Zimmerbambus: Pflege und Herkunft!

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Zimmerbambus: Pflege und Herkunft!

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März 8, 2022
zimmerbambus

Inhaltsverzeichnis

Der Zimmerbambus ist eigentlich kein Bambus, sondern eine Gräser-Art. Da die Pflanze optisch aber dem Blattwerk von Bambus ähnelt, hat sich der Name Zimmerbambus entwickelt. Wie du dieses schöne Gras, das eine sehr beliebte Zimmerpflanze ist, artgerecht pflegst, erfährst du in diesem Artikel.

Herkunft des Zimmerbambus

Aus botanischer Sicht handelt es sich beim Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum) um eine Art von Süßgräsern (Poaceae). Der natürliche Lebensraum dieser Pflanze erstreckt sich von Indien und Burma, über Sri Lanka und China. Bei uns hat sich der Zimmerbambus als eine beliebte Zimmerpflanze etabliert. Oftmals wird es als Katzengras ausgeschildert, obwohl es auch mit dem eigentlichen Katzengras (Cyperus zumula) nichts zu tun hat.

Wuchs des Zimmerbambus

Optisch erinnert der Zimmerbambus an viele Bambus-Arten. Die langen, dünnen Halme wachsen aufrecht bis zu einer Höhe von 30 bis 50 Zentimetern. Im oberen Bereich sind sie stark verzweigt, was ein buschiges Aussehen verleiht. Der immergrüne Zimmerbambus wächst in Horsten und wächst schneller in die Breite, als in die Höhe.

Blätter

Die Blätter des Zimmerbambus sind wechselständig an den Halmen angeordnet. Die hellgrünen Blätter sind linealisch geformt und werden vier bis sieben Zentimeter lang.

Blüten

In ihrer natürlichen Umgebung bilden die zwischen Juni und August gelbe Blütenähren, die sehr unscheinbar sind. Wenn sie als Zimmerpflanze gehalten werden, kommt es aber nur sehr selten dazu, dass der Zimmerbambus blüht.

Früchte

Nach erfolgreicher Blüte bilden sich die für Süßgräser typischen Nussfrüchte namens Karyopse. Wenn diese mit fruchtbarem Boden in Kontakt kommen, beginnen sie zu keimen. Wenn der Zimmerbambus an einem geeigneten Standort lebt, betreibt er also Selbstaussaat.

Der ideale Standort für deinen Zimmerbambus

Der Zimmerbambus braucht viel Licht, um sich gut zu entwickeln. Direkte Sonnenstrahlen, vor allem im Sommer, sind aber zu stark für das zarte Süßgras. Am liebsten wächst Pogonatherum paniceum bei Raumtemperatur oder etwas wärmer. Im Winter kann der Zimmerbambus kühl stehen, sollte aber niemals Temperaturen unter 15° Celsius abbekommen. Im Sommer kannst du die Zimmerpflanze auch an einen geschützten Platz draußen hinstellen.

Welches Substrat ist das Richtige?

Einfache Blumenerde, am besten mit etwas Sand aufgelockert und einer Drainageschicht aus Blähton am Boden des Topfs, ist für Pogonatherum paniceum absolut ausreichend. Du kannst den Zimmerbambus aber auch in Hydrokultur gedeihen lassen.

Zimmerbambus Gießen

Das Substrat deiner Zimmerpflanze muss stets feucht, aber nicht zu nass sein. Ein gleichmäßiger Gießrhythmus ist empfehlenswert. Austrocknen darf die Erde garnicht, deswegen solltest du zu Hitzperioden den Topf in einen mit Wasser gefüllten Untertopf stellen, damit der Zimmerbambus immer genügend Feuchtigkeit erhält.

Unregelmäßiges Gießen mag der Zimmerbambus nicht, obwohl er sonst recht robust ist. Zu viel Wasser führt schnell zu Staunässe und Wurzelfäule, bei zu wenig Wasser hingegen vertrocknen Halme und Blätter schnell. Wenn du ein angemessenes Intervall zum Gießen deiner Pflanze gefunden hast, bleibe dabei.

Pogonatherum paniceum Düngen

Von Frühjahr bis Herbst, in der Wachstumsphase, solltest du deinen Zimmerbambus alle zwei bis drei Wochen mit herkömmlichen Dünger für Grünpflanzen düngen. Im Winter solltest du auf Düngung verzichten.

Wann muss ich Umtopfen?

In den ersten Jahren solltest du deinen Zimmerbambus jedes Frühjahr umtopfen. Die Wurzeln und wachsenden Horste verbrauchen sonst schnell den verfügbaren Platz. Topfe ihn aber nicht in einen allzu viel größeren Topf ein, denn zu viel Platz begünstigt Staunässe. Bei älteren Pflanzen ist es ausreichend, wenn du alle zwei bis drei Jahre umtopfst.

Zimmerbambus Schneiden

Zimmerbambus wächst auch ohne Schnittmaßnahmen schön buschig. Wenn einzelne Halme vertrocknen, kannst du diese abschneiden. Tu dies aber nicht während der Ruhephase im Winter, da ihr dies zu viel Energie raubt.

Zimmerbambus Sorten

Es gibt keine erwähnenswerten unterschiedlichen Sorten des Zimmerbambus. 

Vermehrung Pogonatherum paniceum

Zur Vermehrung deines Zimmerbambus hast du zwei Möglichkeiten:

  • Stecklinge

Sind die Halme deiner Pflanze lang genug, kannst du zehn Zentimeter lange Stecklinge abschneiden. In Anzuchterde gepflanzt, die konstant feucht gehalten wird, entwickeln sie meist zuverlässig eigene Wurzeln. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur von mindestens 20° Celsius sollten ebenfalls geboten werden.

  • Teilung

Wenn du deinen Zimmerbambus umtopfst, kannst du ihn bei der Gelegenheit auch teilen. Trenne einfach den Horst in zwei Teile. Passe aber auf, die Wurzeln so wenig wie möglich zu beschädigen, um braune Halme zu vermeiden. Die voneinander getrennten Pflanzenteile können nun auch separat wieder in Töpfe gepflanzt werden. Hierbei kannst du bei der gleichen Topfgröße bleiben, du solltest keinen größeren als zuvor nutzen.

Krankheiten und Schädlinge

Der Zimmerbambus ist sehr robust und wird nur extrem selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen.

Weitere bambusartige Pflanzen für zu Hause

Der Zimmerbambus ist eine recht anspruchslose, dafür wunderschöne Grünpflanze. Das einzige, was du wirklich beachten musst, ist, dass du das richtige Gießintervall findest und auch dabei bleibst. Ansonsten ist die Haltung und auch die Vermehrung simpel. Eine weitere Zimmerpflanze, die trotz missverständlichem Namen kein Bambus ist, ist der Glücksbambus. Wenn du einen richtigen Bambus auf deinem Balkon oder im Garten pflanzen willst, können wir Schirmbambus sehr empfehlen.

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