe Gehalt an Eiweiß macht die Champignons zu einer gesunden Nahrungsergänzung für deinen Hund. Das Stichwort „Ergänzung“ ist hierbei aber ausschlaggebend, denn die Pilze können das tierische Eiweiß aus dem Hundefutter niemals ersetzen und sollten mit Vorsicht verfüttert werden! 

Damit die Champignons die Ernährung deines Vierbeiners sinnvoll und gesund unterstützen, gilt es also, lediglich kleine Mengen als Ergänzung zur bestehenden Hundenahrung hinzuzugeben. Verfüttere dabei keine rohen Champignons, denn diese kann dein Hund schlechter verdauen. Stattdessen solltest du die Pilze für deinen Hund in gegarter Form verfüttern. Ob gekocht oder angebraten – wichtig ist, dass du weder Salz noch Gewürze verwendest und die Pilze abkühlen lässt, bevor dein Vierbeiner sie genießen kann. 

Tipp:
Wenn dein Hund ohnehin bereits Probleme mit der Verdauung hat, ist dringend davon abzuraten, Champignons als Nahrungsergänzung zu verwenden. 

Achtung Giftpilze: keine gute Wahl für Hunde

Genauso, wie sich der leckere Perlpilz mit dem giftigen Pantherpilz verwechseln lässt, hat auch der Wiesenchampignon Giftpilze als Nachbarn, die ihm zum Verwechseln ähnlichsehen. So ist zum Beispiel der hochgiftige Knollenblätterpilz nur aus den Augen eines erfahrenen Pilzsammlers von dem gesunden Champignon zu unterscheiden. Auch der Karbol-Egerling (auch Gift-Egerling genannt) sieht dem Champignon zum Verwechseln ähnlich und kann beim Menschen Erbrechen, Durchfall und leichte Pilzvergiftungserscheinungen hervorrufen, wenn er verzehrt wird. 

Was beim Menschen leicht schädlich wirkt und gegebenenfalls lediglich Bauchprobleme hervorruft, kann bei deinem Hund deutlich schwerwiegendere Vergiftungen anrichten und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Verfüttere also niemals Wildpilze an deinen Vierbeiner und achte darauf, dass dieser auch beim Spaziergang im Wald nicht an dem einen oder anderen Wildpilz nascht, der euch am Wegesrand begegnet – im Zweifelsfall ist ein Gang zum Tierarzt eine wichtige und sinnvolle Reaktion!

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Der Champignon ist nicht nur für den Menschen ein hochwertiges und gesundes Nahrungsmittel – auch dein Hund kann von den leckeren Vitalpilzen in der Nahrung profitieren. Die Menge macht dabei aus, wie gesund die Champignons für deinen Hund sind! Lerne in unseren nächsten Beitrag noch mehr über die Giftigkeit des Champignons und erfahre, was du bei der Zubereitung und Aufbewahrung der Speisepilze beachten musst, um von dem leckeren Geschmack und von den gesunden Inhaltsstoffen zu profitieren!

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