Sonnenblumen vorziehen – wie dies die Blütenpracht begünstigt

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Sonnenblumen vorziehen – wie dies die Blütenpracht begünstigt

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Mai 30, 2022
Sonnenblumen vorziehen

Inhaltsverzeichnis

Wenn es draußen in deinem Garten noch ordentlich kalt ist und die Böden über Nacht regelmäßig Frost erhalten, kannst du in deinem Haus schon für Sommer-Gefühle sorgen: Mit dem Vorziehen von Sonnenblumen! Lies hier, wie du die Helianthus-Pflanzen schon im Frühjahr ziehen kannst, um dich möglichst früh über die großen, gelben Blüten zu freuen!

Deswegen solltest du Sonnenblumen vorziehen

Die Vorzucht von Sonnenblumen bedeutet, dass die Samen der Helianthus-Pflanzen nicht direkt ins Freiland gepflanzt werden, sondern zuvor in deinem Zuhause in kleinen Töpfen bei höheren Temperaturen keimen und sich entwickeln können, bevor sie ins Freiland gesetzt werden. Der große Vorteil der Vorzucht von Sonnenblumen ist jener, dass du die Wetterverhältnisse in deinem Zuhause kontrollieren kannst und deinen Pflänzchen somit die optimalen Bedingungen bieten kannst. 

Darüber hinaus bedeutet das Vorziehen deiner Sonnenblumen, dass du die Blüte der hübschen Pflanzen noch früher im Jahr genießen kannst. Während die Direkt-Aussaat ins Freiland erst dann geschehen darf, wenn keine Nachtfröste mehr aufkommen (Ende April bis Mitte Mai), kannst du deine Vorkultur schon ab März beginnen und dich dementsprechend früher über den Anblick der teilweise tellergroßen Blütenköpfe erfreuen!

Hinweis:

Ob Helianthus annuus oder eine kleinere Sorte – alle Sorten der ungefähr 70 verschiedenen Sonnenblumen-Arten lassen sich im Haus vorziehen!

So gehst du beim Vorziehen deiner Sonnenblumen vor

Der optimale Zeitpunkt, um mit der Vorzucht der Sonnenblumen zu beginnen, ist Mitte März. Du kannst für das Aussäen im Haus entweder Sonnenblumen-Samen erwerben oder die Samen verwenden, die du von deinen Sonnenblumen des Vorjahres aufgehoben hast. Mehr zu dem Ernten und Aufbewahren der Sonnenblumen-Samen kannst du in unserem Beitrag zu diesem Thema erfahren!

Auch in deinem Zuhause gilt es, für die Anzucht deiner Sonnenblumen einen geeigneten Standort zu finden. Dieser sollte möglichst hell und warm sein und im Idealfall reichlich Sonne im Verlaufe des Tages erhalten. Darüber hinaus benötigst du folgende Materialien: 

  • Aussaatgefäße (kleine Töpfe, alte Joghurtbecher, Eierkartons oder spezielle Anzuchttöpfe / Anzuchtschalen; achte auf eine gute Drainage!)
  • Anzuchterde (möglichst nährstoffreich)
  • Wasser (gerne in Sprühflaschen)

Das Säen der Sonnenblumen-Samen ist dabei gar nicht so schwierig. Befülle zunächst deine Töpfe mit ausreichend Anzuchterde. Drücke in das Substrat nun Pflanzlöcher mit einer Tiefe von ungefähr zwei Zentimetern. Der Abstand zwischen den Pflanzlöchern sollte mindestens fünf Zentimeter betragen. Gebe zwei bis drei Sonnenblumenkerne in jeweils ein Pflanzloch und bedecke die Samen mit Erde. Drücke die Erde sanft an und halte sie feucht – vermeide dabei dringend die Bildung von Staunässe!

Tipp:

Vermeide bei dem Vorziehen deiner Sonnenblumen eine zu starke Hitzeeinstrahlung durch Heizkörper oder durch die Sonne (die durch Fensterscheiben gegebenenfalls verstärkt wird), denn dadurch können deine Sonnenblumen zu schnell wachsen und spargeln (sie wachsen in die Länge und bilden wenig Blätter aus).

Das Pikieren als wichtige Aufgabe für die Jungpflanzen

Innerhalb von ein bis zwei Wochen werden die Samen deiner Sonnenblumen beginnen, zu keimen und zeigen ihre ersten Stängel und Blätter über der Oberfläche der Erde. Nun ist es an der Zeit, zu pikieren! Wenn von Pikieren gesprochen wird, heißt dies, dass Pflanzen, die zu nah aneinander stehen, auseinandergezogen und mit reichlich Platz gesetzt werden. 

Aus den zwei bis drei Samen, die du in die Pflanzlöcher gegeben hast, werden sich mit aller Wahrscheinlichkeit auch zwei bis drei Pflänzchen entwickeln. Suche dir die kräftigste Pflanze aus und nimm die zwei schwächeren Pflanzen vorsichtig aus der Erde. Versuche dabei, die Wurzeln nicht zu beschädigen. So erhalten deine Sonnenblumen ausreichend Platz, um sich groß und kräftig entwickeln zu können. Pikierst du hingegen nicht, werden deine Helianthus-Pflanzen nur kümmerlich und klein wachsen, was die Blütezeit stark beeinträchtigt. 

Wann ist der Umzug ins Freie für die Sonnenblume möglich?

Sobald im Freiland keine allzu niedrigen Temperaturen mehr herrschen und keine Nachtfröste im Boden mehr auftreten, ist es an der Zeit, deine Sonnenblumen ins Beet nach draußen auszupflanzen! Somit dürfen deine Sonnenblumen-Pflänzchen ab Ende April bis Mitte Mai endlich ins Freie. Wenn du noch nicht weißt, welcher Standort draußen optimal für deine Sonnenblumen ist, schau dir gerne unseren Beitrag zu diesem Thema an. Wichtig für das Auspflanzen ist jedoch, dass dies im Sinne der Temperatur und Umgebung möglich wird. 

Mit der richtigen Pflege zu einer gelungenen Entwicklung!

Sonnenblumen sind wahre Kunstwerke in deinem Garten oder auf deinem Balkon, die nicht nur Nahrung für Insekten und Vögel, sondern auch für dich herstellen können. Aus den Sonnenblumenkernen kannst du nicht nur neues Saatgut gewinnen, sondern tatsächlich sogar das beliebte Sonnenblumenöl oder Kerne für den Salat. Erfahre in unseren Beiträgen zur Sonnenblume noch mehr zur Ernte und Verwendung dieser hübschen Blumen!

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