Die Gerbera – was du zur Pflege wissen solltest

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Die Gerbera – was du zur Pflege wissen solltest

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April 19, 2022
Gerbera

Inhaltsverzeichnis

Mit der Gerbera erwartet dich eine äußerst vielfältige und dynamische Pflanze, die einem sonnigen Standort zusätzlichen Glanz verleiht. Sowohl im Garten als auch im Topf oder als Schnittblume wird die Gerbera aufgrund ihrer Farbenpracht zu einem echten Hingucker. Nicht ohne Grund gewinnen die Korbblütler zunehmend an Bedeutung, wenn es um idyllische Blumen direkt im Garten geht. Wir zeigen dir in diesem Beitrag genauer, worauf es bei Pflege und Pflanzung deiner Gerbera ankommt.

Die wichtigsten Eigenschaften der Gerbera im Überblick

Bei der Gerbera handelt es sich um eine Staude, die mit maximal 40 Zentimetern Höhe sehr dicht am Boden wächst. Gleichzeitig entwickelt sie sich jedoch sehr aufrecht und überzeugt mit ihren Blüten in den Farben Gelb, Rot, Rosa, Weiß oder Orange. Dank ihrer langen Blütezeit vom Mai bis tief in den September hinein wird die Gerbera im Garten zu einer guten Wahl. In Verbindung mit etwas Gießen und Düngen hast du beste Chancen, die Pflanze mit Erfolg im Garten zu kultivieren. Zur besseren Übersicht haben wir dir die zentralen Eigenschaften der Gerbera hier noch einmal zusammengefasst:

  • Wuchshöhe der Gerbera von bis zu 40 Zentimetern
  • Wachstum auf mäßig feuchten und pH-neutralen Böden
  • Ausprägung idyllischer und farbenfroher Einzelblüten
  • Leicht frostempfindliche Struktur der Gerbera im Garten
  • Regelmäßiges Gießen und Düngen zur Pflege nötig
  • Hervorragende Verwendung im Topf oder im Gartenbeet

Ursprünglich kommt die Gerbera aus dem südafrikanischen Raum und ist dadurch bis heute viel Wärme gewohnt. Dies wird auch an der Blütezeit erkennbar, die bei den Korbblütlern in Afrika dank der regelmäßigen Sonne sogar noch länger ausfällt. Während viele der 30 Arten der Gerbera zwar noch etwas mehr Sonne und Helligkeit als in Europa benötigen, lassen sich andere Arten der Pflanze auch hier bestens kultivieren. Die Gerbera Garvinea wird als Sorte hier vor Ort zum guten Beispiel.

So entwickelt sich die Gerbera bei dir im Garten

In den meisten Fällen zeichnet sich die Gerbera durch einen geradlinigen und standfesten Wuchs aus. Während die Blüten im Verhältnis zum Rest der Pflanze nicht sonderlich groß ausfallen, werden vor allem die Stiele der Blüten klar erkennbar. Vor allem im warmen Frühjahr und Sommer hast du rund um die Gerbera gute Chancen, dass die ersten Blüten in samtig-weicher Ausführung schnell kommen.

Doch nicht nur die Blüten bringen eine sommerliche Atmosphäre in deinen Garten. Auch die grünen Blätter wirken mehr als überzeugend und bilden einen angenehmen Kontrast zu den Farben. So sind auch die Züchtungen der Gerbera zunehmend von Bedeutung, die häufig in mehreren Farben sowie mit gefüllten Blüten überzeugen. Nicht nur im Topf, sondern auch im Beet deines Gartens kommen die Sorten dabei optimal zur Geltung. Doch auch die richtige Lage spielt dabei eine zentrale Rolle.

Der richtige Standort für deine neuen Pflanzen

Während viele farbenfrohe Pflanzen den Halbschatten bevorzugen, liebt die Gerbera die pralle und volle Sonne. Temperaturen ab 20 Grad sind für die Gerbera entscheidend, damit sie im Sommer ihr Blütenkleid entfalten kann. Trotz möglichst viel Sonne und Helligkeit solltest du deine Pflanze direkt vor lästiger Zugluft schützen. Diese verträgt die Gerbera nicht, vor allem nicht bei paralleler Wärme.

Mit einem sandigen und lockeren Substrat bist du bei der Gerbera am besten aufgestellt. Dies hat den Vorteil, dass das Wasser nach dem Gießen schnell die Wurzeln der Gerbera erreicht und somit an trockenen Tagen intensiv wirkt. Mische am besten einfach etwas Sand in die Topfpflanzenerde.

