Die Schefflera, auch Strahlenaralie genannt, ist eine Bonsai-Art. Sie ist ein kleiner Baum, welcher Freiluft sowie auch Wind und Wetter lieb, wie seine großen Brüder in der Natur. Auch erreicht die Schefflera eine beachtliche Lebensdauer. Aber auch die künstlerische Gestaltung spricht für den Bonsai. Wir zeigen dir, wie du deinen Schefflera Bonsai richtig pflegen und gestalten kannst.
Die Strahlenaralie ist recht schnellwüchsig und sie hat auch keine großen Ansprüche an ihre Umgebung und die Pflege. Sie ist sehr preiswert und eignet sich auch ideal als Zimmer-Bonsai. Wenn du noch nicht viel Erfahrung mit Bonsais hast, dann eignet sich diese Art gut, denn sie ist sehr anfängerfreundlich. Folgende Eigenschaften solltest du dabei im Blick behalten:
Der Schefflera arboricola Bonsai, welcher auch sehr anfängerfreundlich ist, ist in den Tropen beheimatet und ist daher in unserer Klimazone als Zimmerbonsai beliebt. Eine Kultivierung als Freilandbonsai ist ebenfalls möglich, allerdings muss der Baum bei Temperaturen unter 15 Grad in ein Winterquartier.
Falls du deine Strahlenaralie mit kleinen Blättern schöner findest, sorge dafür, dass du ihr so viel Sonnenlicht wie möglich zukommen lässt. Bei einer hohen Lichtintensität verkleinern sich die Blätter der Lackblattpflanze.
Auch das Gießverhalten ist stark von dem Standort deiner Lackblattpflanze ab. Im Sommer kannst du sie an einem sonnigen Standort reichlich gießen, das Sonnenlicht macht die Pflanze durstig. Wenn dein Schefflera Bonsai im Halbschatten steht, musst du beim Gießen aufpassen, dass keine Staunässe entsteht, da die Strahlenaralie nicht so viel Wasser benötigt wie in der prallen Sonne. Gieße deine Lackblattpflanze am besten mit Regenwasser, da beim Gießen mit Leitungswasser unschöne Kalkflecken auf den Blättern entstehen können.
Dein Bonsaisubstrat darf nicht austrocknen, das würde dem feinen Wurzelsystem des Strahlenaralie Bonsai schaden. Falls der Wurzelballen einmal trocken ist, halte den gesamten Ballen in ein Wasserbad, bis keine Luftblasen mehr auftauchen und stelle ihn anschließend wieder in seine Bonsaischale. So kann er sich vollsaugen und ist für die nächsten Tage gut mit Wasser versorgt.
Je mehr Sonnenlicht dein Strahlenaralie Bonsai ausgesetzt ist, desto mehr muss er auch gedüngt werden. In der Wachstumsphase benötigt sie an einem sonnigen Standort wöchentlich Dünger, an einem halbschattigen Standort ist eine Düngung alle zwei Wochen vollständig ausreichend. Wenn dein Schefflera Bonsai bei Zimmertemperaturen überwintert, benötigt er alle zwei Wochen etwas Dünger.
Bei einer Überwinterung unter zehn Grad benötigt er nur alle acht Wochen Dünger, da sein Nährstoffverbrauch wesentlich niedriger ist. Als Düngemittel kannst du speziellen Bonsai-Dünger wie Biogold oder Hanagokoro Dünger verwenden. Falls du bessere Erfahrungen mit Bonsai Flüssigdünger gemacht haben, kannst du diesen ebenfalls als Düngergabe verwenden.
Um Staunässe und Wurzelfäule vorzubeugen, benötigt ein Schefflera Bonsai eine gut wasser- und luftdurchlässige Erde. Eine ideale Mischung besteht aus Akadamaerde, Bonsaierde und Kiryuerde, in einem Mischverhältnis von 1:1:1 sein.
Die Strahlenaralie kannst du als Bonsai mit Stecklingen und Samen vermehren, der Vorgang ist auch für Bonsai-Neulinge nicht schwer. Schneide dazu einen ungefähr zehn bis 15 Zentimeter langen Trieb mit einer schrägen Schnittkante ab und setzte ihn ungefähr fünf Zentimeter tief in Anzuchterde.
Stelle deine Anzucht-Schale an einen Ort, der 20 bis 25 Grad warm ist und wickle ihn in Plastikfolie ein, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Alternativ kannst du den Steckling auch in einem Glas Wasser wurzeln lassen und ihn anschließend einpflanzen.
Dein Strahlenaralie Bonsai kann, je nach Wurzelwachstum alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr in eine größere Bonsaischale umgetopft werden. Älteren Leckblattpflanzen müssen nicht so regelmäßig umgetopft werden, es kann sein, dass sie nur alle fünf Jahre umgetopft werden müssen. Kontrolliere die Dichte deines Wurzelballens regelmäßig, um zu erkennen, wann der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist.
