Marienkäfer sind eines der nützlichsten Insekten, die du im Garten haben kannst. Sie ernähren sich von Blattläusen, Wollläusen, Schildläusen, Spinnmilben und der Weißen Fliege. Marienkäfer fressen bis zu 5.000 Blattläuse in ihrem Leben und legen etwa 40 Eier an einer Pflanze ab. Wir geben dir wichtige Informationen über den Lebenszyklus des Marienkäfers und wie du sie selbst züchten kannst.

Marienkäfer im eigenen Garten

Über 70 verschiedene Arten von Marienkäfern leben in Deutschland. Sie spielen eine wertvolle Rolle im Ökosystem. Die Käfer fressen täglich über 100 Blattläuse, was sie zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Hausgarten macht. Marienkäfer zu züchten ist sehr einfach, wenn du den Dreh raus hast. Es ist ein interessantes Projekt, das neues Leben in deinen Garten bringt und gleichzeitig Schädlinge unter Kontrolle bringt.

Die Insektenaufzucht sollte im Frühjahr vorbereitet werden. März und April sind geeignete Monate.

Du kannst dir den Prozess in etwa so vorstellen:

  • Glasbehälter mit Krepppapier vorbereiten und befeuchten
  • Marienkäfer und Blattläuse in das Glas setzen
  • Den Glasbehälter mit dem Gummiband und Insektennetz verschließen
  • Nach etwa fünf Tagen schlüpfen die Larven
  • Ausreichend füttern und nach 1 bis 2 Monaten findet die Verpuppung statt
Marienkäfer isst Blattläuse

Das Vivarium

Wenn du bereit bist, deine eigenen Hände und deine Fantasie einzusetzen, empfehle ich dir, das Vivarium selbst einzurichten. Das Vivarium bildet den Ort des Lebens für deine Marienkäfer. Wenn dir das jedoch zu schwierig oder zu zeitaufwändig ist, kannst du auch gleich ein fertiges Produkt kaufen.

Alles, was du brauchst, sind einige grundlegende Materialien und Haushaltsmittel, um ein Vivarium zu bauen: 

  • Glasbehälter (Mind. 1 Liter)
  • Insektennetz
  • Einige Marienkäfer
  • Pflanzen und Blattläuse
  • Gummiband und Krepppapier

Vorbereitung des Vivariums

Finde einen Platz, an dem du das Glas ungestört stehen lassen kannst und die Oberseite des Glases von direktem Sonnenlicht abgewandt ist. Jetzt kannst du den Glasboden mit Krepppapier auslegen und befeuchten, sodass immer etwas Feuchtigkeit im Glas bleibt. 

Vivarium bestücken und verschließen

Falls du jetzt keine Blattläuse zur Hand hast, kannst du dich auch ganz schnell draußen auf die Suche nach Pflanzen machen, welche von Blattläusen befallen sind. Blattläuse vermehren sich im Frühjahr ungeschlechtlich und sind sehr produktiv. Du kannst auch Blatt- oder Schildläuse auf deinen Zimmerpflanzen finden. Du kannst die Blätter zusammen mit den Marienkäfern vorsichtig in deinem Glas platzieren.

Im nächsten Schritt kannst du das Gefäß verschließen. Dazu verwendest du das Insektennetz, das du mit einem Gummiband befestigst. Auf diese Weise verhinderst du, dass die Käfer wieder entkommen und stellst die Luftzufuhr sicher.

Das Vivarium pflegen und beobachten

Die Marienkäfer ernähren sich von den Blattläusen. Achte also darauf, dass deine Marienkäfer immer genügend Läuse im Glas haben. Außerdem ist die Befeuchtung der Insekten-Oase notwendig, um optimale Lebensbedingungen für die Käfer zu schaffen.

Du kannst täglich das Glas mit einer mit Wasser gefüllten Sprühflasche befeuchten und ein neue Blätter hinzufügen. 

Jetzt kannst du die Entwicklung deiner eigenen Glücksbringer beobachten. Nach der Paarung wird das Weibchen hoffentlich Eier auf die Blätter der Pflanzen im Vivarium legen. In der Regel schlüpfen die ersten Larven bereits nach 5 Tagen! 

In dieser Zeit sollten immer genügend Blattläuse für die Larven vorhanden sein und das Glas gut verschlossen. 

Bis zur Verpuppung von Larve zum Marienkäfer dauert es weitere 1-2 Monate. Danach schlüpfen die fertigen Marienkäfer mit ihrer artspezifischen Färbung und bereichern deinen Garten!