Zitronenmelisse vermehren – diese Strategien sind geeignet

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Zitronenmelisse vermehren – diese Strategien sind geeignet

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März 4, 2022
zitronenmelisse vermehren

Inhaltsverzeichnis

Kaum ein Kraut im Garten liefert vergleichbar schnell und kontinuierlich aromatische Blätter. Ähnlich schnell läuft jedoch auch die Vermehrung, was nicht immer im gewünschten Format erfolgt. Wer die Kontrolle nicht selbstständig erlangt, wird spätestens nach zwei Jahren überall im Garten die neuen Zitronenmelissen finden. Doch unter welchen Umständen lässt sich die Vermehrung der Melissen bei dir im Garten kontrolliert gestalten und welche Optionen stehen für dich als Hobbygärtner bereit?

Die Vermehrung mithilfe von Samen drinnen oder draußen

Am einfachsten funktioniert die Vermehrung mithilfe von Samen. Genau dabei handelt es sich auch um das angesprochene Problem der vollständig natürlichen Aussaat. Lediglich der kalte Winter kann die neuen Samen etwas bremsen, da diese im Freiland häufig nur sehr langsam keimen. Damit die Keimung an den ausgewählten Standorten besser funktioniert, ist die Vorbereitung im Haus sinnvoll.

Befülle zu diesem Zweck ein paar kleine Töpfe mit Saaterde und feuchte diese leicht an. Gib dann ein paar Samen im Abstand von jeweils drei bis fünf Zentimetern hinzu und verteile diese in der Erde. Da es sich bei der Zitronenmelisse um sogenannte Lichtkeimer handelt, darf die Erdschicht direkt auf deinen Kräutern nicht zu dick ausfallen. Drücke die Samen aus diesem Grund nur leicht an, damit du von ausreichend Sonnenlicht profitieren kannst. Direkt im Haus keimen die Samen meist am besten.

So lässt sich die Zitronenmelisse durch Stecklinge vermehren

Eine weitere Option zur Vermehrung der Zitronenmelisse ergibt sich durch die Stecklinge. Vor allem im frühen Sommer lassen sich die Triebe problemlos zurückschneiden, wobei du die bis zu zehn Zentimeter langen Triebspitzen direkt verwerten kannst. Für die Vermehrung der Zitronenmelisse mit Stecklingen eignet sich daher das folgende Vorgehen, um das erneute Wachstum optimal anzuregen:

  • Entferne das Laub am unteren Bereich der Stecklinge.
  • Pflanze die Stecklinge in einen Topf mit frischer Kräutererde.
  • Achte darauf, dass ausschließlich das obere Blattpaar zu sehen ist.
  • Gieße die neue Zitronenmelisse direkt danach kräftig an.
  • Stülpe einen Schutz, wie zum Beispiel eine Plastiktüte, darüber.

Zu viel Sonne solltest du den Trieben der Melissa officinalis an dieser Stelle nicht zumuten. Häufig bilden sich die neuen Wurzeln bei der Wahl eines halbschattigen Platzes im Garten am besten. Schon wenige Wochen später lassen sie sich an ihrem eigentlichen Standort im Freien pflanzen. Bis dahin kommt es jedoch auf eine größere Menge Wasser und auf eine genaue Beobachtung der Kräuter an.

Die Teilung der Zitronenmelisse als weitere Vermehrungsoption

Ebenfalls durchaus spannend und nicht weniger erfolgreich als die anderen Strategien ist die Teilung. Grabe die Zitronenmelisse zu diesem Zweck am besten schon im Frühjahr aus und zerteile den Ballen der Wurzel in zwei gleich große Teile. Sollte jedes dieser Stücke über mindestens zwei Triebe verfügen und bisher reibungslos wachsen, kannst du beide Pflanzenteile separat wieder einpflanzen. So stellst du sicher, dass sich die Blüten und Blätter in Zukunft nicht unkontrolliert entwickeln. Auch rund um das Wachstum deiner Zitronenmelisse sorgst du durch die Teilung für eine eindrucksvolle Struktur.

Mit dem richtigen Umgang zu einem langfristig guten Wachstum

Damit die Blätter auf Dauer stark und aromatisch werden, ist die Vermehrung der Pflanze ein sehr wichtiger Ansatz. So stellst du sicher, dass die Melissa officinalis ohne Einschränkungen sowohl im Beet als auch im Kübel wachsen kann. Speziell für die Jungpflanzen ist eine gute Pflege in den ersten Wochen und Monaten sehr wichtig. Nur so wird sich das Kraut mit der Zeit von seiner besten Seite präsentieren können. Achte daher auf ausreichend Wasser und nutze bei Bedarf biologische Dünger.

Bei einer guten Pflege wird es möglich, die Melisse bis zu viermal im Jahr zu ernten und den eigenen Vorrat an aromatischen Blättern aufzustocken. Mehr zur richtigen Ernte findest du in unserem damit verbundenen Beitrag, der dir das perfekte Vorgehen präsentiert. Auch die frisch vermehrten Kräuter lassen im Garten daher nicht lange auf sich warten und zeigen dir schnell ihre ersten, neuen Blätter.

Gesunde Jungpflanzen als Grundlage einer guten Ernte

Sowohl die Blüten als auch die Blätter der Zitronenmelisse sind vollkommen ungiftig. So hast du viele Möglichkeiten zur perfekten Verwendung der Pflanze und sorgst für eine Verfeinerung der Gerichte oder deines Tees als Getränk. Solange der Standort für deine Zitronenmelisse passt, wird auch die Vermehrung sicher nicht zum Problem. Wirf daher gerne auch direkt einen Blick auf unseren Artikel zum perfekten Standort deiner Zitronenmelisse und erfahre mehr über deinen Boden und die Erde.

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