Lärchenbonsai – die wichtigsten Details zur Larix

Lesezeit: 6 Minuten

Lärchenbonsai – die wichtigsten Details zur Larix

|
Januar 21, 2022
Laerche bonsai

Inhaltsverzeichnis

Lärchen sind winterharte Freilandbonsai, mit einer borkigen Rinde, die nach ungefähr 15 Jahren sichtbar wird. Der Bonsaibaum treibt im Frühjahr schnell aus, die Äste lassen sich vergleichsweise lange biegen. Außerdem ist Lärche leicht abzumoosen, woraus eine schöne Nebaris entstehen kann. Zusätzlich ist nach dem Schnitt bei einem Lärchenbonsai kein Wundverschlussmittel notwendig, da sich der Baum von alleine erholt.

Allgemeine Informationen über deinen Lärchenbonsai

Lärchen sind ausgezeichnete Bäume für die Bonsaigestaltung. Lärchenzweige mit Zapfen im Winter oder neue Triebe zu Beginn der Saison sehen immer beeindruckend aus! Das Kieferngewächs wächst besonders gut in kühleren Regionen wie Russland und Skandinavien und wird bis zu 40 Metern hoch. Lärchen sind winterharte Pflanzen, die den Winter, auch ohne ihre dünnen Nadeln (zwei bis fünf Zentimeter) überstehen kann.

Wie dünge ich meinen Lärchenbonsai?

Aufgrund ihres schnellen Wachstums benötigen Lärchenbonsai eine Menge an Nährstoffen. Organische Dünger werden während der Wachstumsperiode (Frühjahr bis Anfang September) alle vier Wochen dazugegeben. Auf einer Substratfläche von fünf Quadratzentimetern empfiehlt es sich, in diesem Zeitraum einmal pro Woche Pellets (Biogold oder Hanagokoro) in die Erde zu drücken - ein bisschen mehr schadet nicht!

Bonsai-Flüssigdünger kann aufgrund seines geringeren Stickstoffgehalts auch bei geringem Gebrauch die benötigte Anzahl an Nährstoffen bieten. Wir empfehlen den Flüssigdünger in der Wachstumsphase zu verwenden. 

Wie oft muss ich meinen Lärchenbonsai gießen?

Halte das Bonsaisubstrat stets feucht und achte beim Gießen darauf, dass keine Staunässe entsteht. Die Lärche ist eine lichthungrige Pflanze und möchte in der prallen Sonne stehen, dabei muss sie im Hochsommer an heißen Tagen mehrmals gegossen werden. Im Winter musst du die Bonsaierde nicht so feucht halten wie im Winter, achte jedoch darauf, dass dein Lärchenbaum immer ausreichend Wasser erhält und nicht austrocknet!

Was ist der beste Standort für meinen Lärchenbonsai?

Der Freilandbonsai liebt die Sonne, er kann quasi nicht genug davon bekommen. Stelle die lichthungrige Lärche, auch im Hochsommer, in die Sonne. Wenn dein Bonsai im Hochsommer in der prallen Sonne steht, passe dein Gießverhalten dementsprechend an, sodass das Substrat zu jeder Zeit feucht ist. 

Wann ist der beste Zeitpunkt, um meinen Lärchenbonsai umzutopfen?

Jungpflanzen, die ein bis drei Jahre alt sind, werden jedes Jahr umgepflanzt. Währenddessen werden ältere Exemplare alle fünf Jahre umgetopft. Vor allem als Jungpflanze haben Lärchenbonsais ein sehr starkes Wurzelwachstum, daher muss der Bonsai häufiger umgetopft werden und ein Wurzelschnitt durchgeführt werden.

Anfang März ist die perfekte Zeit, um einen japanischen Lärchenbonsai (Larix kaempferi) umzutopfen. Die Knospen fangen gerade an, sich zu öffnen, und die Wachstumsphase der Pflanze hat noch nicht eingesetzt. Zu einer anderen Zeit im Jahr riskierst du mit einem Wurzelschnitt zu viel Schaden.

Die perfekte Erde für Lärchenbonsais

Das perfekte Bonsaisubstrat für deinen Lärchenbonsai ist eine Mischung aus Blähschiefer- und Akadamasubstrat. Es behält die Struktur sehr lange und lässt viel Luft an die Wurzeln.

Bisher konnten wir sehr gute Erfahrungen mit einem hohen Blähschieferanteil machen. 

So überwinterst du deinen Lärchenbonsai richtig!

Der Lärchenbonsai ist die eine der wenigen Baumarten, die in unsere Klimazone im Freien überwintert werden kann. Die Larix muss lediglich windgeschützt und an einem schattigen Platz überwintern. Lange Frostperioden sind für den Lärchenbonsai kein Problem.

Achtung: Wenn dein Bonsai frisch verdrahtet ist, solltest du ihn nicht ungeschützt in die Kälte stellen, sondern in ein unbeheiztes Folienzelt. 

Stelle deinen Bonsai nicht in die Kälte, wenn du ihn frisch gedrahtet hast. Die Rinde des Bonsais hat nach dem Drahten kleine Mikrorisse, in die Wasser eintreten könnte. 

Diese Krankheiten kann dein Lärchenbonsai bekommen 

Lärchen werden nur äußerst selten von Schädlingen befallen. Bei dem borkigen Freilandbonsai haben wir keine Pilzkrankheiten feststellen können.

