Stiefmütterchen düngen – diese Nahrung brauchen die Pflanzen

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Stiefmütterchen düngen – diese Nahrung brauchen die Pflanzen

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April 29, 2022
Stiefmütterchen Düngen

Inhaltsverzeichnis

Die bunten Stiefmütterchen zählen zu den beliebtesten Gartenblumen und sorgen bereits im kühlen Frühjahr für bunte Farbtupfer im Garten oder auf dem Balkon. Die Beliebtheit der Verwandten der Hornveilchen ist auch auf die Robustheit und Leichtigkeit der Pflege deiner Pflanzen zurückzuführen. Lies hier, wie du deine Stiefmütterchen düngen solltest, um noch länger Freude an den farbenfrohen Blüten zu haben und um die Blütenblätter zu erhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Stiefmütterchen müssen nicht zwingend gedüngt werden
  • Sorge für einen pH-Wert von 6,5 bis 8
  • Dünge alle zwei bis vier Wochen
  • Verwende Flüssigdünger

Die richtigen Bedingungen für einen guten Standort

Um deinen Garten mit Stiefmütterchen zu verschönern, hast du verschiedene Möglichkeiten. Zunächst ist es möglich, die Stiefmütterchen aus Samen vorzuziehen. Dies tust du am besten im Sommer als Aussaat im Freiland oder im Winter in einem Raum, der frostfrei ist. Auch, wenn selbst gezogene Pflanzen widerstandsfähiger sind, kannst du die Verwandten der Hornveilchen selbstverständlich auch bereits fertig kaufen. Hier bietet es sich an, die Stiefmütterchen bereits im Herbst zu kaufen, anstatt die Frühjahrs-Angebote zu nutzen. 

Stiefmütterchen sind Schwachzehrer. Das bedeutet, dass die Pflanzen sich bereits mit wenig Nährstoffen wohlfühlen und gut wachsen können. Es genügt also zunächst, wenn du deine Stiefmütterchen in handelsübliche Blumen-Erde für Topfpflanzen oder in Garten-Erde, die mit Kompost versetzt wurde und möglichst humos und kalkarm ist, einpflanzt. Gartenstiefmütterchen freuen sich über einen basen- und stickstoffreichen Boden, welcher einen pH-Wert von 6,5 bis 8 aufweist. 

Tipp:
Der perfekte Standort für deine Stiefmütterchen ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Die Wasserversorgung sollte konstant sein, aber niemals Staunässe verursachen. 

Warum viel Dünger nicht immer viel hilft

Wenn du deine Stiefmütterchen im Balkonkasten, in Schalen oder in Blumen-Töpfen wachsen lässt, kann es vorkommen, dass deine bunten Blumen nach einiger Zeit eine sogenannte Blühmüdigkeit zeigen. Insbesondere die Pflanzen, die bereits ab Anfang des Jahres für Farbtupfer in deinem Garten sorgen, werden somit nach einigen Wochen oder Monaten müde und verlieren nach und nach an Prächtigkeit. 

In solch einem Fall ist es sinnvoll, die Pflanzen alle zwei bis vier Wochen mit einem flüssigen Volldünger zu versorgen. Viel mehr musst du gar nicht tun, denn zu viel Dünger wird deinen Stiefmütterchen nicht gefallen und ihnen auf Dauer nicht guttun. 

Diese Folgen kann zu viel Dünger für die Pflanzen haben

Selbstverständlich meinen wir es gut mit unseren Pflanzen, wenn wir diese mit Dünger füttern. Tatsächlich kann es bei Stiefmütterchen aber schnell zu viel des Guten werden. Das sind die Folgen, wenn du deine Stiefmütterchen mit zu viel Dünger versorgst:

  • Zu viel Dünger kann den Befall der Pflanzen von Krankheiten begünstigen.
  • Zu viel Dünger sorgt für zu starkes Wachstum und deine Pflanzen beginnen, zu „spargeln“, also unaufhörlich in die Höhe zu wachsen.
  • Deine Stiefmütterchen bilden bei zu viel Dünger weniger Blüten.
  • Eine zu große Menge Dünger hemmt die Wurzelbildung deiner Stiefmütterchen, was sich negativ auf die Winterhärte auswirkt.

Weitere Tipps zur richtigen Pflege von Stiefmütterchen

Um nach der Pflanzung für eine gelungene Pflege zu sorgen, gibt es viel zu beachten. Was für Hobbygärtner auf den ersten Blick erdrückend wirkt, ist jedoch gar nicht so schwierig. Ziel der praktischen Maßnahmen ist es immer, die Blüten mit all ihren Farben zu stärken und jeder Sorte gerecht zu werden. Mit den folgenden Tipps pflegst du deine Stiefmütterchen optimal:

  • Stiefmütterchen im Freiland benötigen gar keinen Flüssigdünger. Stattdessen bietet es sich an, den Boden vor der Bepflanzung mit reifem Kompost oder Hornspäne vorzubereiten. Hierbei handelt es sich um einen einmaligen Vorgang, denn die Versorgung genügt deinen Stiefmütterchen für das ganze nächste Jahr.
  • Das regelmäßige Entfernen von Unkraut ist eine weitere Möglichkeit, ein gutes Wachstum deiner Stiefmütterchen zu gewährleisten. Unkraut sorgt nämlich nicht nur für optische Unordnung in deinem Beet, es beansprucht auch viele Nährstoffe für sich, die eigentlich deine Stiefmütterchen bekommen sollen. 
  • Das Entfernen der verblühten Köpfe und abgestorbener Pflanzenteile deiner Stiefmütterchen ist der wohl wichtigste Tipp für das Wachstum deiner Stiefmütterchen. Wenn du verwelkte Blütenköpfe und Blätter vorsichtig abschneidest, hat deine Pflanze neue Energie für die Ausbildung neuer Blüten und steckt diese nicht mehr umsonst in bereits sterbende Teile. 

Erfahre jetzt mehr über die Düngung der Stiefmütterchen!

Die Pflanzen der Gattung Viola wittrockiana, also die Stiefmütterchen, sind nicht umsonst besonders beliebt und in fast jedem Vorgarten zu entdecken. Durch ihre Pflegeleichtigkeit und Robustheit musst du die Pflanzen nicht einmal viel düngen, um dich an der Farbenpracht zu erfreuen. Erfahre noch mehr zur Pflege der Verwandten der Veilchen und wirf doch einmal einen Blick in unsere weiteren Beiträge hier in der Pflanzenschule!

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