Petersilie züchten – so solltest du vorgehen

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Petersilie züchten – so solltest du vorgehen

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November 30, 2021
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Inhaltsverzeichnis

Wer eigene Petersilie im Garten züchten möchte, muss meist etwas Geduld mitbringen. Nur mit dem richtigen Umfang und mit einer guten Pflege lässt sich für eine erfolgreiche Anzucht sorgen. Dies gilt sowohl für die Kräuter im Beet als auch für die Pflanzen im Topf oder Kübel. Doch wie lässt sich dafür sorgen, dass die Anzucht der Petersilie dann auch zum Erfolg wird? Wir zeigen dir in diesem Beitrag, wie du den perfekten Standort findest und wie du deine Petersilie sicher erfolgreich züchten kannst.

Die richtigen Bedingungen für deine Anzucht

Damit die Aussaat nach der ersten Planung dann auch praktisch ein Erfolg werden kann, kommt es auf geeignete Bedingungen an. Meist lohnt es sich, die Doldenblütler auf dem Fensterbrett oder auf deinem Balkon etwas vorziehen zu lassen. Auch die Direktaussaat im August ist aber natürlich stets möglich. Hierbei solltest du jedoch den Fruchtwechsel beachten und die Erde im Blick behalten.

Sollte am gewählten Standort bereits bis vor Kurzem Petersilie gewachsen sein, ist der Boden in der nächsten Periode nicht die richtige Wahl für deine Pflanze. Wichtig ist zudem, dass sich rund um dein Küchenkraut kein Unkraut entwickelt. Dies lässt sich im Rahmen der Anzucht dafür sorgen, dass sich die Petersilie ohne Einschränkungen entwickeln kann. Dennoch solltest du auf zusätzliches Gießen und auf weitere Maßnahmen der Pflege nicht verzichten, um die Pflanzen mit Erfolg anzubauen.

Standort und Pflege für die optimalen Kräuter

Da die Kräuter meist keine direkte Sonne abkönnen, lohnt sich ein etwas schattigerer Standort. Zu dunkel sollte dieser aber dennoch nicht sein. Helligkeit wird auch für die Petersilie zu einer wichtigen Voraussetzung, um das Wachstum aktiv voranzutreiben. Solltest du den richtigen Standort bereits gefunden haben, spielen auch die folgenden Hinweise zur Pflege eine wichtige Rolle für die Petersilie:

  • Damit sich die Kräuter im Beet oder im Topf entwickeln können, benötigen sie Wasser. Gieße die Pflanzen aus diesem Grund regelmäßig, vermeide jedoch zu viel Wasser und Staunässe.
  • Etwas Dünger kann deinen Pflanzen nicht schaden. So regst du das Wachstum konsequent an und sorgst dafür, dass sich die Blätter im Garten regelmäßiger und schneller ernten lassen.
  • Für den Anbau gesunder Petersilie eignet sich eine Mischkultur. So lässt sich das Küchenkraut beispielsweise gemeinsam mit Tomaten, Erdbeeren oder Zwiebeln in deinem Beet pflanzen.
  • Achte bei der Anzucht auf einen feuchten Boden. Auch Nährstoffe können zur Verbesserung der Böden durchaus hilfreich sein. Zu nass sollte die Erde am Standort aber sicher nicht sein.

Als Dunkelkeimer stellt die Petersilie zahlreiche Anforderungen, wenn es um ein möglichst gesundes Wachstum geht. Sollten die ersten Pflänzchen nicht sofort erscheinen, muss dies nicht zwingend zu einem Problem werden. Dies ist charakteristisch für Dunkelkeimer, weshalb du dir bei der Aussaat nicht zu schnelle Ergebnisse erhoffen solltest. Bei einer guten Pflege wird es auch für Einsteiger im Garten aber nicht schwer, schneller die ersten aromatischen Kräuter mit der Ernte zu gewinnen.

Achtung – warum die Blüte zur Gefahr wird

So wird die Anzucht grundsätzlich nicht zum Problem, wenn es um die Entstehung einer starken und gesunden Pflanze geht. Wichtig für eine erfolgreiche Ernte ist jedoch, dass du die richtige Zeit wählst. Da es sich bei der Petersilienpflanze um ein mehrjähriges Kraut handelt, lässt sie sich auch in Jahr 2 noch ernten. Wichtig ist jedoch, dass die Ernte noch vor Beginn der Blüte erfolgt. Sobald die Pflanze blüht, steigt der Anteil des giftigen Apiols und macht die Blätter ungenießbar. Das beste Aroma gibt es hingegen immer dann, wenn die Blätter der Petersilie unmittelbar vor der Blüte geerntet werden.

Wie lässt sich die Petersilie langfristig vermehren?

Falls du die Petersilie im Garten oder im Topf auf der Fensterbank vermehren möchtest, sind Samen der einfachste Ansatz. Wer bis zur Blüte im Juni und Juli des zweiten Jahres wartet, kann die neuen und befruchteten Blütenstände jederzeit abpflücken. Sobald die Samen dunkel werden und schon fast eigenständig von der Blüte abspringen, sind sie reif und lassen sich problemlos einsammeln. Die Mutterpflanze solltest du nach Gewinnung der Samen hingegen nicht mehr in der Küche verwenden.

Um die frischen Samen für die Vermehrung der Petersilie nutzen zu können, solltest du sie einige Tage trocknen lassen. Anschließend halten sich die Petersiliensamen bis zu drei Jahre, weshalb du dich auch mit dem Aussäen nicht beeilen musst. Für den Zeitpunkt der erneuten Aussaat wählst du einfach zwischen Frühjahr und spätem Sommer, um eine passgenaue Entwicklung zu ermöglichen.

Weitere Details zur Anzucht deiner Petersilie

Sowohl im Freiland als auch direkt im Topf hat die Petersilie eine gute Basis für ihr Wachstum. Achte dennoch darauf, Aspekte wie die Fruchtfolge und die Pflege der Kräuter möglichst gut einzuhalten und setze auf eine optimale Entwicklung. So entwickeln sich aus den Samen der Petersilie schnell die ersten Jungpflanzen. Solltest du mehr zu den Samen der Petersilie oder zur Vermehrung erfahren wollen, bietet sich ein Blick auf unsere weiteren Beiträge an. Diese gehen noch einmal ins Detail.

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