Es kann unter Umständen zu einem Wolläusebefall geben, der aber nicht allzu schädlich für die europäische Lärche (Larix decidua) ist. Die Folge davon sind abgeknickte Nadeln. Wie gesagt, der Befall ist nicht sonderlich schädlich, sieht aber nicht schön aus. Daher sollte der Nadelbaum mit handelsüblichen Insektiziden gegen saugende Insekten behandelt werden. Bei einem Befall der Lärchennadelknicklaus (Adelges geniculatus) sind Insektizide die beste Lösung.

So vermehrst du deinen Lärchenbonsai richtig!

Der Bonsaibaum kann durch Samen vermehrt werden. Allerdings erhält man in sehr vielen Gartengeschäften einjährige Stecklinge für einen sehr fairen Preis. Daher macht die eigene Aussaat von Lärchensamen nicht allzu viel Sinn.

Wie drahte ich meinen Lärchenbonsai?

Die beste Zeit um deinen Bonsaibaum zu drahten lautet im Herbst nach dem Laubfall. Falls das Wachstum deines Bonsais nicht so stark sein sollte, kannst du den Draht bis zum nächsten Herbst am Baum lassen. Sobald der Bonsaidraht anfängt Äste einzudrücken muss der Draht schleunigst entfernt werden. Abhängig davon, ob der Ast die gewünschte Position hält oder nicht, musst du deinen Lärchenbonsai nachdrahten.

Die elastischen Äste eines Lärchenbonsais lassen sich mit Draht biegen, aber auch ältere Pflanzen sind leicht zu formen. Stärkere Biegungen, vor allem von Langtrieben, erfordern jedoch einen Schutz vor Regen im folgenden Winter. Das Wasser dringt in die Ritzen der Lärche, was zum Abblättern der Rinde führen kann, wenn sie bei kaltem Wetter gefriert. Falls die Rinde nicht abblättert, kann es zu Frostverletzungen an der Lärche kommen.

Wie schneide ich meinen Lärchenbonsai?

Der Formschnitt wird am besten im Frühjahr durchgeführt, kurz bevor die Larix austreibt. Der Lärchenbonsai erholt sich schnell von einem Rückschnitt der Äste. Wenn deine Lärche das Jahr über junge Triebe zeigt, kannst du sie jederzeit mit einer scharfen Bonsaischere oder Konkavzange gekürzt werden.

Junge Lärchenbonsais entwickelt viele Langtriebe, die gekürzt bzw. pinziert werden müssen. Ältere Exemplare bilden keine Langtriebe mehr, sondern nur noch Kurztriebe, sodass der Lärchenbaum nicht mehr so oft beschnitten werden muss.

Mögliche Stile für Lärchenbonsais 

Grundsätzlich kannst du mit deiner Lärche in  alle Bonsai-Stilrichtungen gehen, wir raten dir  ausschließlich von der Besenform ab. Der Lärchenbaum eignet sich ideal um eine Gruppenpflanzung (Waldform) durchführen. Lärchen werden traditionell zu frei aufrechten Bonsais gestaltet.

Die ideale Bonsaischale für deinen Lärchenbonsai

Bonsai-Enthusiasten haben unterschiedliche Meinungen über das Gefäß, welches für einen Lärchenbonsai verwendet wird. Einige denken, dass eine unglasierte Bonsaischale am besten sei, weil sie nicht vom Baum ablenkt. Andere bevorzugen etwas Auffälligeres als eine unglasierte Bonsaischale mit dunklen Farben.

Dadurch, dass Lärchen winterfeste Freilandbonsais sind, muss ihre Schale ebenfalls frostbeständig sein. Bonsaischalen für Zimmerbonsais sind meist günstiger im Einkauf und meistens auch frostfrei. Die Qualität der günstigen Bonsaischalen steht meistens nicht im Verhältnis zu den wertvollen Bäumen, die sie halten. Daher empfehlen wir dir, für deine wertvollen Schätze eine schöne geeignete Schale finden. Viele Lärchen sind Yamadori, welche direkt nach dem Einpflanzen schon eine große Bonsaischale benötigen.

Ovale Bonsaischalen sind genauso wie rechteckige Schalen mit abgerundeten Ecken sehr gut für Lärchenbonsais geschaffen. 

Falls dein Lärchenbonsai im Kaskadenstil wächst, empfehlen wir dir eine höhere, runde Bonsaischale. Für den Literarenstil passt eine flache, runde Bonsaischale am besten. Ein Untersetzer wird nicht benötigt.

Wann fängt mein Lärchenbonsai an zu blühen?

Ab dem 15. Lebensjahr entwickelt der Lärchenbonsai regelmäßig Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich Zapfen, welche sehr schön anzusehen sind.

Welche Besonderheiten hat die Rinde eines Lärchenbonsais?

Die Rinde spielt in der Bonsaigestaltung eine große Rolle. Schon nach ein paar Jahren wird die Rinde rau und borkig. Die Japanische und europäische Lärche lassen sich als Jungpflanze sehr gut abmoosen. Wenn du eine Abmoosscheibe verwendest, entwickelt sich schon nach ein bis zwei Jahren ein guter Wurzelkranz, aus dem du eine schöne Nebaris machen kannst.

Diese Lärchensorten gibt es

Bestimmte Sorten sind bei der Gestaltung von Lärchen nicht wichtig. Unter den Baumarten ist die japanische Lärche (Larix kaempferi) der europäischen Lärche (Larix decidua) vorzuziehen. Sie wächst unkomplizierter, bekommt keine Wollläuse und ihre grüne Nadelfarbe sieht viel frischer aus als die grüne Nadelfarbe der europäischen Lärche.

hello world!

Verwandte Themen

Mehr Artikel laden
magnifiercrossmenuarrow-left