Oleander – natürliche Vielfalt für deinen Garten

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Oleander – natürliche Vielfalt für deinen Garten

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November 28, 2021
Oleander

Inhaltsverzeichnis

Im Bereich der Kübelpflanzen spielt Oleander mittlerweile eine wichtige Rolle. So ist der mediterrane Blütenstrauch bereits in unzähligen Gärten vertreten und wertet die Optik spürbar auf. Vor allem die vielfältigen Blüten, die in zahlreichen Farben wachsen können, werden zu einem zentralen Argument für den spannenden Oleander. In diesem Beitrag möchten wir dir die Pflanze aus diesem Grund genauer vorstellen und zeigen dir, was du zu Pflanzung, Pflege und Überwinterung wissen solltest.

Die wichtigsten Basics zum Nerium oleander

Als Kleinstrauch mit einer Wuchshöhe von bis zu drei Metern ist der Oleander eine interessante und moderne Pflanze für deinen Garten. Er wächst grundsätzlich aufrecht und buschig, wodurch er sich in einem einfachen Garten bereits nach kurzer Zeit spürbar entfaltet. Je nach Art und Struktur sind die Blüten des Oleanders Gelb, Rot, Rosa, Weiß oder Orange. Sie zeigen sich in den Monaten von Juni bis September und werden so zu einem hervorragenden Anblick. Im Folgenden haben wir dir wichtige Eigenschaften des Oleanders für den Topf im Garten noch einmal übersichtlich zusammengefasst:

  • Bevorzugt frische Böden mit schwach saurem pH-Wert
  • Viele Nährstoffe, viel Humus und Kalk sind zu empfehlen
  • Bildet verschiedenfarbige Blüten zwischen Juni und September
  • Wächst buschig und aufrecht mit bis zu drei Metern Höhe
  • Kommt mit einer sonnigen und hellen Lage gut zurecht
  • Eignet sich ideal für den Topfgarten oder Blumengarten

Nicht nur optisch, sondern auch durch seinen Geruch wird der Oleander im Garten zu einer sehr beliebten Wahl. Dies macht die Pflanze mit ihren farbenfrohen Blüten und ihren grünen Blättern an vielen Standorten des Gartens zu einer guten Ergänzung. Lediglich für Haushalte mit Haustieren oder kleinen Kindern ist der Oleander nicht zu empfehlen. Dies liegt an der stark ausgeprägten Giftigkeit.

Woher stammt Oleander ursprünglich?

Der Oleander aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) ist auch als Rosenlorbeer bekannt. Botanisch gehört der Nerium oleander zu den ältesten mediterranen Kübelpflanzen und stammt aus Marokko und Südspanien. Bis heute ist die Pflanze über den gesamten Mittelmeerraum verbreitet und sogar bereits in Indien und China angekommen. In Deutschland ist der Oleander nun seit rund 500 Jahren präsent. Während die Blume früher vor allem für den Adel und den reicheren Teil der Bevölkerung bestimmt war, prägt der Oleander heute bereits viele Gärten und Umgebungen.

Blätter und Blüten der vielfältigen Pflanze

Die spannenden Trugdolden machen den Oleander zu einer derart vielfältigen und interessanten Pflanze. Bei den Wildformen zeigen sich meist je fünf Blütenblätter, die sich in Rosa oder Weiß zeigen. Farblich hat sich diese Art des Oleanders jedoch durch diverse Züchtungen bestmöglich weiterentwickeln können. So sind auch andere Farben bereits alles andere als eine Ausnahme.

Während sich die Blüten des Oleanders meist zwischen Juni und September zeigen, werden die lanzettförmigen Blätter immer sichtbar. Sie erstrahlen in einem kräftigen Grün und haben eine Länge von bis zu 20 Zentimetern. Pro Triebknoten zeigen sich hierbei drei Blätter in kompakter Ausführung.

oleander blüte

So wählst du den passenden Standort aus

Ergänzend zur optischen Erscheinung des Oleanders wird auch der Standort zu einem sehr wichtigen Kriterium. Damit dich die Kübelpflanze mit einer reichen Blüte belohnen kann, ist sie auf einen stark sonnigen und zudem windgeschützten Platz angewiesen. Zu viel Regen sollte der Oleander ebenfalls nicht abbekommen. Meist saugen die Blüten das Wasser auf und verfaulen in der Folge. So wird der Oleander üblicherweise zu einer echten Sommerpflanze, die auf ausreichend Sonne angewiesen ist.