Praktische Tipps für eine umfassende Pflege

Neben dem passenden Standort und der richtigen Erde kommt es für deine Gerbera vor allem auf die passende Pflege an. Unterschiede zwischen den natürlichen Sorten und den zusätzlichen Züchtungen gibt es dabei nicht. Lediglich im Topf kommt es auf etwas mehr Aufwand beim Düngen an, um alle Nährstoffe aus der Erde zu ersetzen. Die folgenden Tipps für die Pflege solltest du stets beachten:

Gießen

Häufiges Gießen ist vor allem während der trockenen Monate entscheidend. Wichtig ist dabei jedoch, Staunässe im Topf sowie im Beet zu vermeiden. Zudem empfehlen wir, die Gerbera nicht direkt über die Blätter und Blüten zu gießen. Gieße deine Pflanze am besten direkt am Rand.

Düngen

Das Ergänzen von zusätzlichem Dünger ist für die Gerbera vor allem im Sommer relevant. Gib der Pflanze entweder alle sieben Tage ein wenig Dünger oder im 2-Wochen-Rhythmus etwas mehr. In der Regel eignet sich vor allem klassischer Flüssigdünger, um das Wachstum zu gewährleisten.

Schneiden

Ein klassischer Rückschnitt ist bei der Gerbera nicht erforderlich. Lediglich zur Verwendung der Gerbera als Schnittblume ist das Schneiden angebracht. Direkt an den Blättern sollte ein Schnitt jedoch besser nicht erfolgen. Dies kann das gesamte Wachstum der Blume schnell gefährden.

Umtopfen

Während die Gerbera im Garten häufig sehr kompakt bleibt, ist dies bei den Zimmerpflanzen nicht immer der Fall. Sollte der Topf mit der Zeit zu stark durchwurzelt sein, bietet sich das Umtopfen nach der Überwinterung durchaus an. So entwickelt sich die Gerbera stetig weiter.

Verschiedenste Sorten für eine beeindruckende Wirkung

Während sich die natürliche Gerbera auf rund 30 Sorten beschränkt, sind es durch verschiedenste Züchtungen heute bereits mehr als 100 Ausführungen. Häufig basieren diese auf Kreuzungen der Gerbera viridifolia und der Gerbera jamesonii, da diese in der Praxis zu besonders schönen Blüten führen. Vor allem die daraus entstehende Mini-Gerbera mit schwarzem Auge macht durch ihren Farbwechsel einen guten Eindruck und eignet sich als Form der Züchtung durchaus. Von Pflanzen aus dem Supermarkt solltest du bei der Gerbera hingegen Abstand nehmen, da diese sehr kurzlebig sind.

Wie du den besten Schutz vor Schädlingen sicherstellst

Nicht nur direkt nach der Vermehrung durch Aussaat oder Wurzelteilung, sondern vor allem durch Fehler in der Pflege entstehen Räume für Krankheiten und Schädlinge. So hat sich bei der Gerbera mit der Gerberafäule eine eigene Krankheit entwickelt, die alle Sorten betreffen kann. In diesem Fall zeigen sich mit der Zeit farbliche Veränderungen an der Schefflera, während die Blätter langsam faulen. Alternativ dazu kann auch Mehltau zum Problem für die Gerbera im Topf oder Beet werden.

Neben den gängigen Krankheiten sind Schädlinge wie die Weichhautmilben, die Spinnmilben oder die Blattlaus ebenfalls keine Seltenheit. Diese lassen sich häufig auf einen falschen Standort, zum Beispiel bei zu viel Zugluft, erkennen. Bei einem frühzeitigen Befall kannst du häufig noch tätig werden und den Pflegefehler beheben. Behalte deine Gerbera aus diesem Grund stets im Blick.

Erfahre jetzt mehr über die Gerbera für deinen Garten!

Da die Gerbera nicht vollständig winterhart ist, solltest du nach Ende der hohen Temperaturen die passenden Maßnahmen einleiten. Auch als Zimmerpflanze macht die Gerbera einen guten Eindruck und überzeugt auf ganzer Linie. Wirf daher am besten regelmäßig einen Blick auf die Entwicklung deiner Blumen und sorge dafür, dass einer guten Pflege nichts im Weg steht. Solltest du zudem mehr über den perfekten Standort oder über die Bedeutung der Gerbera erfahren wollen, dann lies weiter.

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