Gelbe Blätter am Oleander? Daran liegt es!

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Gelbe Blätter am Oleander? Daran liegt es!

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Dezember 3, 2021
Oleander Blütenpracht

Inhaltsverzeichnis

Grundsätzlich ist der Oleander eine beeindruckende und farbenfrohe Pflanze, die den Garten aus ihrem Kübel heraus eindrucksvoll ergänzt. Umso unschöner ist es, wenn die Idylle plötzlich von gelben Blättern gestört wird. Gelbe Blätter am Oleander weisen hierbei meist auf einen Fehler in der Pflege hin, weshalb du den Ursachen im Detail nachgehen solltest. Doch warum genau entstehen die gelben Blätter am Oleander überhaupt und was kannst du tun, um den Fehler wieder zu beheben?

Mangelhaftes Gießen als häufiges Problem

Für die plötzliche Verfärbung des Oleanders kann es viele Gründe geben. Mal sind es Probleme bei der Überwinterung, in anderen Fällen lässt es sich hingegen direkt auf die falsche Pflege im Garten zurückführen. Da es sich beim Oleander um eine sehr durstige Pflanze handelt, wird das Gießen für dich zu einer wichtigen Aufgabe. Zu wenig Wasser zeigt sich daher häufig an gelb verfärbten Blättern.

Falls du die Chancen eines guten Wachstums erhöhen möchtest, solltest du den Oleander direkt mit Wasser aus der Leitung gießen. Die Pflanze bevorzugt hierbei kalkhaltige Böden, was sich mit dem Leitungswasser problemlos gewährleisten lässt. Gieße den Oleander am besten direkt an der Wurzel, damit das Wasser in den Boden einsinken kann. Vor allem an heißen Tagen ist dies dringend nötig, um das Substrat feucht zu halten und den Wünschen des Oleanders am Standort gerecht zu werden.

Falsche Standorte begünstigen gelbe Blätter

Ein ebenfalls häufiges Problem für die Pflanze ist der falsche Standort. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Pflanze im Garten keinen freien Stand hat und durch eine Hauswand oder Hecke einseitig im Schatten steht. Da der Oleander ursprünglich eine sonnige Lage gewohnt ist, kann der Schatten bei dir im Garten schnell gelbe Blätter verursachen. Umso dunkler der Standort ist, desto weniger Licht bekommen auch die weiter unten gelegenen Blätter. Dies führt dazu, dass sich die Blätter nicht in einem satten Grün entwickeln, sondern sich in den meisten Fällen gelb färben.

Tipp:
Ein Standortwechsel ist für den Oleander meist problemlos möglich. Achte dabei auf die nötige Helligkeit.

Nährstoffmangel führt zu gelben Blättern

Auch im Bereich der Nährstoffe ist der Oleander durchaus hungrig. So lohnt es sich in vielen Fällen, mit etwas Dünger zu arbeiten und die Färbung der Blätter zu verstärken. Sollte dein Oleander unter Stickstoffmangel leiden, zeigt sich dies ebenfalls recht häufig an gelben Blättern. Meist sind vor allem die unteren Blätter betroffen, da die jungen und noch wachsenden Blätter mehr Stickstoff in der Verteilung abbekommen. Ergänzend dazu kann es aber natürlich auch an Zink oder Eisen mangeln.

Wenn sich ein Nährstoffmangel am Standort des Oleanders feststellen lässt, solltest du nicht länger auf eine Düngung warten. In vielen Fällen lassen sich die gelben Blätter auf diese Weise wieder stärken, wodurch die Farbe vom Gelb zum satten Grün wechselt. Vor allem im Sommer lohnt es sich, den Nährstoffmangel wöchentlich mit flüssigem Dünger vorzubeugen und die Pflanze zu entlasten.

Oleander Blüten und Triebe

Im Alter sind gelbe Blätter meist natürlich

Nicht nur durch Pflegefehler, sondern auch durch den Blattverlust im Alter lassen sich gelbe Blätter meist nur schwer vermeiden. Als immergrüne Pflanze entwickelt der Oleander nicht jährlich neue Blätter, wirft sie allerdings bereits nach zwei Jahren wieder ab. In diesem Fall musst du die gelben Blätter wohl einfach hinnehmen, da sich nur wenig gegen den natürlichen Prozess unternehmen lässt. Mit einer guten Pflege sorgst du jedoch im Vorhinein dafür, dass der Oleander über die nötigen Nährstoffe verfügt, ausreichend Dünger im Kübel bekommt und durch den Rückschnitt gestutzt wird.

Erhöhte Risiken durch Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Triebe des Oleanders von Schädlingen heimgesucht werden, müssen die betroffenen Äste schnell abgeschnitten sein. Mögliche Schädlinge sind an dieser Stelle Wollläuse und Schildläuse. Sie wählen in der Regel vor allem geschwächte Pflanzen aus, die beispielsweise durch zu viel oder zu wenig Dünger geschädigt wurden. Solltest du einen solchen Befall am Oleander feststellen, sind die betroffenen Triebe direkt zu entfernen. Entsorge sie zudem auf keinen Fall im Kompost des Gartens.

Ergänzend zu den Schädlingen können auch Krankheiten wie der Oleanderkrebs oder Blattpilze zu einem echten Problem werden. So zeigen sich punktuell gelbe Blätter, die mit der Zeit zu einem absterbenden Blattgewebe führen. Beim Oleanderkrebs sind sogar schwarze Flecken möglich, die einen hellen Rand bilden. Auch in diesem Fall sollten die Triebe des Oleanders entfernt werden. Folgende Tipps schützen deinen Oleander dabei bereits vorab:

  • Untersuche das Blattgewebe regelmäßig auf mögliche Schäden.
  • Scheide erkrankte Triebe bei Entdecken regelmäßig ab.
  • Achte auf die richtige Menge Dünger für die tägliche Pflege.
  • Auffällige Verdickungen an den Trieben sind ernstzunehmen.
  • Auch im Winterquartier sind Schädlinge und Krankheiten denkbar.

Jetzt mehr über den Oleander erfahren!

Sowohl im Garten als auch im Winterquartier sind gelbe Blätter am Oleander keine Seltenheit. Nicht nur die Blätter, sondern auch die Wurzeln in der Erde können betroffen sein, wobei das Umtopfen eine der wenigen Optionen darstellt. Falls du mehr über die Überwinterung des Oleanders im Topf oder Kübel erfahren möchtest, haben wir viele weitere Beiträge für dich. In diesen gehen wir auf die Ursachen des Erfrierens deines Oleanders ein oder zeigen dir, was du bei Kälte und Frost tun kannst.

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