Praktische Tipps zur Pflege des Oleanders

Damit sich die Triebe der Pflanze wie gewünscht entwickeln können, kommt es auf eine gewisse Pflege an. Dies macht es deutlich einfacher, die Kübelpflanze mit Erfolg zu entwickeln und direkt im heimischen Karten zu kultivieren. Die folgenden Ansätze spielen hierzu immer eine tragende Rolle:

Gießen

Auch wenn natürlicher Regen auf Blütenhöhe nicht sonderlich gut ist, gehört der Oleander zu den durstigen Pflanzen. Vor allem an warmen Tagen im Sommer solltest du den Nerium oleander bis zu dreimal gießen. Solltest du mal etwas zu stark gegossen haben, muss dies kein Problem darstellen. Auch mit nassen Füßen kommt der Oleander im Regelfall hervorragend zurecht.

Düngen

Für eine starke und üppige Blüte lässt sich mit dem nötigen Dünger sorgen. Vor allem während der Vegetation ist ein flüssiger Kübelpflanzendünger daher stark zu empfehlen. Durch diesen ergrünen die Blätter deutlich schneller und regen eine kräftige Bildung neuer Blüten an. Für den Zeitraum von März bis September empfehlen wir daher, ein- bis zweimal pro Woche zu düngen.

Rückschnitt

Der Rückschnitt des Oleanders ist nicht immer so einfach. So gilt es verschiedene Gründe und Anlässe, zu denen du die Triebe der Kübelpflanze schneiden und kürzen solltest. Zeitliche Einschränkungen gibt es für den Rückschnitt allerdings nicht. Um noch mehr hilfreiche Tipps zum Rückschnitt des Oleanders zu erfahren, haben wir dir diesbezüglich einen eigenen Text erstellt.

Überwinterung

Oleander hält Temperaturen von bis zu minus fünf Grad stand. Daher ist die Pflanze in vielen Fällen auf ein zusätzliches Winterquartier angewiesen, um dem Frost nicht zu stark ausgesetzt zu sein. Möglichkeiten für ein derartiges Winterquartier sind ein unbeheiztes Gewächshaus oder ein kühler Wintergarten. Zu warm sollte es der Oleander während des Winters hierbei nicht haben.

Diese Sorten des Oleanders solltest du kennen

Wie bereits erwähnt, kann der Oleander in verschiedensten Farben und Formen auftreten. Solltest du dich für klassisches Rosa interessieren, wird die Sorte Alba eine interessante Wahl. Falls es eher gefüllte und weiße Blüten sein sollen, lohnt sich die Sorte Madonna Grandiflora. Hybride gibt es vom Oleander bereits in zahlreichen Ausführungen, wodurch auch andere Farben und Strukturen stets erhältlich sind. Für die erste Anzucht lohnt es sich hingegen meist, auf gewöhnliche Sorten zu setzen.

Sollten dir die Sorten des Oleanders im Garten bereits gefallen, lässt sich die Pflanze im Kübel ohne viel Aufwand vermehren. Auch zur Vermehrung des Oleanders haben wir natürlich einen separaten Beitrag für dich. Kurz gesagt ist die Vermehrung jedoch durch Kopfstecklinge, durch die Teilung oder durch eine Aussaat möglich. So gibst du die positiven Eigenschaften des Oleanders direkt weiter.

Krankheiten und Schädlinge als Gefahr

Bei einer unzureichenden oder falschen Pflege des Oleanders sind Krankheiten und Schädlinge keine Seltenheit. So können beispielsweise gelbe Blätter am Oleander auftreten, die alles andere als schön sind. Auch ein falscher Standort kann für die ungewollte Verfärbung verantwortlich sein. Bereits im Frühjahr ist ein Befall durch Blattläuse möglich. Speziell die Oleanderblattlaus, die an ihren gelben Farben erkennbar ist, sorgt für schlechte Laune und verursacht nicht selten dunkle Rußtaupilze.

Ergänzend dazu können auch Spinnmilben oder der ansteckende Oleanderkrebs zu einem echten Problem für deine Pflanzen werden. Letzterer wird vor allem an den kleinen Flecken deutlich, die mit der Zeit sogar aufbrechen können. Falls du eine Erkrankung deiner Gewächse im Topf oder Kübel feststellst, solltest du die befallenen Blätter ganz entfernen und kaputte Triebe zurückschneiden.

Weitere Details zum Oleander in der Pflanzenschule

Der Oleander wird als Pflanze bereits ab dem Frühjahr auch bei geringer Temperatur zu einer sehr beliebten Wahl. Daher lohnt es sich, den mehrjährigen Oleander im Topf oder Kübel zu überwintern und auch im neuen Jahr von farbenfrohen Blüten zu profitieren. Falls du mehr über die vielfältigen Hundsgiftgewächse auf dem Balkon oder in einem Raum deiner Wahl erfahren willst, haben wir viele vertiefende Beiträge für dich. So lernst du ohne viel Aufwand, was für deine Pflanzen wichtig ist.

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