Lupinen: Vorsicht giftig!

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Lupinen: Vorsicht giftig!

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März 4, 2022
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Inhaltsverzeichnis

Die Samen von Lupinen (Lupinus) sind eiweißreich und werden als daher als regionales Soja bezeichnet. In vielen Fleischersatzprodukten werden mittlerweile Lupine als Eiweißquelle verwendet. Dabei musst du vor allem bei wilden Lupinen Acht geben, da sie Giftstoffe enthalten. Wir zeigen dir, welche Art von Lupinen zum Verzehr geeignet sind und welche giftig sind.

Welche Lupine sind giftig?

Samen und Blätter von Lupinen enthalten einen bestimmten Anteil an giftigen Alkaloiden, wie Lupinin und Spartein. Diese beiden Stoffe sind giftig für den menschlichen Organismus. Falls Kinder die Lupinensamen in den Mund nehmen, spucken sie die Samen meistens direkt wieder aus, da die Samen einen bitteren Geschmack haben. Nichtsdestotrotz kann es durch den kurzen Kontakt zu einer Vergiftung kommen und die unten stehenden Symptome sollten beobachtet werden. Kontaktiere umgehend einen Arzt, falls Vergiftungserscheinungen auftreten sollten. 

Oft werden Tiere von Lupinen vergiftet, da sie der bittere Geschmack nicht abschreckt. Lupine stellen eine Gefahr für Kühe, Schweine, Pferde, Ziege und Schafe, sowie Hunde, Katzen und Vögel dar. Aus diesem Grund müssen Lupine umgehend von der Weide entfernt werden, bevor Tiere sie anknabbern. Für Wildtiere sind die Alkaloide kein Problem.

Wenn du Lupinensamen verarbeiten möchtest, genügt es nicht, die Samen abzukochen. Nach dem Abkochen sind die Giftstoffe immer noch im Samen enthalten. Um die Giftstoffe aus der Samen zu ziehen, müssen Samen zwei Wochen lang in Salzwasser liegen. Alternativ verflüchtigen sich die Bitterstoffe, wenn die Samen zwei Tage lang in einem Salzwasser liegen und anschließend drei Stunden lang abgekocht werden.

Vergiftungserscheinungen von Lupinen

Je nach Körpergröße und Gewicht muss oft schon nach dem Verzehr von einer Lupinenschote mit Vergiftungserscheinungen gerechnet werden. Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

  • Atemnot
  • gestörter Bewegungsapparat
  • Unruhe / Zittern
  • Schwindel
  • Magen- und Darmbeschwerden (Übelkeit)
  • Herzrasen
  • Trockener Mund 

Bei einem Verzehr von Lupinen gilt es schnell zu handeln, um die Giftstoffe so schnell wie möglich zu verdünnen. Trinke daher reichlich Wasser, falls du Lupine verzehrt haben solltest. Außerdem sollte bei Vergiftungserscheinung umgehend ein Notarzt kontaktiert werden, bei Vergiftungen ist jede Sekunde wichtig.

Lupinensamen als Eiweißlieferant

Lupine haben einen Eiweißanteil von ungefähr 42 Prozent. Somit haben sie einen ähnlich hohen Eiweißanteil wie Sojabohnen, allerdings können Lupine im Gegensatz zu Sojabohnen auch in unserer Klimazone kultiviert werden. Lupinensamen sind unter Fans von regionaler, vegetarischer oder veganer Ernährung sehr beliebt, da sie keinen großen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Aus Lupinen kannst du Leckereien, wie Lupinennudeln, Brotaufstriche, Lupinenmilch und Lupinenmehl herstellen. 

Süßlupine sind verzehrbar

Da Lupine sich sehr nahrhaft sind und viele Nährstoffe enthalten, sind in Vergangenheit ungiftige Züchtungen auf den Markt gekommen. Diese Züchtungen enthalten kaum bis keine Giftstoffe und können problemlos verzehrt werden. Zusätzlich können Lupinensamen auch in Tierfutter verwendet werden. 

Jetzt mehr über Lupine erfahren

Abschließend kommt es auf die Sorte von Lupinen an, ob sie giftig sind, oder nicht. Bei Süßlupinen wurden die Giftstoffe aus der Pflanze gezüchtet, sodass sie ohne Bedenken verzehrt werden kann. Normale und vor allem wilde Lupine sind unbehandelt nicht zu verzehren, da sie weiterhin Giftstoffen enthalten. Falls du mehr über das Vermehren, oder  die Blütezeit von Lupinen erfahren möchtest, kannst du hier mehr darüber lesen. Wusstest du, dass sich Lupine mit ihren tiefen Wurzeln sehr gut zur Gründüngung eignen?

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