Der Riesen Bärenklau – nicht nur optisch eine reizende Pflanze

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Der Riesen Bärenklau – nicht nur optisch eine reizende Pflanze

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März 15, 2022
Riesenbaerenklau

Inhaltsverzeichnis

Mit dem Riesen Bärenklau erwartet dich eine der giftigsten Pflanzen, die in deinem Garten auch ohne einen professionellen Anbau wachsen kann. Was auf den ersten Blick nach einer anmutigen Pflanze mit idyllischen, weißen Blüten aussieht, entpuppt sich bereits beim ersten Kontakt zu einer echten Giftpflanze. Doch wie vermeidest du den schmerzhaften Kontakt mit der Heracleum mantegazzianum rechtzeitig und wie beseitigst du sie am besten? Direkt hier verschaffen wir dir den vollen Überblick.

Die wichtigsten Eigenschaften zum Riesen Bärenklau

Der Riesenbärenklau erreicht als Staude eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern. Auch in die Breite entwickelt sich die Pflanze recht schnell, wodurch sich in deinem Garten bereits nach wenigen Wochen ein umfassendes Gewächs bildet. Doch nicht nur der auffällige Stängel, sondern vor allem die weißen Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern lassen dich die giftige Pflanze vorab erkennen. Vor allem an sonnigen oder halbschattigen Standorten entwickelt sich der giftigen Riesen Bärenklau. Im Folgenden haben wir dir wichtige Eigenschaften nochmal zusammengefasst:

  • Wuchshöhe als Staude von bis zu 400 Zentimetern im Garten
  • Winterharte Struktur für ein Wachstum über das ganze Jahr
  • Optimales Wachstum auf nährstoffreichen und humosen Böden
  • Entwicklung weißer Blüten an der Pflanze von Juni bis Juli
  • Reibungsloses Wachstum an sonnigen oder halbschattigen Orten

Da der Riesenbärenklau im Garten eher nicht freiwillig angebaut wird, sparen wir dir die Tipps zur Verwendung bei dir im Garten. Deutlich wichtiger ist, wie du die invasiven Neophyten schnell wieder loswerden kannst. Auch wenn diese Art des Bärenklaus ursprünglich aus dem Kaukasus stammt, hat sie sich mit der Zeit in Europa und Deutschland ausbreiten können. So ist der Riesenbärenklau nun auch als Gartenpflanze bei uns verbreitet und zeichnet sich durch ein sehr schnelles Wachstum aus.

So entwickelt sich der Riesen Bärenklau bei dir im Garten

Auch wenn es sich beim Riesenbärenklau um eine sehr kurzlebige Staude handelt, ist sie winterfest. In dieser Hinsicht zeigt sie sich meist für rund zwei Jahre, wobei sie ab dem zweiten Jahr sehr stark in die Höhe wächst. Ein besonderes Merkmal ist der röhrenförmige und leicht behaarte Stängel des Riesen Bärenklaus. Auch wenn der Stängel recht empfindlich wirkt, wird der mit der Zeit sehr stabil.

Hinzu kommen die mehrfingrigen und häufig gezackten Blätter, die sich unter den weißen Blüten bilden. Diese entwickeln sich beim Riesen Bärenklau vor allem von Juni bis Juli, wobei sich pro Pflanze etwa 20.000 neue Samen entwickeln. Auf diese Weise vermehrt sich der Riesen Bärenklau schnell und wird im Garten zu einer echten Plage. Bei einer giftigen Herkulesstaude und der Höhe von bis zu vier Metern kann ein Kontakt schnell passieren. Doch welche Folgen hat die Berührung der Pflanze?

Der giftige Pflanzensaft und seine Auswirkungen

Die größte Gefahr beim Riesenbärenklau geht vom giftigen Pflanzensaft aus. Seine toxischen Stoffe führen zu starken Verbrennungen, die sogar Pigmentveränderungen hinterlassen können. Nicht ohne Grund hat der Riesen Bärenklau 2008 noch die unschöne Auszeichnung zur Giftpflanze des Jahres erhalten. Vor allem für Kinder und Haustiere wird der Kontakt so zu einem schmerzhaften Erlebnis.

Der Kontakt selbst wird je nach Standort der Pflanze sogar noch wahrscheinlicher. Vor allem feuchte und stickstoffhaltige Böden werden hierbei zur Gefahr, was an Wegesrändern durchaus möglich ist. Auch auf Lichtungen zeigt sich der Heracleum mantegazzianum durchaus, was einen Kontakt mit der Pflanze begünstigt. Falls du selbst bei einem Spaziergang oder sogar direkt bei dir im Garten den Riesenbärenklau berührt haben solltest, kommt es auf einen sofortigen Schutz vor Sonnenlicht an. Entferne den Pflanzensaft daraufhin gründlich mit Wasser und Seife, um Reaktionen zu vermeiden.

Wie gehst du am besten gegen die Pflanzen vor?

Vor allem die hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit des Bärenklaus wird an vielen Orten zum größten Problem. Entferne den Riesen Bärenklau daher am besten noch bevor er sich mit seinen mehr als 20.000 neuen Samen unbegrenzt bei dir verbreitet. Für die Beseitigung der Pflanze ist es wichtig, die eigene Haut vorher zu schützen und vollständig zu bedecken. So vermeidest du, dass du dich bei der Bekämpfung am Pflanzensaft verbrennst und deine Haut durch die Herkulesstaude stark schädigst.

Das reine Abschlagen der Neophyten bei dir im Garten ist meist nicht ausreichend. In diesem Fall kommen die Pfahlwurzeln schnell wieder, wodurch die Arbeit umsonst ist. Besser ist es hingegen, auch die Pfahlwurzeln mithilfe eines Unkrautstechers zu beseitigen, um eine Rückkehr des Riesen Bärenklaus zu vermeiden. Nicht nur bei dir im Garten, sondern auch in freier Natur hilft dies weiter.

Jetzt schnellstmöglich auf den Riesen Bärenklau reagieren!

Die Schönheit der weißen Dolden sollte bei der Bekämpfung möglichst nicht im Fokus stehen. Um eine frühzeitige Ausbreitung der Pflanze in andere Umgebungen zu vermeiden, solltest du möglichst schnell zur Tat schreiten. Lass dich vor den starken Verbrennungen des Riesenbärenklaus in dieser Hinsicht nicht beeindrucken, sondern leite die passenden Bekämpfungsmaßnahmen ein. So musst du dir um die Gesundheit deiner Kinder oder Haustiere im Garten garantiert keine Sorgen mehr machen.

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