Die Lackblattpflanze passt perfekt in eine glasierte Bonsaischale. Bezüglich der Form solltest du dich an der Form der Baumkrone deines Bonsais orientieren. Wenn dein Bonsai eine rundliche Krone hat, ist eine rechteckige Bonschale mit abgerundeten Ecken empfehlenswert. Bei Bonsai mit mehreren Stämmen bzw. in einer Gruppenform sind ovale Bonsai-Schalen passender.
Dieser Bonsai fühlt sich auch im Winter an einem hellen, warmen Standort (15 bis 15 Grad) wohl. Achte darauf, dass er auch an Wintertagen mit wenig Sonnenstunden ausreichend Licht erhält. Halte das Bonsaisubstrat mäßig feucht und dünge den Bonsai alle ein bis zwei Monate.
Die Schefflera ist eine der wenigen Bonsaiarten, bei der die Äste nicht unbedingt in eine bestimmte Form, durch Blattschnitte, gebracht werden müssen. Das liegt einerseits daran, dass ihre Äste durch das Biegen leicht brechen können, andererseits profitierst du bei der Gestaltung deines Strahlenaralie Bonsai vom starken Austrieb der Pflanze. Deshalb ist es leichter, deine Schefflera mehrmals im Jahr zu schneiden, um die Verzweigung der Baumkrone zu fördern und die Verkleinerung der Blätter voranzutreiben. Teile den Rückschnitt auf mehrere Tage auf, da der Strahlenaralie Bonsai bei Schnitten mit der Konkavzange eine milchige Substanz aus den Schnittwunden austritt. Durch das starke Wachstum der Schefflera ziehen wir das Schneiden dem Drahten bei der Gestaltung des Bonsais vor.
Vom Drahten raten wir dir ab, da die Rinde der Schefflera sehr empfindlich ist.
Die Schefflera ist bekannt dafür Luftwurzeln zu entwickeln, sie sind ein echter Blickfang in der Bonsai-Welt und ist sehr gut geeignet für die Stelzenwurzelform (Neagari). Luftwurzeln sorgen in der tropischen Heimat der Pflanze dafür, dass sie zusätzliche Nährstoffe aus der Luft aufnehmen kann, dafür ist jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit erforderlich. Insgesamt ist für die Bildung der Luftwurzeln eine hohe Luftfeuchtigkeit erforderlich.
Als Zimmerpflanze ist leider nicht immer eine hohe Luftfeuchtigkeit gegeben, daher ist es schwierig ohne Gewächshaus Luftwurzeln zu entwickeln. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Bonsai-Liebhaber von Anfang an für eine andere Bonsai-Form. Da die Strahlenaralie Bonsai sehr verzweigt wächst, ist die Mehrfachstammform (Ikadabuki) eine beliebte Art den Bonsai wachsen zu lassen. Außerdem ist die frei aufrechte Form (Moyogi) mit einem kurvigen Hauptstamm sehr beliebt. Kaskadenstile (Kengai oder Han-Kengai) eignen sich nicht wirklich für die Schefflera, da der Bonsai sich nicht gut drahten lässt.
Eine gängige Ursache für Blattflecken wird nicht durch Krankheiten oder Schädlinge verursacht: Das Gießen mit Leitungswasser ist für Flecken auf den Blättern verantwortlich. Versuche den Bonsai mit Regenwasser zu gießen, so werden die Flecken allmählich verschwinden.
Zudem können sich Blatt-Schild- und Wollläuse an deiner Lackblattpflanze niederlassen, die Weiße Fliege (Gewächshaus-Mottenschildlaus) mag deine Schefflera leider auch. Falls du einer dieser Schädlinge auf deinem Bonsai entdeckst, handle schnell und bekämpfe sie mit den üblichen Pflanzenschutzmitteln.
Zusammenfassend benötigt die Schefflera so viel Sonne wie nur möglich, damit sie kleine Blätter bekommt. Die Erde sollte gut wasser- und luftdurchlässige sein. Beim Düngen kommt es auf die Wachstumsphase, den Standort und die Temperatur an. Den Rückschnitt solltest du auf mehrere Tage aufteilen. Falls du mehr über das Überwintern, Aussäen oder Pflanzen von Dahlien lesen möchtest, kannst du hier mehr erfahren.
Wenn du deinen Bonsai richtig pflegst, dann kann er mehrere Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte alt werden.
Diese Art von Baum hat sowohl in China als auch in Japan eine lange Tradition. Das Bäumchen wird durch Wurzel- und Blattschnitte klein gehalten, sowie auch in die gewünschte Wuchsform gebracht.
Ziel ist es, ein realistisches, miniaturisiertes Abbild der Natur in Form eines Baums zu züchten. Auch solltest du wissen, dass Bonsais keine genetisch zwergwüchsigen Pflanzen. Im Endeffekt kannst du jede Baumart verwenden.
Als Zimmerbonsai eignen sich zum Beispiel Junischnee, Birkenfeige, Geldbaum und die chinesische Ulme. Es gibt aber noch mehr Arten, die gut als Zimmerpflanze geeignet sind, dies waren nur ein paar. Anfängerfreundlich ist auch der Schefflera-Bonsai.
Bis ein kleines Bäumchen zu sehen ist, kann es drei bis vier Jahre dauern.