Diese Krankheiten treten am Oleander auf!

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Diese Krankheiten treten am Oleander auf!

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Dezember 3, 2021
oleander knospen und triebe

Inhaltsverzeichnis

Der Oleander ist eine ideale Kübelpflanze, die im Garten schnell mediterranen Flair schafft. Doch nicht immer ist die Pflanze so gesund wie es auf den ersten Blick scheint. Krankheiten werden beim Oleander schnell zu einem echten Risiko, weshalb du mögliche Symptome genau im Auge behalten solltest. Aber welche Schädlinge und Krankheiten sind beim Oleander auf Dauer wirklich wahrscheinlich? In diesem Beitrag stellen wir dir die Krankheiten des Oleanders etwas genauer vor und helfen weiter.

Schädlinge und Krankheiten als ernstes Risiko

Mit Ungeziefer wie der Oleanderblattlaus ist nicht zu scherzen. Während Schädlinge optisch auf den ersten Blick kaum erkennbar sind, können sie weitreichende Auswirkungen haben. Deshalb ist es sehr wichtig, den Oleander regelmäßig nach potenziellen Krankheiten abzusuchen, um die Triebe gegebenenfalls zu retten. Die folgenden Schädlinge treten beim Oleander im Garten oder Winterquartier am häufigsten auf:

  • Spinnmilben: Auf der Blattunterseite nahe der Blattadern bilden sie Gespinste.
  • Blattläuse: Hellgelb, grün oder schwarz, mit ca. zwei Millimeter Größe bevorzugen sie frische Triebe.
  • Schild- und Wollläuse: Leicht bräunlich sondern sie ein klebriges Sekret ab.
  • Oleanderkrebs: Schwarze Wucherungen an den Blättern werden durch ein Bakterium ausgelöst.

Spinnmilben und Blättläuse kommen in dichten Kolonien vor und lassen die Blätter einkräuseln. Später vergilben sie und fallen ab. Parallel dazu zeigen sich häufig Schwärzepilze. Wenn nur wenige Milben oder Läuse deinen Oleander besiedeln, kannst du sie einfach mit der Hand abstreifen. Bei einer starken Besiedelung ist es besser auf biologische Mittel zu setzen, um deinen Oleander langfristig und effektiv vom Befall zu befreien. Schildläuse sind hingegen viel hartnäckiger und müssen mit einem Gemisch aus Schmierseife und Wasser entfernt werden.

Wesentlich häufiger tritt allerdings der Oleanderkrebs mit seinen Blatt-Wucherungen auf. Da sich der Oleanderkrebs nicht auf klassische Art und Weise beseitigen lässt, sollten befallene Triebe am Oleander schnell abgeschnitten werden. Bei einem weiter fortgeschrittenen Befall mit dem Oleanderkrebs ist meist ein radikaler Rückschnitt nötig. So lässt sich die Pflanze retten.

Tipp:
Gegen Läuse und Milben hilft das kräftige Besprühen der Blätter und Triebe mit Wasser. Bei Milbenbefall kannst du auch einen Folienbeutel über den Oleander stülpen. Hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Milben sofort absterben.

Wann kann es zu einem Feuerbrand kommen?

Neben den vorgestellten Schädlingen und Erkrankungen gibt es viele weitere Probleme, die beim Oleander auftreten können. Dies gilt zum Beispiel für den Feuerbrand, bei dem es sich um eine sehr unschöne Bakterienerkrankung handelt. Auch in diesem Fall empfehlen wir als Maßnahme, die befallenen Teile des Oleanders rigoros zurückzuschneiden und im Hausmüll zu entsorgen, jedoch keinesfalls direkt im Kompost.

Pseudomonas-Bakterien und gefährliche Pilze entstehen vor allem bei einer unzureichenden Pflege des Oleanders. Überprüfe daher regelmäßig die Blätter und Triebe deines Oleanders auf Pseudomonas. Regelmäßiges Gießen gehört übrigens genauso zur Tagesordnung wie die Versorgung mit Dünger, wenn es um das Vorbeugen möglicher Krankheiten geht. So musst du dir um einen Befall keine Sorgen machen.

Trockenfäule, Schimmel und vieles mehr

Eines der größeren Probleme, das durch den Ascochyta-Pilz ausgelöst wird, ist die Trockenfäule. Meist entsteht die Trockenfäule durch zu viel Wasser von oben, was sich vor allem bei Hitze im Sommer negativ auf die Blüten und Blätter diverser Oleandersorten auswirken kann. Braune oder schwarze Flecken auf den Trieben und Blättern sind häufig der erste Anhaltspunkt. Prüfe aus diesem Grund vor allem im Sommer, ob die richtige Versorgung deiner Pflanzen gewährleistet ist und sichere dich mit Fungiziden ab.

Weitere Krankheiten am Oleander können Grauschimmel oder Rußmehltau sein. Beim Grauschimmel handelt es sich um eine eher seltene Form, die lediglich über die Blüten entsteht. Wer die trockenen Blüten im Herbst vor der Überwinterung im Winterquartier entfernt, geht keine Risiken ein. Der Rußmehltau ist hingegen keine richtige Krankheit, sondern entsteht meist infolge des Befalls durch Blattläuse. In diesem Fall zeigen sich schwarze Flecken an den Blättern, was der Pflanze auf Dauer schaden kann. Begutachte deine Pflanze daher regelmäßig, um mögliche Pilze oder Schädlinge rechtzeitig zu erkennen.

Schon gewusst?
Wenn du Marienkäfer im Garten hast, sinkt die Gefahr von Läusen und Milben auf deinen Pflanzen.
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Jetzt weitere Details zum Oleander erfahren!

Du möchtest für gesunde Knospen und vielfältige Blütenstände im Garten sorgen? Dann solltest du mögliche Symptome des Oleanders vor allem im Sommer genau im Auge behalten. Blattläuse, Spinnmilben oder Schimmelpilze lassen sich meist auf Pflegefehler zurückführen. Meist hilft hier nur ein Rückschnitt bis ins gesunde Holz. Gerne zeigen wir dir in unserem Beitrag zum Rückschnitt der Oleanderpflanze etwas genauer, worauf es hierbei konkret ankommt. So musst du dich um Krankheiten und Schädlinge am Oleander nicht mehr sorgen. Falls dein Oleander im Kübel wächst, ist regelmäßiges Umtopfen wichtig, um dem Wurzelballen ausreichend Platz zu geben.

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